22. Dezember 2014 – Zurück in die Schweiz

Der Wecker geht um 4:40 Uhr! Alles ist noch stockdunkel und ruhig. Doch Gail ist bereits auf und Hund Torrey wartet bereits im Auto. Die Fahrt zum südlich der Stadt gelegenen Flughafen dauert keine Ewigkeit, die Strassen sind praktisch leer. Die üblichen Formalitäten und Prozedere am eher provinziellen Flughafen sind schnell erledigt. Zu unserem Erstaunen wird die Menge der auf den 6:00 Uhr Flieger wartenden Passagiere immer grösser. Dann das speditive Einsteigprozedere. Eine Sitzplatznummer gibt es nicht, wer $12.50 bezahlt hat das Anrecht in die A Klasse befördert zu werden. Alle andere müssen ihr Glück beim Web Check-in versuchen (24h vor Abflug geöffnet). Wir ‘ergatterten’ gestern Nachmittag die Positionen B34 und B35. So warten wir nun geduldig bis die A Klasse schön diszipliniert nach Nummern ansteht und danach ab in die Boeing 737 marschiert. Dann wird das Schild von A nach B gedreht und erneut reiht sich die (verbleibende) Menge in die diversen Positionen ein. So entsteht kein Engpass am Flugzeugeingang und, trotz fehlender Sitzplatzzuteilung, ist der Kahn ist in kürzester Zeit gefüllt (und zwar randvoll….). Der Flieger hebt im Dunklen ab und landet auch im Dunkeln in Las Vegas. Wir lassen uns zum Terminal 3 fahren, ein Bus erledigt dies für uns, die Mono Rail ist noch nicht an den neuen (International) Terminal angebunden, oder wohl eher umgekehrt. Dann beginnt die Warterei, Stunde um Stunde muss abgewartet werden. Ein Besuch in einem Starbucks (dem einzigen Pre-Checkin Etablissement, der Trink- und Esswaren feilbietet!!!) macht uns um glatte $20 ärmer. Als Gegenleistung erhalten wir zwei Cappuccini und ein geniessbares Sandwich. Nach weiterem Warten und Gratissurfen (Wifi wird vom Flughafen zur Verfügung gestellt) macht unerwartet früh Edelweiss ihre Schalter auf. Das Einchecken ist in wenigen Minuten erledigt und wir machen uns an, die Sicherheitskontrolle zu überwinden. Dies eher auf der mühsamen Seite, immer mehr Kleidungsstücke müssen entledigt werden… Aber dann geht es auf Beizensuche, soll es doch Post-Checkin diverse Restaurants haben. Doch die Auswahl ist sehr bescheiden. Ein einziges ‘richtiges’ Restaurant ist vorhanden: Vegas Chop House. Die Speisekarte verspricht viel, die Preise sind hoch und die gelieferte Ware entspricht nicht der klangvollen Beschreibung. Das Prime Rib Sandwich ist eher gebratenes Siedfleisch, aber für $14 (vor Tax and Tip) kann man/frau wohl nicht mehr verlangen. Ein (grosses) Glas Wein  wird gar mit $19 in Rechnung gestellt, aber der Petit Syrah ist wirklich hervorragend. So sind schwupp die wupp $70 weg und die Warterei kann fortgesetzt werden. Endlich geht die Einsteigerei los und wir sitzen im Schweizer Ferienflieger. Die Sitze, einmal mehr muss ich’s erwähnen, auf der schmalen Seite. Die Sessel der Southwest, einem Low Cost Kurz/Mittelstrecken Carrier, sind breiter. Die 11 Stunden sind auch irgendwann einmal vorbei, aber einmal mehr kann ich der Fliegerei keinen Reiz abgewinnen. Und in drei Wochen sollen wir gar nach Melbourne fliegen: 14h+ (Dubai – Melbourne). Zürich ist erreicht, wir steigen aus und müssen eine kleinere Ewigkeit auf unser Gepäck warten. Dank Langnauer Abholservice sind wir schnell in unserem Schweizer ‘Steuerdomizil’. Das wär’s dann von unserem ersten Abenteuer als Frührentner.

14. bis 21. Dezember 2014 – Tucson

Ich fasse diese Woche in Tucson der Einfachheit zusammen. Viel ist nicht passiert in dieser Zeit. Wir quartieren uns bei den Boys ein und verbringen eine Woche mit Ihnen. Für einen Tag fahren wir nochmals raus in den Gilbert Ray Campground, einmal noch wollen wir unser rollendes Heim geniessen. Just an diesem Tag hört der Regen auf und ich muss sogar nochmals am Abend ausrücken, die Stimmung ein Hammer. Diesmal nehme ich die kleine Kamera, aber, wie sich später herausstellt, macht diese genauso gute Panoramas wie die grosse.

