20. Juli bis 10. August 2020 – Adliswil

Wir ziehen ein paar hundert Meter weiter rauf richtung Albis, resp. Buchenegg. Es gilt, Haus, Katze und Hühner zu ‚betreuen‘, Michèle & Martin sind für dei Wochen nach Frankreich in die Ferien gefahren. Wir spazieren viel und der laute Güggel hindert uns am lange Schlafen. 4:27 Uhr der Rekord, normalerweise beginnt der Hahn seine Tätigkeit um 5:00 Uhr, aber auch dann und wann eben einiges früher. Grosse Pläne schmieden können wir nicht, die ‚Reise-Regeln‘ ändern sich täglich, welch unsägliche Zeiten!

4. bis 19. Juli 2020 – Langnau

Nichts zu berichten, warten auf bessere Reisezeiten!

 

18. Juni bis 3. Juli 2020 – Saas Fee, VS

Meine Schreiblust ist immer noch sehr tief bis nicht mehr vorhanden. Wir haben uns für drei Wochen in Saas Fee einquartiert. Die Ferienwohnung ist gross, aber leider nicht schallisoliert. Doch der Lärm hält sich meistens in Grenzen, es ist ja noch nicht Hochsaison. Das Wetter ist überhaupt nicht in Hochform, die uns umgebenden 4,000er bekommen wir nur ab und zu zu Gesicht. So belasse ich es mit zwei Mal in der Früh Aufstehen und knipse Täschorn, Dom, Lenzspitz und Konsorten im Morgenlicht ab. Wir benutzen trotz mediokrem Wetter eifrig die Bergbahnen, wenn auch nur zwei in Betrieb sind: Hannig hier ums Eck und Kreuzboden/Hohsaas unten in Saas Grund. Die Benutzung ist ‚gratis‘, allerdings muss man/frau einen Bürgerpass erwerben, für zwei Personen immerhin CHF 147 (2 x 21 Tage à CHF 3.50). Mehr ins Gewicht fällt die happige Kurtaxe von total CHF 294, das doppelte des Bürgerpasses! In der dritten Woche öffnet dann auch die Spielboden/Längflue Bahn und so holen wir den geforderten Betrag mehr als nur ‚raus‘, sind ja auch die vielen unternommenen Postautofahrten inbegriffen. Der Superstar der Bahnen ist jedoch nicht inbegriffen: der Alpin Express (CHF 75!) rauf auf 3,500 Meter Höhe (Mittelallalin). Die Preise (immer retour und pro Person): Hannigbahn: CHF 36; Spielboden/Längflue: CHF 52; Kreuzboden/Hohsaas: CHF 45. Viel mehr mag ich nicht schreiben, hänge dafür noch diverse Bilder an.

10. Mai bis 3. Juni 2020 – Zürich

26 Tage wohnen wir nun in der Stadt, das Airbnb kommt uns auf CHF 80 pro Tag zu stehen. Die Einrichtung spartanisch, aber zweckmässig, das WiFi sehr gut. Noch besser natürlich die Lage der ‚Loge‘, alles zu Fuss innert wenigen Minuten erreichbar. Die Abende/Nächte leider nicht so leise, wie wir uns dies gewohnt sind, da zieht schon mal Volk, leicht bis mittelschwer alkoholisiert, unter unserem Schlafzimmerfenster durch. Trotzdem geniessen wir diese Zeit, wir sind viel auf den Beinen und marschieren durch die recht menschenleere (Mo bis Do!) Stadt, aber langsam, nur langsam, scheint Normalität aufzukommen. So werde ich hier nicht viel schreiben und noch weniger Fotos anhängen, habe nämlich keine gemacht!

