22. bis 25. Juni 2016 – Vancouver, again!

Die Nacht gar sehr gut auszuhalten. Dieser Platz hier ist für eine Nacht durchaus zu empfehlen. Wir nehmen es gemütlich, sollen doch zuerst diejenigen, die es eilig haben an der Grenze anstehen. Wir plaudern noch eine Weile mit den Schweizer Velofreaks, räumen aber dann nach 10:00 Uhr unser Site und auf geht’s nach Kanada. Noch schnell ein paar Gallonen, na ja, stattliche 37 davon, günstiges Benzin gebunkert und wir sind auf dem Freeway. Erneut verlassen wir die Autobahn kurz vor der Grenze bei Blaine und kurven auf der Strasse Nummer 15 auf ein ‘Nebenzollamt’. Oh Wunder, keine Wartschlange, wir sind nach fünf Minuten durch, die üblichen inquisitorischen Fragen (wieso braucht ihr ein B-2 Visum?), das  war’s denn auch schon. Auf schlechter Strasse geht’s nun zum Trans Canada Highway hoch. Sprit kostet hier übrigens CAD 1.25 pro Liter, ungefähr USD 3.70 pro Gallone, nicht schlecht, Herr Specht! Die Autobahn ist erreicht und wir preschen westwärts, Vancouver entgegen. Eine Stadt (oder bereits Vorort von Vancouver) nach der anderen wird durchfahren, der Verkehr dicht und schnell unterwegs. Es geht über den Fraser River, Brückenmaut wird fällig (Port Mann Bridge). Wir nehmen die erste Ausfahrt und steuern, wie letztes Jahr, die TReO an. 2. Stock, wie gehabt, und wir berappen die Zeche. Nun sind nur noch CAD 3.15 (einfach) fällig, letztes Mal, CAD 12.00 (retour), verstehe einer den Tarifdschungel. Dann machen wir auf dem kleinen und engen Parkplatz vor dem noblen Gebäude Mittagsrast. Danach nehmen wir die letzten paar Kilometer bis zum Capilano River RV Park unter die Räder. Der Verkehr sehr dicht, auf der Gegenseite wegen eines Unfalls kilometerlanger Stau. Der Platz, verkehrstechnisch sehr gut gelegen, ist schnell erreicht und eingecheckt ist auch schnell und diesmal erst noch sehr freundlich. CAD 220 werden für 4 Nächte fällig, unser Site eng, aber sehr gut und relativ ruhig gelegen. Anschluss ‘nur’ 15 Amp, aber dies reicht uns allemal. Verglichen mit San Francisco gerade zu günstig: USD 43 pro Nacht gegenüber USD 90 (cash, sonst USD 96.50) für den Candlestick RV Park. Die Facilities sind anständig, wenn auch etwas klein, aber momentan ist noch nicht Hochsaison und der Ansturm hält sich in Grenzen. Das WiFi leider für die sprichwörtlichen Füchse, lieber durch Rauchzeichen mit der Aussenwelt kommunizieren, als auf das  l a n g s a m e  Internet warten! Nach kurzem Ausruhen machen wir uns auf den Weg rüber ins grosse Shopping Center, Park Royal mit Namen. Wir brauchen Geld und zwar kanadisches. TD, CIBC, RBC, Scotia, BMo sind ja allgegenwärtig. Ich wähle die Bank of Montréal. Dann wieder zurück auf den Camping und einen Teil des Geldes in Münzen wechseln, die Busse akzeptieren kein Papiergeld! CAD 4 für eine Fahrt über zwei Zone (90 Minuten gültig) ist verglichen mit SF eher auf der teuren Seite. OK, wieder rüber zum Shopping Center und auf einen Bus gewartet, von 250 an aufwärts sind die brauchbaren Nummer für uns. Wir sind nicht die Einzigen, die auf eine Mitfahrgelegeheit hoffen, die Warteschlange ganz ansehnlich (es ist 15:00 Uhr). Ein Bus kommt und wird sogleich geentert, die Disziplin eher halbherzig. Trotz immensem Verkehr sind wir in kurzer Zeit in der Stadt, der Bus fährt meist auf einer eigenen Spur und zieht mühelos an der Blechlawine vorbei. Wir steigen an der Ecke Georgia/Burrard aus, ziemlich im ‘Kuchen’. Dann marschieren wir durch die lebhafte Innenstadt, zuerst etwas der Robsonstrasse entlang, dann Richtung Yaletown, einer der hippen Quartiere, dort befindet sich auch das Simply Thai Restaurant, unsere Wahl für das Abendessen. Erneut fällt die Asien-Lastigkeit der Stadt auf. Noch mehr Asien und man ist dann wirklich in Asien. Der Laden öffnet seine Pforten erst um 17:00 Uhr und so schlendern wir hin und her, der Wind immer auf der eher kalten Seite. Es ist Zeit, wir stürmen das kleine Restaurant, natürlich sind wir die ersten Gäste. Die Speisekarte gross, der Service (eine Filippina) sehr freundlich. Ein Beefsalad, ein Yellow Seafood Curry und ein Seafood Pad Thai werden geordert. Die Speisen kommen, mögen dann allerdings unsere heiklen Gaumen nicht ganz zu befriedigen. Einzig der Wein (2 Glas für CAD 18!) mag uns sehr zu überzeugen: ein Pinot Noir der Mission Hill Winery schmeckt phänomenal. Die Zeche: CAD 85! Es kann zur Busstation zurück gehen, noch immer herrscht Hochbetrieb in der Innenstadt. Doch auf einen Bus müssen wir länger warten, er kommt und ist auch nicht ganz leer. Das Wetter hat sich massiv verschlechtert, es ‘finserlt’ sogar dann und wann. Relativ zügig sind wir dann wieder jenseits der Lions Gate Brücke im nun recht vollen RV Park. Der Abend wird relativ ruhig, der Strassenlärm natürlich unüberhörbar, doch zumindest sind alle Nachbarn auf der leisen Seite.