Nochmals die Tucson Mountains im Abendlicht

Nochmals die Tucson Mountains im Abendlicht

Auch Camping World statten wir nochmals einen Besuch ab, die bestellten Wheel Covers sind zu klein. Es finden sich grössere Dinger und erst noch ‘on Sale’. Die Bestellten sollen wir einfach retournieren, kein Problem. Die Mission San Xavier del Bac ist ebenfalls nochmals auf dem Programm, einfach schön anzuschauen! Bei den Boys wird natürlich viel geplaudert, wenn sich auch die Stories dann und wann wiederholen. Das Wetter ist eher auf der ungewöhnlich kalten und sehr nassen Seite, dies wird wohl ein Rekordregenjahr werden. An einem Morgen noch ohne Regen fahren wir zu dem Haus raus, dass wir bereits im Augst besucht hatten. Nun sind aber die Besitzer, Eric und Donna, anwesend. Gail muss dies und das reparieren, wir plaudern derweil mit Donna, einer sehr herzlichen Dame. Am Freitag dann eine der üblichen Parties von Lee und Gail: 14 Leute sitzen/stehen in der kleinen Stube rum und plaudern, was die Stimmbänder hergeben. Ich unterhalte mich in der Küche derweil mit Eric, einen sehr angenehmen Zeitgenossen. Er und Donna sind jeweils im Winter hier in Tucson (wer nicht???), den Rest des Jahres leben sie in Vermont. Eric schwärmt von ‘seinem’ Staat in den höchsten Tönen. 600,000 Einwohner, viel Platz also und die Welt scheint dort  oben noch in Ordnung zu sein. Wären nur nicht die langen, strengen Winter. Wir verabreden uns für Samstag zu einer Wanderung im Sabino Canyon. Kann mir nur Recht sein. Das Wetter scheint sich wieder zu bessern, die Nächte jedoch schon an der Schmerzgrenze (3 oder4°, mehr liegt nicht drin). Die folgenden Gäste waren an der Party: Joanne (Nachbarin links, ihr Mann Kenny leider krank im Bett), Frank und Shirley von gegenüber, Dan und Renée von rechts gegenüber, Rex und Karen, die beiden Wissenschafter und eben Eric und Donna. Am Samstag geht es dann wirklich auf die Wanderung, den Blacketts Ridge Trail. Die ganze Wanderung ist total 6.2 Meilen lang und die Hälfte davon ziemlich steil (Elevation Gain: 550 Meter!) und dementsprechenden anstrengend. Die Aussicht oben auf Sabino- (links) und Bear Canon (rechts) sehr eindrücklich. Es sind erstaunlich viele Mitwanderer (-Kletterer) unterwegs, auch Familien mit kleinen Kindern. Samstag Abend dann ein Versuch im El Corral einen Tisch zu kriegen…..es ist 18:00 Uhr und die Wartezeit würde eine geschlagene Stunde betragen. Wir kehren, trotz langem Anfahrtsweg um und versuchen unser Glück im Thirsty’s, quasi der Stammkneipe von Lee und Gail. Es findet sich ein Tisch in diesem gemütlichen, wirklich kneipenmässig aufgemachten Etablissement. Das Essen ist recht, wenn auch nicht Weltklasse, die Bedienung sehr freundlich und speditiv. Am Sonntag dann ist es Zeit zu packen und unseren Camper in den nahen Storage zu kurven. Mit mehr oder weniger Enthusiasmus gehen wir diese unangenehme Sache an. Wirklich Lust haben wir keine, unser Zigeunerdasein aufzugeben. Aber es ist ja nur für 5 Monate, Mitte Mai soll es bereits wieder losgehen. Und in der Zwischenzeit sind wir ja auch nicht untätig oder müssen gar einer Arbeit nach gehen….Am 12. Januar geht es ab nach Tasmanien und danach New Zealand. Ein letztes gemeinsames Essen mit den Boys, morgen muss es in aller Hergottsfrühe losgehen. Noch eine Anmerkung zum Benzinpreis hier: $2.20 ist bereits die Norm, im August waren es noch $3.50!

12. und 13. Dezember 2014 – Saguaro West N.P.