8. und 9. Mai 2020 – In die Schweiz

Heute soll es also losgehen, ein Fluchtversuch über Deutschland in die Schweiz. Um 11:30 Uhr kommt ein Taxi, wir dürfen nun zu zweit, vermummt, hinten im Taxi sitzen. Der Verkehr nun leicht stärker als zu Zeiten des totalen Lockdowns. In der Nähe des Flughafens sollen 38’000 unbenutzte Mietwagen stehen, die Zahl kann ich nicht bestätigen, aber ich habe sehr, sehr viele gesehen. Wir geben dem Taxifahrer ein dickes Trinkgeld, Arbeit hat hier ja praktisch keiner mehr. Heute herrscht Grossandrang, Condor, Finnair und ein belgischer Charter sind gleichzeitig anwesend. Demzufolge hat es sehr viele Leute in der Halle, alle natürlich vermummt. Aber Sicherheitsabstand beim Einchecken, Fehlanzeige, man/frau drängelt, als ginge es um Leben und Tod. Das Gepäck kann aus unerfindlichen Gründen nicht nach Zürich durchgecheckt werden. Trotz der Masse der Leute sitzen wir bald im Flieger und dieser geht auch pünktlich in die Luft, vollgepackt mit 275 meist alten bis sehr alten Langzeiturlaubern. Die Boeing 757 bereits 23 Jahre alt, aber noch gut in Schuss. Der Service sehr freundlich, es gibt ein Lunchpaket ohne Bezahlung. Aber bei einem Flugpreis von EUR 350 (ein Weg und pro Nase) kann man/frau dies auch erwarten. Die Landung in Frankfurt leicht vor der Zeit, doch dieser Vorsprung schmilzt sehr schnell dahin. Wir stehen weit weg von den diversen Terminals, mitten im Schilf, der Kahn wird wohl hier eine längere Pause machen, nebenan stehen diverse bereits eingemottete Condor Flieger. Das Austeigen dann militärisch, immer sechs Reihen dürfen raus und in die in der Zwischenzeit angeforderten Busse klettern. Die grossen Gelenkbusse dürfen nur zur Hälfte gefüllt werden. Langsam ersticke ich unter der unbequemen Maske, aber Tragepflicht ist erste Bürgerpflicht! Einmal im Terminal ist das Social Distancing wieder ‚gestorben‘. Wir stehen an, die Bundespolizei will wissen, was wir hier in Deutschland zu suchen hätten. Hier muss man nun die Maske abnehmen, die Beamten wollen sehen, wen sie reinlassen. Wir erklären unsere Situation, der junge Mann ist etwas überfordert und grübelt vor sich hin. Seine Lösung: ihr holt euer Gepäck und kommt dann wieder zurück zu mir und ich werde Euch in den Transitbereich schleusen, von dort kämen wir dann gleich ins MyCloud Transit Hotel. Also ab zur Gepäckausgabe, hier warten wir eine Ewigkeit, genauer gesagt satte 45 Minuten auf unsere beiden Koffer. Wieder zurück zum Bundespolizisten, doch der gute Mann sitzt nicht mehr in seinem Kabäuschen. Die Sachlage muss nochmals einem anderen Beamten vorgetragen werden. Dieser schüttelt den Kopf: unmöglich! Wir müssten raus aus dem Schengen Raum und neu einchecken, durch die Pass- und Gepäckkontrolle und dann könnten wir ins Hotel. Also hechten wir durch den nun leeren Flughafen und suchen einen noch offenen Lufthansaschalter, checken für morgen ein und sind zumindest das Gepäck los. Dann rauf zur Passkontrolle, doch die Boardingkartenleseautomaten lassen uns nicht durch, der Flug geht ja erst morgen, meint einer der gelangweilten Beamten. Also weiter einen Stock höher zur nächsten Schranke, hier ’same procedure‘, die Schranken öffnen sich nicht. Es findet sich erneut ein Beamter und dieser lässt uns gnädigerweise passieren. Nächste und sehr hohe Hürde: Gepäckkontrolle. Die Leute nehmen es so erst, als wäre gestern 9/11 gewesen, haben wir noch nie erlebt und ihr Arbeitstempo ist atemberraubend LANGSAM, fast schon sadistisch. Die Zeit drängt, um 22:00 Uhr schliesst das Hotel. Nun sind wir also im internationalen Bereich und es hat auch diverse Leute, welche noch auf einen Abflug hoffen, wir hoffen eher auf eine Einkaufsmöglichkeit, hätten wir doch gerne einen Absacker nach all der Aufregung gehabt. Es findet sich eine halbgeschlossene Bar und ein Herr erbarmt sich unser, will dafür aber fürstlich belohnt werden: ein ‚klein Fläschchen‘ Billigwein EUR 10, bitte! Geld spielt nun auch keine Rolle mehr, wir zahlen und hechten weiter durch die riesige Abflughalle, das Hotel ist natürlich ganz am Ende zu finden. Es ist 21:30 Uhr, um 18:50 Uhr landeten wir. Ich glaube, man macht das Reisen absichtlich so kompliziert und unattraktiv wie möglich! Nun der letzte Schreck des heutigen Tages, das Zimmer ist so klein, ich sehe es kaum, aber was will man/frau für günstige EUR 254 gross reklamieren. Frühstück natürlich Fehlanzeige, dafür gäbe es hier Wein aus dem Automaten für EUR 4 das Fläschchen, ein schwacher Trost. Eine Gefängnizelle ist sicher grösser als dieser Kleiderschrank mit integrierter verglasten Nasszelle. Die Kopfkissen unbrauchbar, dünn und schwachbrüstig. Ist ja Wurscht, es muss ein spätes Abendessen her. Brot und Schinken haben wir noch von Teneriffa, dazu gibt’s eben den teuren Billigwein. Bald haben wir uns von der Aufregung etwas erholt und wir machen Schluss für heute.