Ich fasse die nächsten, ähnlichen Tage zusammen. Am 23. Juni regnet es von frühmorgens bis spätabends, sehr unangenehm. Wir fahren nicht in die Stadt, sondern wagen uns nur schnell rüber ins Park Royal Shopping Center (200+ Läden), etwas Essbares muss erworben werden. Ein riesiger und teurer Whole Foods Market bietet sich an. Wir kaufen eine gegrillte ‘Bibe’ und zwei hervorragende Laugenbrötli (Swiss Bakery, CAD 1.90 das grosse Stück). Um den Regen etwas zu vergessen leisten wir uns eine Flasche Mission Hill’ 5 Vineyards’ Cabernet/Merlot zu etwas über CAD 20. Zurück im Camper dann ein ausgedehntes Mittagessen inkl. Mittagsschlaf (ein Danke an den sehr guten Wein). Viel läuft heute nicht mehr, das Abendessen spartanisch, logischerweise.

Stubenarrest in Vancouver

Stubenarrest in Vancouver

Das Wetter ist etwas besser, aber Regen ist trotzdem angesagt. Wir wollen in die Stadt, allerdings mehr ÖV-mässig als zu Fuss unterwegs sein. Wir erwerben einen Tagespass zu CAD 9.75 welcher für alle Art von Personentransport gültig ist: Bus, Zug oder Boot. Einmal mit dem Bus die Innenstadt erreicht, suchen wir den Bahnhof, finden ihn auch, allerdings den falschen. Der nächste Versuch wird dann von Erfolg gekrönt, wir nehmen einen der Sky Trains genannten Vorortszüge raus in die recht ausgedehnten Vorstädte von Vancouver. Das Wetter ist schlecht, dicke, schwarze Wolken hängen über uns. Draussen in der Pampa (New Westminster) steigen wir aus, nur um festzustellen, dass wir hätten sitzenbleiben können, der Zug macht eine grosse Schlaufe und fährt wieder in die Innenstadt zurück. Also auf den nächsten führerlosen Zug gewartet und die Fahrt kann weitergehen. Wir steigen bei Broadway aus und nehmen dann einen Bus der den ganzen Broadway abfährt, eine lange Fahrt. Doch die Fahrt bringt uns direkt nach Kitsilano raus, wollen wir doch zum Vietnamesen (Pho Japolo). Trotz schlechtem Wetter gefällt uns die Stadt immens gut. Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: hier könnte ich leben! Es folgt ein sehr gutes und günstiges Mittagessen, CAD 22 plus Tip sind mehr als gut investiert. Danach schlendern wir durch das sehr schöne und quirlige Kitsilano, ich meinerseits mache eine halbe Stunde Pause und lasse mir die Haare schneiden. CAD 17 wären fällig ich gebe gerne ein grosszügiges Trinkgeld, die Dame macht ihre Sache sehr gut und der Laden strahlt eine ganz gemütliche Atmosphäre aus. Dann bestaune ich nochmals (wie letztes Jahr) die schönen, aber teuren Häuser an der 11th Avenue. Wenn wohnen, dann wohl hier! Es kann ‘nach Hause’ gehen, ein Bus kommt nach kurzem Warten angebraust und bringt uns im Eiltempo in die Innenstadt. Dann ein längeres Warten auf einen 250er Bus, doch er kommt und nimmt uns mit über die Brücke. Zurück auf unserem Site bereiten wir uns für den Abend vor, Abendessen wieder leicht, Lunch war reichlich. Erneut haben wir Glück mit dem Krach etwaiger Nachbarn, alle ruhig, einzig der konstante Verkehr über die nahe Brücke stört.