In Ermangelung von wichtigen Ereignissen, fasse ich erneut zwei Tage zusammen. Der 12. Dezember ist wettermässig um Längen besser als der 13. Letzterer beachtliche 10° kälter als Ersterer und dazu noch massiv viel Regen. Am 12. wandern wir rüber zum 3 Meilen entfernten Arizona Sonora Desert Museum, immer zwischen unzähligen Kakteen und meist steil bergauf (zumindest der Hinweg). Lunch gibt es vor dem Museum, einen Eintritt können wir uns ob der geforderten $19.50 pro Nase seht gut verkneifen. Der Rückweg dann untenrum, die diversen Hügel müssen nicht nochmals erklommen werden. Es weht ein kühler Wind und Wolken ziehen von Westen heran. Trotz oder gerade wegen der vielen Wolken wird der Sonnenuntergang apokalyptisch rot!  An ein Bild ist leider nicht zu denken, es windet ungemein heftig und bis ich an einem geeigneten Standort wäre, ist das Schauspiel schon lange zu Ende. Alles eine Sache von nur wenigen Minuten. Mitten in der Nacht fängt der Regen an, nicht sehr heftig, doch stetig. Am Morgen ist es grau in grau in grau und nochmals grau! Der Regen beginnt wieder, diesmal etwas heftiger und länger. Wir beschliessen einen Einkaufsbummel zu machen. Bis wir endlich den besagten Walmart an der Valancia finden, vergeht eine kleine Ewigkeit und vom Himmel fallen derweil ein paar Tausend Hektoliter Nass. Der Walmart ist gestossen voll, Umgangssprache Spanisch. Viel brauchen wir ja nicht mehr einzukaufen, unsere Tage hier in Amerika sind gezählt in 9 Tagen ist Schluss! Danach leisten wir uns, immer noch im strömenden Regen, einen ausgiebigen Lunch im nahen Chili’s. Die Memphis Dry Rub Ribs sind ein Gedicht ($18, das Full-, $11das Half Rack) inkludiert sehr gute, da wenig fettige, French Fries. Nebenan sitzt eine fettleibige fünfköpfige Familie und jederman/frau drückt am Handy rum, geredet wird offenbar nicht. Um $53 ärmer verlassen wir diesen kulinarisch sehr ansprechenden Ort. Allein die zwei Glas Rotwein schlugen mit $15 zu Buche (die Waitress konnte die Gläser leider nicht selber an den Tisch bringen, ist sie doch noch under-aged….). Die Fahrt raus auf dem Gilbert Ray Camping kann angetreten werden, immer noch geht die Sintflut nieder, ob dies wohl die eher wasserscheuen Kakteen alles verdauen können? Es ist noch satte 14° ‘warm’, gestern über 25°! Der Regen lässt nach und, so man der Wettervorhersage Glauben schenken darf, morgen soll es wieder sonnig sein, kalt allerdings…..Tucson hat übrigens 8,000 Einwohner (Stand:1880!). Hier noch ein Bild der dramatischen Umgebung, erneut nur eine Sache von zwei, drei Minuten, dann war das Lichtspektakel vorüber:

Campsite H28 im Gilbert Ray Campground

Campsite H28 im Gilbert Ray Campground

Kurz vor Sonnenuntergang dann das ganz grosse Kino! Ich renne mit dem schweren Rucksack durch die Kakteenlandschaft, eine Minute zu spät und der ganze Aufwand wäre für die Katze. Die Zeit reicht doch zum kräftigen Durchatmen, dann aber ab an die Arbeit, die Sonne legt hier ein ungehöriges Tempo vor. Das Licht wird perfekt, die Saguaros und natürlich die Tucson Mountains werden in ein unbeschreibliches Licht getaucht! Ich bin im siebten Himmel….So klart es also tatsächlich auf und die angesagte tiefe Temperatur wird wohl erreicht werden, 37°F oder knappe 3° Celsius (für den Rest der metrischen Welt).

Tucson Mountains im letzten Abendlicht

Tucson Mountains im letzten Abendlicht

11. Dezember 2014 – Saguaro West N.P.

Wir verlassen ungern diesen wunderbaren Ort. Das Wetter wird sowieso umschlagen, so wollen wir die Landschaft lieber in sonnigster Erinnerung behalten.