Der Schlaf war alles andere als erholsam, auch ohne Wecker sind wir bereits nach 5:00 Uhr wach, resp. waren eigentlich gar nie richtig eingeschlafen. Ein neuer Tag und neue Hürden/Herausforderungen warten auf uns. Kaffee gibt’s hier doch, vom Automaten und auch gratis. Unsere Reise kann beginnen, wir wandern erneut duch die riesige Abflughalle. Da und dort ein paar Leute, sonst aber gähnende Leere. Die Bundespolizei wartet wieder auf uns, diese beiden Typen von der sehr unfreundlichen und herablassenden Art. So, wir sind wieder im Schengen-Raum. Zeit haben wir genug, die Maschine scheint pünktlich abfliegen zu wollen, es kann gewartet werden, natürlich immer mit Erstickungsmaske und Sicherheitsabstand. Jeder zweite der unzähligen Stühlen ist fein säuberlich mit einem grünen Band abgedeckt und darf nicht benutzt werden, alles perfekt ‚inszeniert‘. Es geht los, das Passagieraufkommen diesmal eher spärlich, die Maschine ist nur zu einem Drittel voll. Dieses Drittel sitzt allesamt im ersten Drittel des Flieger, die hinteren Zweidrittel bleiben leer!!! Social Distancing? Dieser Flug, es sei erwähnt, schlappe EUR 300 pro Nase. Die Crew sehr höflich, es wird ein sehr kleiner Snack serviert, aber der Flug dauert ja auch nur 35 Minuten. Die Pilotin macht ihre Sache sehr gut, wir sind in Kloten und schauen mal, was uns erwartet. ‚Unsere‘ Beamten machen ihren Frankfurter Kollegen/innen alle Ehre: überheblich und unfreundlich! Das Gepäck kommt, oh Wunder, sofort. Ab und rüber zum Flughafenbahnhof. Hier erwerben wir einen etwas falsch benannten Swiss Pass. Dieser erlaubt uns lediglich innerhalb von Zürich plus einer Zone nach 9:00 Uhr die ÖVs zu benutzen, nicht schweizweit, wie der Name suggeriert. CH 87 für einen Monat sind aber ganz attraktiv. Es kommt ein Zug von Nirgendwo und fährt mit uns (fast) allein als Passagier…..In Zürich dann aufs Tram und schnell sind wir oben neben dem Universitätsspital, genauer gesagt an der Freistrasse Nummer 12. Dies unsere Bleibe für einen  Monat. Die Wohnung, resp. das ganze Haus ist alt, doch unsere Loge sauber und gut eingerichtet. Keine Maskenpflicht! Nach kurzem Ausruhen spazieren wir runter ans Bellevue. Ein komisches Gefühl, sich so frei bewegen zu können, nein: dürfen! Es hat eine Menge Volk auf der Gasse! Das Wetter übrigens perfekt: 25° und blauer Himmel, besser als viele gehabte Tage in Teneriffa. Alles ist noch nicht so frei wie gehabt, im Coop kann man/frau nur Lebensmittel einkaufen, die Non-Essential Ware ist abgesperrt, doch ab Montag soll sich dies ändern. Die Preise allerdings sind einiges höher, als wir uns gewohnt sind. Ein Einkauf für zwei Tage kostet soviel wie bei Lidl für eine Woche. Es ist schön, (fast) frei zu sein! Zurück in unserer Loge hauen wir uns für zwei Stunden aufs Ohr, dann nochmals runter, diesmal nur zu Spar-Express, wir brauchen noch Zündhölzer für den Gasherd und Zwiebeln für den Wurstsalat. Nochmals: es ist schön, frei zu sein!!! Apéro draussen auf einem unserer zwei Balkönchen. Unser Ausbruch ist geglückt, hat uns aber um EUR 1,600 ärmer gemacht. Nach sehr gutem weissen Spargel marschieren wir nochmals los, wir kosten unsere wiedergewonnene Freiheit voll aus.