Das schöne Wetter lässt weiterhin auf sich warten. Grau in Grau! Heute machen wir einen grösseren Umweg in die Stadt, der Lonsdale Quay in North Vancouver steht als Zwischenhalt an. So fahren wir mit dem Bus Nummer 239 (Capilano University) durch das lebhafte und eher gediegen daherkommende North Vancouver. Nach längerer Fahrt hält der Bus unten am ‘Fährhafen’. Hier geht es nun kunterbunt zu und her, es ist Samstag und eine Art Markt findest statt. Alles wäre zu haben, Lebensmittelmässig versteht sich. Eine verdünnte Ausgabe von Granville Island, aber Gott sei Dank ohne die Horden von Touristen. Der Blick über den Burrard Inlet nach Vancouver ganz imposant, trotz schlechtem Wetter. Nach 45 Minuten Sightseeing nehmen wir den SeaBus. Dieser bringt uns in kurzer Zeit rüber in die Stadt an die dortige Waterfront. Hier ankern gerade zwei grosse Kreuzfahrtschiffe: Coral Princess (300 Meter lang, 2,000 Passagiere, 900 Crew) und Nieuw Amsterdam (285 Meter lang, 2,100 Passagiere und 930 Crew).

Nieuw Amsterdam

Nieuw Amsterdam

Coral Princess

Coral Princess

Beide gehören der grössten Kreuzfahrtgesellschaft der Welt: Carnival. Die Riesendinger stehen praktisch in der Innenstadt! Sehr fotogen, hätte man eine Kamera dabei! So gibt’s halt ein paar Schnappschüsse mit dem kleinen Samsung Tablet.

Nieuw Amsterdam

Nieuw Amsterdam

Coral Princess

Coral Princess

Endlich kann ich mich los reissen und wir machen dem Visitor Center ums Eck unsere Aufwartung. Doch viel brauchbares Material können wir nicht ergattern. Es geht auf den Bus, müssen wir doch wieder nach Kitsilano rauf/raus oder rüber. Der uns bestens bekannte 22er bringt uns ohne Umschweife, zwar durch dichten Verkehr, dorthin. In meinem Möchtegern Wohnort spazieren wir noch eine halbe Stunde durch ruhige Seitenstrassen und schauen uns die schönen Häuser an. Dann aber ab erneut  zum Vietnamesen: Pho Japolo (2807 W Broadway, Ecke Broadway/Macdonald). Heute soll es Pho sein, CAD 10 die grosses Schüssel, CAD 9 die nur wenig kleinere. Ich halte mich an bewährtes Fleisch, meine mutige Ehefrau aber will Sehnen und Kutteln mit in der Suppe haben….jedem das Seine. Meine Suppe schmeckt mir ausgezeichnet, noch besser, als die diesmal nicht ganz überzeugende El Cajon Version. Nun marschieren wir zur 4th Avenue hoch und statten einem riesigen, aber leider schweineteuren Liquor Store einen Besuch ab. Wir kaufen nix! Es geht auf den Bus, heute fahren sie nicht ganz so oft wie unter der Woche. Auch einen 250er erwischen wir in der sehr hektischen Innenstadt. Beim Park Royal Shopping Centre North statten wir dem BC Liquor Store einen Besuch ab. Die Preise hier sind etwas vernünftiger als im vorher besuchten ‘privaten’ Weinladen, aber immer noch hoch. Ein YT ist netto CAD 11.50 plus dann natürlich 15% Tax, also CAD 13.20 oder USD 10. Der Abend wird erneut ruhig, das Wetter könnte auf dem Weg zur Besserung sein, vielleicht auch nur ein Wunsch unsererseits.