Organ Pipe Cactus Up-Close

Organ Pipe Cactus Up-Close

Tree Cholla

Tree Cholla

Es geht zurück nach Why, etwas über 20 Meilen. Dort, wie erwartet, die erste Border Patrol Kontrolle. Der Officer ist sehr freundlich und neugierig, niemand will ins Camperinnere schauen, wir sehen aus wie ehrliche Leute. Nun geht die Fahrt auf der Strasse 86 durch Indianer Gebiet, die Tohono O’odham Nation (früher bekannt unter dem Namen Papago) ist hier zu Hause. Wie leider überall sieht man sofort, wer hier wohnt, die Behausungen ungepflegt, unzählige Autoleichen liegen um die (meist) Mobil Homes. Aufräumen käme niemandem in den Sinn. Zugegebenermassen ist die Landschaft ziemlich trostlos, viel kann man hier wohl nicht anpflanzen, dafür hat man jedoch Casinos……Es folgt eine weitere Border Patrol Kontrolle. Ah, you’re Swiss, interesting. Doch keiner will unsere Pässe sehen oder einen Blick ins Wageninnere werfen. Nach 150 Meilen erreichen die die ersten Vororte von Tucson, natürlich noch mitten in der Wüste. Doch der Drang nach Winterwärme lässt die Gegend ungehemmt wachsen. Meine Vermutung in Tucson Estates einen Lebensmittelladen zu finden geht im Nichts auf. Fast alles wäre zu haben, nur keine Lebensmittel. Wo kaufen all die alten Leute hier ihre Groceries, im 10 Meilen entfernten Tucson? So kaufen wir nur eine Gallone Milch bei einem Circle K für einen eher unverschämten Preis von knapp $4. Benzin ist einiges günstiger im Angebot: $2.40 die Gallone! Es geht noch ein paar Meilen nordwärts Richtung Desert Museum. Kurz davor liegt ja bekanntlich der Gilbert Ray Campground. Der ‘Laden’ ist geöffnet, doch nun ist alles Self Service. Der grösste Loop ist geschlossen und so kommen wir halt auf einem der kleineren unter, H Loop mit Namen. Wir sind nicht allein, doch voll ist es hier bei weitem nicht. Für $20 gibt es ein einigermassen ebenes Site, Strom ist inkludiert. Ebenfalls ist eine Dump Station im Angebot, die sanitären Anlagen meist geschlossen, nur ein Block ist noch (oder erst) offen, sauber ist es jedoch. Es ist richtig warm, so sitzen wir draussen und sündigen indem wir je ein R. trinken. Kurze Zeit später falle ich rüber ins Land der Träume….Nach einer Stunde Power Nap bin ich wieder fit und mache mich auf in die Kakteenlandschaft. Trotz intensiver Suche finde ich keinen anderen Fotostandort, als den vor drei Jahren eruierten. So begnüge ich mich diesem, eigentlich gar nicht so schlechten Platz und warte, bis die Sonne sich dem Horizont zuneigt. Etliche Wolken lassen meine Freude auf einen perfekten Sonnenuntergang dämpfen. Tatsächlich wird nichts damit, doch ein oder zwei Panos wird’s wohl gegeben haben. Wieder zurück auf dem nun voller gewordenen Camping geht’s gleich zum Apéro und dann ziemlich bald ans verdiente Nachtessen. Die Wärme hier im Winter ist schon angenehm, doch die Tage sind enorm kurz, ich gäbe gerne zwei, drei Grade für zwei Stunden mehr Tageslicht.

8. bis 10. Dezember 2014 – Organ Pipe Cactus N.M.

Die (Schreib-)Trägheit übermannt mich, ich fasse drei wunderschöne Tage hier am Ende der Welt zusammen. Das Wetter wird jeden Tag besser, am dritten perfekt, am zweiten fast perfekt und am ersten durchzogen. Die Nächte auf der angenehmen Seite: nie unter 10°. Ist die Sonne oben, geht’s rapide aufwärts. Nachmittags jeweils um die 25 Grad, ideales Wanderwetter, weht doch auch noch ein sanfter, kühlender Wind. Der Camping ist zum Glück praktisch leer, Ruhe ist somit (fast) vorprogrammiert. Wir es das Schicksal so will, nistet sich in der Nähe ein Mitcamper ein und lässt abends sein Autoradio auf Konzertlautstärke durch die Landschaft plärren. Ich habe anfangs Geduld, doch dann marschiere ich rüber und machen den Herrn darauf aufmerksam, dass er nicht allein auf dieser Welt sei. Er sei halt schwerhörig, so seine Antwort. Aber er werde natürlich das Radio ausmachen. Die Ruhe hat uns wieder! Wir unternehmen jeweils drei Wanderungen, alle am Nachmittag, nur am Tag 1 marschieren wir zusätzlich zum 1.3 Meilen entfernten Visitor Center. Die Gegend ist einfach wunderschön, mehr muss/kann ich nicht sagen. Die Morgen verbringen wir jeweils mit Nichtstun, resp. an der Sonne sitzen. So stelle ich mir eigentlich meinen Dezember vor. Zum Visitor Center, resp. dem Namen dessen, noch eine traurige Story. Am 9. August 2002 wurde ein Ranger von mutmasslichen Drogenschmuggler getötet. Zwei Gedenktafel erweisen ihm Ehre.

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Die Hälfte des National Monuments ist übrigens off-limits für Besucher. Im Norden der USA und Kanada wird vor Bären gewarnt, hier unten vor Drogen- und Menschen-Schmugglerbanden:

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Trotzdem geniessen wir unsere Wüstenwanderungen, es könnte wirklich schöner nicht sein!

Was wir allerdings nicht gewusst haben: After 11 years, Organ Pipe Cactus National Monument reopens. Die Anzahl von Border Patrol Officer hier wurde von 25 auf 500 erhöht!