16. März 2020 bis 7. Mai – LOCKDOWN!

LOCKDOWN!

Wieder eine kühle Nacht, aber schlafen ist so viel angenehmer. Heute ist unser erster Tag in Unfreiheit und so bleiben wir halt daheim. Das Wetter anfangs sehr gut, die Luft klar wie selten, am Nachmittag ziehen Wolken auf und es wird kühler. Doch der Tag geht auch so vorüber. Die nächsten Tage spielen sich ziemlich ähnlich ab: wir tun NICHTS! Hoffen auf bessere Zeiten. Ich lasse das mit dem Schreiben, bin zu deprimiert, über die täglichen ‘Ungeschenisse ’ und das Elend der Welt zu berichten. Gail bleibt gezwungenermassen drei Wochen bei uns. Dann fordert ihn die US Botschaft auf, unverzüglich in die USA zurückzukehren. Also organisiert er einen komplizierten und langen Heimflug. Mittwoch ab Teneriffa, Samstag an in Tucson. Der Flug ab hier allerdings ab Tenerife Norte, also muss ein Taxi organisiert werden, dies wird freundlicherweise von unserer lieben Vermieterin in die Wege geleitet. Wir sind wieder allein und es ist uns immer noch langweilig. Spazieren können wir nur in unserem Gärtchen, das Ausgehverbot wird rigoros durchgesetzt. In Santa Cruz haben sie jemanden für sechs Monate ins Gefängnis gesteckt, er hatte drei Mal die Ausgangssperre missachtet. So gibt es dann uns wann eine ‚Skype Party‘, auch ganz lustig. Doch die täglichen negativen Schlagzeilen zehren an Gemüt und Verfassung aber hoffentlich nicht an der Gesundheit.

Hänge hier halt noch ein paar Wolkenbilder an, mehr bleibt mir nicht zu fotografieren.

Weil ich monentan gerne in Erinnerungen schwelge:

Es ist der 29. April 2020, Tag 44 unseres Gefängnisaufenthaltes. Aus Langeweile: momentan zähle ich 5 Maschinen der Air China & eine der Hainan Airlines, welche auf dem Weg von Beijing nach New York sind, sicherlich ohne Touristen. 3 Swiss Flüge von Shanghai nach Zürich, praktisch hintereinander……2 auf dem Weg nach Shanghai, auch hintereinander.