Capilano River RV Park, Vancouver

Capilano River RV Park, Vancouver

21. Juni 2016 – Bellingham, WA

Die Wetter, welches eigentlich schön sein sollte, macht uns den Abschied hier einfach: grau in grau. Einmal mehr kurven wir zum Washington Pass hoch, der Liberty Bell Mountain heute nicht auf der fotogenen Seite, es geht runter, dann wieder rauf, der Rainy Pass ist erklommen. Nun geht’s stetig runter, der Landschaftseindruck eigentlich stark, wäre nur das Wetter besser. Es sieht hier aus wie in Kanada, das ja auch gleich ‘nebenan’ ist. Einen Stopp erlauben wir uns beim Aussichtspunkt auf die beiden Dämme von Seatle City Light, Ross Lake und Diablo Lake. Etwas viel Stromleitungen hängen hier in der ansonst wilden Gegend herum. Wir passieren den von uns nicht sehr geliebten Colonial Creek Campground, hinter diesem ragt hoch und stolz der Colonial Peak in den Nebelhimmel. Nun wieder etwas in die Höhe bevor dann die Strasse immer dem Skagit River entlang talwärts führt. Die Gegend ist ansprechend, doch für ein Foto reicht es eben doch nicht ganz. Langsam taucht Zivilisation auf, doch dazwischen wird der Regenwald immer dichter. Sieht aus wie im tiefsten Hoh Rainforest draussen auf der Olympic Halbinsel. Bei Concrete dann der letzte Stausee für das stromhungrige Seattle, der Baker Lake. In Sedro-Woolley machen wir einen kurzen Halt, Propan ist für einen Schleuderpreis zu haben: USD 1.49 die Gallone, in Tucson: USD 3.03!! Ein nächster, längerer Halt, inklusive Lunch in Burlington. Ein Haggen Supermarkt bietet sich an. Sehr gepflegt und sehr gepfefferte Preise. Weiter soll’s gehen, jetzt auf dem I5 in sehr dichtem und schnellem Verkehr. Doch Bellingham ist nicht mehr weit und der Campingplatz (Bellingham RV Park) gleich an der Ausfahrt gelegen. Für knapp USD 40 stehen wir auf einem eher nüchternen Platz, doch die Facilities sind, wenn auch klein, blitzschnell und das WiFi blitzsauber (…oder umgekehrt?). Das Wetter hat sich gebessert, es ist schön warm und so können wir draussen sitzen und die nicht ganz so ruhige Natur hier zwischen Autobahn, Flugplatz und Schienenstrang geniessen. Abends kommt noch ein Camper mit Berner Nummernschilder angebraust, Velo-Freaks. Das Dinner: ein Yellow Curry Schweinefilet mit Spaghetti, Fusion Küche, aber opersappertonihaft gut! Der Abend wir erstaunlich ‘ruhig’, der Verkehr ist nicht sooo gut zu hören, ganz im Gegensatz zum letztjährigen Camping hier bei Ferndale: hart am Freeway!