Noch etwas angenehmeres zum Schluss:

Twin Peaks und Saguaros

Twin Peaks und Saguaros

Grössenvergleich: die Orgelpfeifen sind wirklich keine Stubenkakteen

Grössenvergleich: die Orgelpfeifen sind wirklich keine Stubenkakteen

7. Dezember 2014 – Organ Pipe Cactus N.M.

Das Wetter ist gut, die Temperatur hinkt noch etwas hintendrein ist aber dank Elektoheizung gut zu ertragen. Nach einer Dusche und anständigem Morgenessen machen wir uns auf die 160 Meilen lange Reise zum Orgelkatus National Monument, hart an der Mexikanischen Grenze. Die Fahrt weiter nicht spektakulär, arizonisch eben (will aber nicht heissen langweilig/öde). Immer wieder erscheint ein zackiger Gebirgszug, Namen leider nicht bekannt, da unsere Strassenkarte sich eben auf Strassen beschränkt. Einzig die hinter den Campingplatz aufragenden, wirklich schön anzuschauenden Berge kann ich mit Namen nennen: die Kofa Mountains. Leider führt keine Strasse nur annähernd in die Nähe dieser pittoresken Bergkette. Wir näheren uns allmählich Gila Bend, einem ziemlich trostlosen Kaff, das angeblich 2,000 Einwohner beherbergen soll. Hier biegen wir südwärts auf den 85 South und schaukeln durch immer schöner werdende Wüstenlandschaft. Kein Vergleich mit der trostlosen, dürren Anza in Kalifornien. Hier hat es Regen gegeben, die Saguaros stehen gross und stolz, die Chollas nicht alle schwarz und verdorrt sondern gelb und gesund dreinschauend. Wir erreichen Ajo (Knoblauch), ein eigentlich hübsch anzuschauendes, ehemaliges Minenstädtchen mit immerhin 3,700 Einwohnern. Wir merken uns dies für einen Besuch auf dem Retourweg vor. Die Fahrt geht weiter, immer noch sind 30 Meilen zurückzulegen. Bei Why, 12Meilen südlich von Ajo dann eine (eigentlich schon lange erwartete) Kontrolle der allgegenwärtigen Border Patrol. Hier stehen mindestens 50 Fahrzeuge ebendieser Behörde rum, kaum zu glauben, welcher Aufwand hier getrieben wird, die Grenze ‘sauber’ zu halten. Wir erreichen das National Monument, die US Flagge hängt (kein Wind) auf Halbmast. Wohl wegen dem Missgeschick im Yemen vor ein paar Tagen. $8 Eintritt wären fällig, unser Access Pass hilft uns einmal mehr. Die $80 haben wir in den knapp 5 Monaten sicherlich drei Mal ‘rausgeholt’. Weiter zum Camping, der über 200 Sites aufweisen soll. Oh Wunder, die meisten sind leer! Wie immer bei leeren Plätzen gibt es ein ‘Gschnorr’, welches Sites denn nun das Beste wäre. Relativ schnell einigen wir uns auf die Nummer 147 im Nicht-Generatoren Bereich. Zwischen Generator und Nicht-Generator hat es zwei Puffer Loops, welche jedoch geschlossen sind. Sehr vorbildlich, dies müsste auf allen Plätzen so eingerichtet werden. Die Generator Zeiten (so man denn darf…) sind 8 bis 10 Uhr und 16 bis 18 Uhr. $12 wollen berappt werden, geboten werden grosszügige Facilities mit Duschen, eine Dump Station, Frischwasser, perfekt! Die Sites im übrigen alle sauber betoniert, wenn auch nicht ganz level. Das Wetter hat sich mittlerweile verschlechtert, trotzdem ist es schön warm, aber viele Wolken verderben den Brei (….oder so). Wir sitzen draussen und geniessen die himmlische Ruhe, das Altersheim gestern war etwas an der akustischen Schmerzgrenze. Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den eine Meilen langen Perimeter Loop, einmal um den Campingplatz. Die Organ Pipes wirklich sehr schön anzuschauen, die Saguaros habe ich bereits erwähnt…die Chollas, Barrel und Fishhook Kakteen und viele weitere…ein botanisches Paradies. Nach der Umrundung schnappe ich die Kamera und gehe alleine auf Kakteenjagd und es macht ungemein Spass!

Organ Pipe N.M., Arizona

Organ Pipe N.M., Arizona

Organ Pipe N.M., Arizona

Organ Pipe N.M., Arizona

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Organ Pipe Cactus NM, AZ

Zufrieden bin ich zur Apérozeit zurück und wir sitzen draussen und starren in die schöne Landschaft hinaus während ein R. durch unsere Kehlen fliesst. Uns ist die Situation schon klar. Hier unten ist ein Menschen- und Drogenschmuggel Hotspot. Gemäss Parkbroschüre hatte man alleine in 2013 4,000 Festnahmen zu verzeichnen. Eine Aufteilung in Illegale und Drogenschmuggler wird leider nicht gegeben. Dies erklärt nun auch das Grossaufgebot der Border Patrol. 100,000 Pfund Marijuana wurden (ebenfalls 2013) hier beschlagnahmt. Lukeville, das US Grenzdorf ist von hier 5 Meilen entfernt, Sonoyta, das mexikanische Pendant 7 Meilen. Verhaltensregeln, sollte man Illegale antreffen, die um Wasser betteln: nichts geben! 911 anrufen, die ‘Fachleute’ wissen besser, wie mit den armen Kerlen umzugehen ist……

Twin Peaks und lauter Saguaros...keine Orgelpfeifen weit und breit.....