14. und 15. März 2020 – La Camella, Tenerife

Samstag. Das Wetter ist etwas schwer zu beurteilen, also gehen wir auf Nummer sicher und kurven mit unserem Gast runter nach Playa San Juan. Eine Parklücke ist auch diesmal schnell gefunden. So wandern/schlendern wir dem schön tosenden Meer entlang rüber nach Alcalá. Da und dort ein Bild der starken Brandung, aber ohne Teleobjektiv ein eher aussichtsloses Unterfangen. Es ist auch hier kühl, die beiden passierten Mini-Strände leer. Lunch wie immer unterwegs und aus dem Rucksack. Auf dem Rückweg verweile ich noch fast eine halbe Stunde an der Steilküste und warte auf eine anständige Welle, werde aber nicht richtig belohnt. Wir kurven nach abgeschlossener Wanderung rauf in unser Heim, dank dem gut ausgebauten Strassennetz eine Sache von nicht allzu langer Dauer. Dann folgt der Hammer: unsere Vermieter teilen uns mit, dass ab Montag 8:00 Uhr ein Ausgehverbot beginne. Zur Arbeit und in den Supermarkt darf man/frau, alle anderen Aussenaktivitäten sind untersagt. Von Amtes auferlegter Hausarrest! Alle Restaurants hätten zu schliessen, ja nicht einmal auf seinem eigenen Balkon dürfe man/frau sich aufhalten. Nun macht sich auch bei uns langsam aber sicher Panik breit. Zur Sicherheit kurven wir um 16:00 Uhr noch runter zu Lidl und kaufen ‘Notvorräte’ ein. Wir sind nicht die einzigen Hamsterer, der Laden ist bereits halb leer, Fleisch, Teigwaren, Reis und dergleichen weg. Auch Tiefkühlware ist nun plötzlich Mangelware. Ich schnappe die letzten drei 6-Pack Grimbergen Bier, damit Gail und ich die nächsten Tage nicht verdursten werden. Der Grosseinkauf bringt uns um EUR 111! Es geht nach Hause und ins Sprudelbad. Apéro, Abendessen und ein letzter(?) Spaziergang runter ins Dorf.

Eine eher kühle Nacht, aber zum Schlafen eben gerade angenehm. Tagesthema, wie so oft: COVID-19. Wir müssen den Tag vor der morgigen Sperre nutzen, es soll rüber nach Garachico gehen. Das Wetter eher schlecht, aber wenn kümmert’s. Die Fahrt rauf nach Santiago del Teide ein Kinderspiel, dann kurven wir durch dichten Nebel und um unzählige engen Kurven runter an die Nordküste. Auf Höhe des bekannten Aussichtspunktes auf das schmucke Städtchen ist der Nebel weg, das Wetter einigermassen brauchbar, aber kalt. Noch ein paar sehr enge Kurven und wir sind im ausgestorbenen Städtchen unten. Kaum zu glauben, der sonst rammelvolle Parkplatz leer! Passt mir eigentlich ganz gut, so ohne Mittouristen durch die leeren Gassen zu schlendern. Ich setzte mich von unserer kleinen Reisegruppe ab und knipse halt wieder dies und das. Zugegeben, es ist schon ein eigenartiges Gefühl, alles ist geschlossen, praktisch keine Leute auf den Strassen und Gassen. Nur ein kleiner Supermarkt hat offen. Wir beschliessen über die Teide Route nach Hause zu fahren, wollen wir doch Gail möglichst viel zeigen. Polizeikontrolle! Alle Fahrzeuge werden angehalten und der Polizist erklärt uns unsere Rechte, resp. viel mehr Pflichten. Nach Hause kurven und dort bleiben, nur zum Einkaufen auf die Strasse! Weiter geht die Fahrt der dicht besiedelten Nordküste entlang. Bei La Orotava geht’s in die Höhe, das Wetter wird wieder sehr schlecht, wir sind erneut im Nebel und es regnet. Ein paar Kilometer vor Erreichen von El Portillo, mitten im Wald, ist die Strasse gesperrt. Ohne Grund oder Ankündigung weiter unten in La Orotava (hätten uns dann die 10,000 Kurven bis hier ersparen können). Sehr unprofessionell! Lunch im Auto, draussen ist es 10° und es regnet. Dann umgedreht und wieder runter, die Autobahn ist bald erreicht und es kann flott voran gehen. Der Verkehr sehr spärlich, dabei fängt der Hausarrest ja erst morgen an. Die Heimreise ist lang aber doch relativ schnell erledigt. Bei uns oben herrscht nun auch schlechtes & kühles Wetter, Regen allerdings gibt’s (noch) keinen. Das Stimmungsbarometer ist etwas in den Keller gerutscht. Nach dem Abendessen noch ein letzter Spaziergang, ab Montag ist dies verboten.

Es folgt eine wohl lange Schreibpause, ich lasse das Tagebuchschreiben!