Bellingham RV Park, Bellingham

Bellingham RV Park, Bellingham

19. und 20. Juni 2016 – Lone Fir CG, Mazama, WA

Uuii….wir schlafen bis 8:30 Uhr! Das Wetter ist perfekt, blauer Himmel und mit der Temperatur geht’s langsam aufwärts. Wir räumen das Feld und fahren die 30 Meilen hoch zum Lone Fir Campground. Es geht durch das Touristenstädtchen Winthrop, erinnert stark an Julian, ist doch heute Sonntag. Ein Parkplatz zu kriegen ist schon ziemlich Glückssache, doch wir halten nicht an (wo auch?) und wagen uns weiter in die Höhe der North Cascades rauf. Bis zum Minidorf Mazama begleitet uns immer noch der Methow River, aber dann folgt die Strasse dem Early Winters Creek (hoffentlich kein Zeichen…?) und sie steigt auch merklich an. ‘Unser’ Camping ist schnell gefunden und präsentiert sich als praktisch leer. Noch immer werden USD 12 fällig, geboten Pit Toilets und da und dort ein Wasserhahn. Doch die Toiletten sind recht sauber und die einzelnen Stellplätze angemessen weit voneinander entfernt. Wir zahlen und kurven sogleich zum Washington Pass (5,477’) hoch, das anständige Wetter muss ausgenützt werden. Natürlich hat es inzwischen etliche Wolken am blauen Himmel, doch der Schönwettereindruck überwiegt. Der Aussichtspunkt ist nach nur sechs sehr steilen Meilen erreicht, der Schnee ist weg, zumindest auf dem Parkplatz, doch im Wald liegt noch einiges der weissen Pracht. Ich finde einen neuen Fotostandort, dieser mit mehr waldigem Vordergrund, und gebe mich für die nächste Stunde beschäftig. Der Besucherandrang ist ziemlich stark, wie gesagt, es ist Sonntagnachmittag und jedermann/frau von Seattle und Umgebung scheint hier oben zu sein. Ich marschiere zurück in unser Heim und sichte meine Ausbeute, bin allerdings nicht ganz zufrieden. Nach zwei Stunden hat sich das Wetter massiv verschlechtert, ideale Fotobedingungen! Also wieder hoch zum meinem Standort und das ganze Prozedere erneut durchgespielt. Die Wolken bringen mächtig Stimmung, gefällt mir ungemein. Wieder geht’s nach einer knappen Stunde nach Hause und diesmal bin ich sehr zufrieden mit den Panos. Das Wetter bessert sich wieder und wir kurven runter zum Camping. Natürlich gibt es exakt neben uns Nachbarn, der Campingplatz ist praktisch immer noch leer, aber man, resp. frau muss gerade hier campieren und zwei brüllende Goofen in die ruhige & schöne Natur rauslassen. Apéro gibt’s draussen, es ist schön warm, nur wenn dicke Wolken kommen, wird’s sofort einige Grade kühler. Die Wolken nehmen Überhand, wir verziehen uns in unsere warme Behausung und sind somit etwas vom Gebrüll nebenan abgeschirmt. Abends den Rest des feinen Hackbratens mit einer guten Polenta, danach Musik aus den kleinen Boxen: Beethoven Karajan 1963, für mich DIE Aufnahme (neben Szell, versteht sich)!