Twin Peaks und lauter Saguaros…keine Orgelpfeifen weit und breit…..

6. Dezember 2014 – Wellton, AZ

Samichlaus! Das Wetter ist im Begriff sich zu bessern. Der Westhimmel bereits klar, im Süden und Osten jedoch noch grosse Wolkenbänke. Gegen Mitternacht kamen ein paar Motorradfahrer angebraust, vollführten einen Heidenkrach und sind dann weiter in die Wüste raus gebrettert, nicht auf vorhandenen Strassen, wie es nur erlaubt wäre, einfach quer wüstein. Keine Mutmassung meinerseits, sondern nach intensivem Reifenspurenstudium geschlussfolgert. Die Krachmacher haben jedoch nicht hier campiert, müssen also von weiter weg gekommen sein….. Wir brechen unsere Zelte hier ab, es soll nach Arizona rüber gehen. Schnell sind wir auf dem Freeway Nummer 8 und fahren gemütlich mit 55 mph ostwärts. Erlaubt wären 70 mph, was die meisten Verkehrsteilnehmer auch wirklich auskitzeln. Manche kitzeln noch mehr und werden dann prompt von der allgegenwärtigen Highway Patrol rausgepflückt. Wir passieren die imposante Algodones Sand Dunes, wirklich wie in der Sahara nur leider völlig in Beschlag genommen von OHV ‘Enthusiasten’, jede Düne mit unzähligen Reifenspuren verunziert, da würde wohl auch kein Orkan helfen diese Wunden zu heilen. Yuma (pop. 80,000, im Winter Tausende mehr, elev. +/- 0) ist schnell erreicht und kommt eher hektisch rüber. Die Stadt im Winter ein riesiges Altersheim. Wir haben Mühe einen Lebensmittelladen ausfindig zu machen, müssen ein paar Meilen jenseits der Stadt umdrehen und zurück kurven. Dann erspähen wir endlich einen Albertsons und können unsere wenigen Einkäufe erledigen. Das Benzin hier übrigens konkurrenzlos günstig: $2.64 die Gallone! Wir fahren weiter ostwärts mit Ziel Wellton (pop. 3,000, elev. immer noch tief), hier soll es ebenfalls, wie in Yuma, unzählige RV Parks haben. Nach etwas über 30 Meilen sind wir am Ziel und werden aber nicht recht glücklich, die Auswahl eher bescheiden und eher auf Trailer Park Niveau. Es findet sich ein ‘Laden’, Tierdrop Hilltop mit Namen. Für $27 wird dem Reisenden Einlass gewährt. Dies ein klassischer Snowbird Park, Durchschnittsalter weit über dem unsrigen, das ja auch nicht mehr sooo tief ist. So stehen wir nun inmitten der Rentner aus dem Norden der USA und natürlich Kanada auf einem mehr oder weniger ebenen Kiesplatz. Die Facilities sind ebenfalls im fortgeschrittenen Alter, jedoch sauber. Der Geräuschpegel der Mitcamper enorm hoch, kaum jemand unterhält sich in normaler Lautstärke, man schreit, was die alternden Lungen eben noch hergeben. Nach Apéro Time wird es langsam erträglich, die unzähligen Versammlungen lösen sich auf und man begibt sich zurück in die eigenen vier rollenden Wände. Bleibe noch anzumerken dass es eigentlich schön warm ist und die nahen Güterzüge zur Abwechslung nicht hupen wie die Idioten. Doch das Benzin ist etwas teurer als in Yuma: $2.72. Es ist 18:30 Uhr und wunderbar ruhig, sind wohl die Rentner alle mit ‘mampfen’ beschäftigt.  Wellton hat knappe 3,000 (permanente) Einwohner, jetzt im Winter noch ein paar Hundert mehr.