Liberty Bell Mountain, North Cascades NP, WA

Liberty Bell Mountain, North Cascades NP, WA

Diese Wetterfrösche, nein Wetterpfeifen! Es soll heute strahlend blau sein, so deren fachmännische Prognose. Grau ist die Farbe des Tages und sie wird es auch bleiben. Zu unserer Schande müssen wir jedoch auch zugeben, erst um 9:00 Uhr aufgestanden zu sein. Trotz miesem Wetter wollen wir rauf in die Cascades, der Lake Ann Trail wäre nicht schlecht. Es geht erneut steil in die Höhe, doch der Wagen verrichtet seinen Dienst ohne Murren (nur mit grossen Spritverbrauch!). Nach dem Washington Pass geht es in die Tiefe, nicht sehr lange, dann wieder hinauf, der Rainy Pass , mickrige 4,855 Füsse hoch, die nächste Hürde. Es folgt sogleich der Parkplatz der auserwählten Wanderung, doch irgendwie sieht’s komisch aus. Zwei Autos stehen herum, ein grosser Baum liegt auf der Strasse, ein Durchkommen ist kaum möglich. Des Rätsels Lösung: der Parkplatz (keine 1,500 Meter über Meer) ist noch zugeschneit! So entfällt wohl auch die Wanderung, liegt doch im Wald um uns herum noch eine Heidenmenge Schnee. Also zurück zum Washington Pass Aussichtspunkt, hier kann ich zumindest nach Herzenslust fotografieren. Die Wolken nun wieder sehr interessant. Ich stehe erneut bei ‘meinem’ Aussichtspunkt und warte auf himmlische Stimmung. Sie kommt und ich bin mehr als nur zufrieden, einiges besser als gestern. Heute werden es fast zwei Stunden, bis ich wieder im Camper bin. Es folgt das Sichten der Ausbeute und ich kann aufatmen, ich habe die Schärfe ‘erwischt’. Das 35mm Objektiv hat Diva-Allüren, ein bisschen daneben mit der Schärfe und alles ist futsch. Ich muss sagen, dass dies das anspruchsvollste der drei alten Pentax Objektive ist, schwer die Schärfe einzustellen und brutal strafend, wenn’s falsch gemacht wurde. Wettermässig sieht’s immer mieser aus, so fahren wir runter, vielleicht gibt’s ja noch ein paar Sonnenstrahlen in tieferen Gefilden. Jawohl, die Sonne macht ein kurzes Comeback, dann ist nun wirklich alles grau in grau und es beginnt zu nieseln. Heute hat es interessanterweise mehr Betrieb auf dem kleinen Campingplatz, der Geräuschpegel noch bei Null, aber es ist erst 18:30 Uhr. Die Geräusche werden nicht lauter….eine angenehme Ruhe herrscht, die Familie mit den lauten Mädels kommt erst um 22:00 Uhr (!!) zurück, nach ein paar Minuten Geschrei ist Nachtruhe. Das Wetter scheint nicht zu bessern, wahrscheinlich werden wir morgen das Feld, resp. den Platz räumen und nach Bellingham rüber/rauf fahren.

Lone Fir CG, Mazama, WA

Lone Fir CG, Mazama, WA

17. und 18. Juni 2016 – Twisp, WA

Nicht ganz so ruhig, wie zuerst erwartet……hat es doch eine Schienenstrang in der Nähe, der auch ab und zu nächtens benutzt wurde. Auch der Freeway (I90) nach Seattle rüber war relativ gut zu hören. Wir machen uns auf die Räder, 160 Meilen sind bis Twisp zurückzulegen. Auch wir fahren ein paar Meilen auf dem 90er Richtung Seattle, aber dann geht’s rechts weg in die Wenatchee Mountains, der Blewett Pass (4,102’) soll erklommen werden. Auch hier ist der Verkehr stark, Trucks in der Überzahl, doch die Strasse ist gut ausgebaut und die Gegend ansprechend, wenn auch halt etwas waldlastig.  Es hätte den einen oder anderen Forest Campground, doch alle sind an der Strasse. Bei Preshastin (auch der Namen des Flusses, welchem wir die letzten Meilen talwärts gefolgt sind) biegen wir in den 2er ein und sind alsbald im etwas arg unübersichtlichen Wenatchee. Äpfel, Äpfel und nochmals Äpfel! Doch es gibt mittlerweile auch Aprikosen und Kirschen zu haben. Wir fahren über den Columbia River (2,000 km lang, 800 davon in Kanada) der hier recht breit daherkommt. Muss wohl an der Staumauer liegen…..Dieser Abschnitt nennt sich nun Lake Entiat. Forschen Tempos geht’s gen Norden. Kurz vor Chelan wechseln wir wieder die Fluss (oder See-)seite und kurven ein paar steile Meilen hoch nach Chelan. Erster und einziger Stopp ist der neue und riesengrosse Walmart, etwas ausserhalb des hektischen Sommerferien Ortes Chelan, 4,000 Seelen stark. Nach üblichem Einkauf geht’s wieder runter zum Fluss, diesmal bleiben wir auf der Westseite des Columbia Flusses, allerdings nur bis Pateros. Hier geht’s links weg Richtung North Cascades, nun dem Methow River folgend. Die Landschaft ansprechend, immer noch eher High Desert mässig, doch der Waldbestand wird langsam dichter. Twisp (pop. fast 1,000) ist erreicht, der Riverbend RV Park noch ein paar Meilen weiter bergauf. Der Platz ist nicht sehr gut besucht, sehr zu unserem Gefallen, doch es ist Freitag, es könnte sich noch ändern. Zwei Nächte hier mit Full Hook-up machen uns um USD 70 ärmer. Letztes Jahr bezahlten wir alleine für Strom/Wasser USD 38 für einen Tag! Die Nachbarn halt unvermeidlich und eben typisch amerikanisch, der gesamte Hausrat und alle Spielzeuge mit Motor müssen angeschleppt werden. Dann sitzen die Leute draussen und starren in die Landschaft hinaus. Bald werden jedoch die ersten Lagerfeuer in Gang gebracht. Auch wir sitzen draussen an der anständig warmen Sonnen und schlürfen ein Redds. Der Methow Fluss in ‘Spuckweite’ unseres Stellplatzes, doch leider gibt’s nichts abzulichten. Das schlechte Wetter soll ja erst morgen kommen, kaum zu glauben, es ist mild, wir schon lange nicht mehr, immerhin sind wir 500 Meter über Meer. Auch abends kühlt es kaum ab, doch das Gejohle der Mitcamper hält sich in engsten Grenzen, wunderbar. Der Rest des Hackbratens wird aufgetischt, dazu Couscous und Spiegeleier. Hausmannskost, aber gut. Für morgen haben wir einen Ölwechseltermin vereinbart, 10:00 Uhr bei Les Schwab, der allgegenwärtigen Reifen Kette mit 460 Filialen und über 7,000 Angestellten. Heute einmal keine Musik, wir geniessen die Ruhe.

Jawohl, das schlechte Wetter hat uns erreicht, es regnet, nicht sehr stark allerdings. Nach gemütlichem Frühstück geht’s die paar Meilen in die Stadt, resp. zu Les Schwab. Die Leute freundlich und speditiv. Wir lassen den Wagen stehen und schauen uns auf dem Farmer’s Market um, gleich auf der anderen Strassenseite. Nichts wirklich Umwerfendes, aber zumindest bewegen wir uns, die ist bis jetzt leider etwas arg zu kurz gekommen. Dann schlendern wir zum gar nicht schlechten Hank’s Market runter, 600 Meter, sagt der Routenplaner. Immer noch hängen hoch über den Regalen die Grosswild Trophäen, Löwe, Hyäne, Bär, Eland, Gemsbok und allerlei weitere Antilopen, meist in Zimbabwe erlegt, der Bär jedoch aus B.C. Das Telefon klingelt, der Wagen sei fertig. Wir berappen anständige USD 65 für den Service und merken uns diese Firma (nicht hier, natürlich) für einen nächsten Ölwechsel vor. Es geht auf den Camping zurück und nun beginnt es richtig zu regnen, die Stimmung etwas triste hier, die diversen Familien zu Hausarrest verdammt, dabei wäre es Weekend. Auch wir sitzen drin und verbringen die Zeit mit Lesen oder hinter dem Computer. Das WiFi ist sehr langsam geworden, sind wohl etliche Mitcamper ebenfalls mit von der Surf-Partie. Von Dauerregen will man hier aber nichts wissen, morgen soll es wieder Schönstes Sommerwetter sein, schauen wir mal….. Abends ein Schweinefilet mit Teigwaren.