5. Dezember 2014 – Anza Borrego Desert II

Die Nacht war relativ mild. Die Gasheizung kommt nur kurz zum Einsatz. An der Wetterfront schaut’s weniger rosig aus: total verhangen! Dies obwohl es gestern Nacht sternenklar war. Da es aber weder kalt noch windig ist, haben wir keine Ausrede um nicht Wandern zu gehen. So marschieren wir durch die ziemlich ausgedorrt anzuschauende Wüste. Mehr als die Hälfte der Kakteen scheinen tot zu sein. Nur wenige dürre Ocotillos stehen noch, die meisten liegen als Leichen am Boden und schauen aus wir verdorrte Riesentintenfische. Wir erreichen den ersten der hier zahlreich vorhandenen Palmhaine, mitten in der felsigen, kahlen Wüste ein eher ungewöhnlicher Anblick. So geht es kreuz und quer durch die hügelige Landschaft, immer von einen zum nächsten Palm Grove. Lunch gibt’s zu Hause, die Wanderung war nicht lange genug um draussen in der Natur zu Essen. Danach ein kurzer Schlaf und etwas am Computer rumdrücken und wir machen uns erneut auf Wanderschaft. Ziel soll der 2.3 Meilen entfernte Bow Willow Campground sein. Die Landschaft wie am Morgen gehabt: eher auf der langweiligen und düsteren (das Wetter hilft mit, die Düsterkeit zu unterstützen) Seite. Der Camping sieht ziemlich heruntergekommen aus, gerade mal ein Camper hat sich hier draussen niedergelassen, ob man die einst geforderten $15 auch jetzt noch bezahlen muss, wissen wir nicht. Wäre auch ziemlich überrissen, geboten wir ausser einer Pit Toilet nämlich nichts. Es geht zurück zum Mountain Palm Springs Campground. Der Tag nähert sich unerbittlich seinem frühen Ende. Apéro-Zeit ist nicht mehr weit. Nach dem Abendessen und guter Musik ist bald Sendeschluss hier draussen in der wunderbarer Ruhe. Die Anza-Borrego Wüste, 2,418 Quadratkilometer gross, soll eine der heissesten und trockensten Gegenden der USA sein. Es folgen noch ein paar Impressionen der heute durchwanderten Landschaft:

 

South West Grove. einer der zahlreichen Palmenhaine mitten in der Steinwüste

South West Grove. einer der zahlreichen Palmenhaine mitten in der Steinwüste

Die lange Dürre hat auch hier ihres Spuren hinterlassen. Alles ist knochentrocken bis abgestorben

Alles ist knochentrocken bis abgestorben

Ein einst stattlich hoher Ocotillo Busch.....

Ein einst stattlich hoher Ocotillo Busch…..

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

Mountain Palm Springs CG, Anza Borrego

 

4. Dezember 2014 – Anza Borrego Desert

In der Nacht war fertig mit Sprühregen, die Sintflut trommelt unablässig aufs Camperdach. Nicht ganz angenehm war demzufolge unser Schlaf, auch war es und ist immer noch 18°. Um 8:00 Uhr kriechen wir aus den heissen Federn und schauen fachmännisch/frauisch gen Himmel. Da und dort ein klitzekleines Stück blauer Himmel, also sind wir hoffentlich auf dem Weg zur Wetterbesserung. Nach Morgenessen und Dusche machen wir uns auf den Weg runter in die Wüste. Noch Benzin ($3.02/gallon) und Propan ($30 für 10 Gallonen) gebunkert und in einem sehr guten Sprouts (Müesli und Nüsse bis zum Abwinken sind im Angebot!) eingekauft und die Fahrt geht ostwärts über die Berge. Immer auf der Interstate 8, die hier bekannt ist für starken Wind, doch wir kommen ungeschoren davon. Die Strasse führt auf über 4,000’ hoch, dann in schönen Kurven, wenn auch recht steil, talwärts nach Ocotillo. Jedes dritte Fahrzeug ein weiss/grünes SUV der Border Patrol. Mexico ist sehr nahe! In Ocotillo, nichts wirklich tolles dorf/stadtmässig gesprochen, machen wir einen Lunchstopp. Wieder steht da in Jeep der Border Patrol, die beiden Beamten nicken uns nur zu, keine Kontrolle. Die kommt wenige Meilen später, mitten in der knochentrockenen (obwohl es gestern auch hier geregnet hat) Wüste. Wir werden von 4 Border ‘Patrolisten’ angehalten und nach unser Citizenship gefragt. Bei Swiss stutzt der Beamte ein wenig und meint, ob wir ‘Naturalized’ seien. Nein, sind wir nicht, also fragt er nach den Pässen: kein Problem, wir haben nix zu verbergen. Nach etwas Blättern im Pass und Small Talk über unser Motorhome lässt man uns ziehen. Mitgegeben wird die Warnung, die Strasse werde sehr kurvig, wir sollten vorsichtig fahren. Wir wagen dem freundlichen Officer nicht zu sagen, dass wir bereits hier durchfuhren, als er noch im Kindergarten war. Der Sweeny Pass ist wirklich kurvig, am Strassenrand wird gerade ein völlig demoliertes Auto auf einen Tow Truck gezogen, vielleicht hätte man dem Unfallfahrer auch den Rat mitgeben sollen, vorsichtig zu fahren. Nach wenigen Meilen erscheint der Klein Camping mit dem klangvollen Namen Mountain Palm Springs. Zwei Fahrzeuge stehen bereits im Nichts draussen, da wird es wohl auch Platz für ein drittes haben.  Es hat, wir stehen nach ein paar Parkversuchen ziemlich gerade und (noch) isoliert in der Wüste. Leider ist das Wetter noch nicht wüstenhaft, dicke Wolken ziehen immer noch über die Laguna Mountains. Der Abend wird ruhig, sieht man einmal vom regen Luftverkehr ab, Helikopter und ähnliche Fluggeräte kurven sehr häufig durch die Gegend…..ob dies wohl mit der nähe zur Mexikanischen Grenze tu tun hat? Habe, aus Sentimentalitätsgründen, meine alten Tagebücher konsultiert und siehe da: heute vor exakt 19 (!!) Jahren waren wir hier. Es folgt ein copy-paste:

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4. DEZEMBER 1995

Um 7.00 Uhr müssen wir auf um uns von den Kindern und Francie zu verabschieden. Es soll heute in die Wüste gehen, das Wetter spielt immer noch mit, die Temperatur bereits angenehm. Dann die Hiobsbotschaft, die Filme, welche wir letzte Woche abgeschickt hatten, sind bis dato nicht beim Labor eingetroffen! Uly telephoniert hin und her, Hedi tut ein gleiches. Es handelt sich hierbei um meine bisher besten Aufnahmen überhaupt! Abwarten und beten oder Tee trinken. Wir kurven nach Santa Ysabel hoch. In Ramona bunkern wir noch Propan für $0.99 die Gallone. Hedi ist ganz ausser sich, soviel sei in dieser Woche geschehen und Roy habe ein neues Auto gekauft. Der Taurus hat scheinbar seinen Geist endgültig und vorzeitig ausgehaucht. So geht man hierzulande einfach, ohne einen Dollar in der Tasche1, zum nächsten Dealer und bestellt einen neuen Wagen, diesmal einen Toyota Previa. Nach verspiesenem Lunch fahren wir weiter, wollen wir doch bei Zeiten im Mountain Palm Springs Camp ankommen. Wir nehmen die einfachere Strasse über San Felipe (Banner Grade ist uns zu steil & kurvig!). Doch nach ca. 5 Meilen auf der S2 hält uns ein älterer Mann vor einer Kurve an. Er erklärt uns, wenige Meter weiter sei ein fürchterlicher Unfall passiert, man warte auf einen Helikopter und die Strasse sei seit einiger Zeit gesperrt. Wir schauen uns die Sache an, natürlich nur die Warteschlange, den Unfall selber bekommen (und wollen auch nicht) wir nicht zu Gesicht. Wir drehen um und nehmen die S22 runter nach Borrego Springs. Diese Strasse ist ziemlich steil, aber es bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Über der Wüstenebene hängt eine schmutziggelbe Glocke! Smog in der Wüste? Muss wohl vom Imperial Valley und von Mexicali herstammen. In Borrego biegen wir auf die S3 (Yaqui Pass Road) ab. Diese bringt uns auf den 78er. Diesem wiederum folgen wir einige Meilen westwärts bis zum Abzweiger auf die S2, hier nun pompös Great Southern Overland Stage Route of 1849 genannt. Die Fahrt zieht sich ziemlich in die Länge, normalerweise eine Sache von etwas mehr als einer Stunde (ab Santa Ysabel), benötigen wir jetzt mehr als zwei Stunden bis zum Mountain Palm Springs Camp. Wir sind fast allein, nur ein 5th-Wheel steht noch weit entfernt von „unserem“ Nudisten-Site. Es hat gemeinerweise hohe Wolkenfelder, aber es ist mehr als nur angenehm warm. Die Sonne verabschiedet sich um 16.00 Uhr, aber die Temperatur bleibt auf annehmbarem Niveau. Die Ruhe hier draussen ist einfach ein Renner, besonders nach einer Woche El Cajon!

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3. Dezember 2014 – Santee II

Der Himmel ist total verhangen, aber es ist mild: 17° sind anständig und dabei weht auch noch kein Lüftchen. Heute machen wir nichts, ausser zum Office marschieren und für eine weitere Nacht bezahlen. Der Regen kommt und geht, nicht sintflutartig, mehr ein feiner Sprühregen. So kann die knochentrockene Landschaft die Feuchtigkeit langsam einsaugen. Aber der eine Regen jetzt reicht laut Wettergurus bei weitem nicht, die fehlenden Regenjahre zu kompensieren. Wir feilen fleissig an unseren kommenden Tasmanien/Neuseeland Ferien, das stabile und einigermassen schnelle Internet lässt dies hier ungehindert zu. Eine kleine Übung machen wir trotzdem: den Wagen schnell eine Runde um den Loop schaukeln, das Wasser muss vom Dach und es hat einiges oben. Mehr gibt es nicht zu berichten, wir haben unsere Ruhe, die Nachbarn leise und weit entfernt. Santee soll übrigens die niedrigste Crime Rate aller Städte des San Diego Counties (pop. 3,100,000) haben. Das gestrige Ereignis ist wohl noch nicht in die Statistik geflossen…..