Riverbend RV Park, Twisp

Riverbend RV Park, Twisp

16. Juni 2016 – Ellensburg, WA

Die Nacht war weniger kalt aus auch schon und Heaty Logan hat natürlich auch geholfen uns vor dem Erfrieren zu bewahren. Das Wetter ist eigentlich nicht schlecht, ein paar Wolken, sonst blauer Himmel, aber ein eher kühler Wind bläst dem arbeitslosen (oder -unwilligen) Reisenden um die Ohren. Kurzer Kriegsrat und ein Beschluss gefällt: es soll weiter gehen. Der 197er bringt uns weiter nach The Dalles, die durchfahrene Gegend eher seltsam: es geht rauf auf eine Art Hochebene, nur um kurze Zeit später wieder runter in ein weites Tal zu gehen, dann das selbe Spiel erneut und dies einige Male. Die Landschaft nicht sonderlich aufregend, aber auch nicht langweilig, man sähe in der Ferne den noch tiefverschneiten Mount Hood (11,240’) oder auch den Mount Adams (12,276’ bereits in WA), wären da nicht zu viele Wolken am Himmel resp. an den Vulkanen. Bei The Dalles geht’s dann auf den Freeway Nummer 84 ostwärts, entlang dem mächtigen und hier aufgestauten (nur ein Wasserkraftwerk, kein Stausee) Columbia River. Nach wenigen Meilen überqueren wir den grossen Fluss und sind nun in Washington. Beidseits des Flusses übrigens je eine Autobahn und eine Eisenbahnlinie. Nun windet sich die Strasse 97 in die Höhe Richtung Goldendale, die Szenerie wie gehabt unten in Oregon. Dann aber erscheint ziemlich dichter Wald, was bleibt, ist das Auf und Ab. Nun durchfahren wir die Yakama Indian Reservation, natürlich mit den allgegenwärtigen Casinos und den abgewrackten Autos vor den Häusern. Ohne einmal anzuhalten fahren wir durch bis Yakima, immerhin 140 Meilen. Wohl gemerkt: die Indianer nennen sich Yakama, die Stadt jedoch Yakima. Die Stadt kann mit 94,000 Einwohnern aufwarten und liegt 325 Meter über Meer. Der Grossraum Yakima soll 250,000 Leute beherbergen. Ein Mittagshalt machen wir auf dem Parkplatz eines Big K-Mart. Ein Kurzbesuch in diesem lässt einmal mehr die Frage aufkommen: wie kann diese Kette überleben? Wieder mehr Angestellte als Kunden, die Ware und die Gestelle machen einen eher abgehalfterten Eindruck. Dann fahren wir zu einem nahen mexikanischen Supermarket mit Namen Fiesta Foods. Man/frau fühlt sich wie in Mexiko, laute Musik plärrt aus diversen Lautsprechern, über zahlreiche Fernseher flimmern mexikanische Soap Operas und das Publikum sowie die Angestellten wohl allesamt Latinos. Ein wohltuende Abwechslung vom amerikanischen Einerlei! Es kann weiter gehen, wir peilen die erste von zwei möglichen Übernachtungsstätten an. Ein Reinfall, sieht schrecklich aus und ist sehr nahe am Freeway und der Eisenbahn. Also raus aus der hektischen Stadt und westwärts Richtung Naches, nach fünf Meilen stehen wir vor dem nächsten RV Park, dieser mit einen Golfplatz verbunden. Doch am Office hängt frech ein Schild: Full for the Night! OK, weiter nordwärts nach Ellensburg, nochmals 40 Meilen. Das Wetter nun eher schlecht bis lausig, doch die Stimmung am Himmel eindrücklich. Schwarze Wolken, blauer Himmel und immer wieder Regen, manchmal auch sehr heftig. Wieder geht es rauf und runter, nur sind hier die Hügel nackig, nix wächst hier. Ellensburg taucht auf und sogleich auch der RV Park, aber auch dieser wächst uns nicht ans Herz. Hart am Freeway, hinter einer Flying J Tankstelle (Riesen Truckstopp!). Letzte Hoffnung: der Yakima River RV Park, zwei Meilen weiter in der Pampa. Aber dies kann uns nur recht sein, Ruhe ist alles. Die Unterkunft ist erreicht, man, resp. frau teilt uns im strömenden Regen einen Platz zu und es ist Schluss mit der Fahrerei. USD 31.50 kostet der Spass hier, allerdings werden KEINE Facilities geboten, einzig ein Toi Toi Häuschen steht verlassen am Rande des kleines RV Parkes. Dafür ist WiFi mit dabei und nicht mal langsam. Abends ein indisches Gericht, keine Ahnung was genau, Kartoffeln mit Chicken an einer raffinierten Sauce, dazu Reis, schmeckt vorzüglich und exotisch. Der Abend wird wunderbar ruhig, eine Wohltat! Ab morgen ist hier alles voll, sagt man uns….Dackelaustellung (‚Dachshunds on Parade‘, der offizielle Name des Grossanlasses) in Ellensburg!

Yakima River RV Park, Ellensburg, WA

Yakima River RV Park, Ellensburg, WA

15. Juni 2016 – Maupin, OR

Die Nacht war nicht so kalt, wie angekündigt: 2.5° las ich um 5:00 Uhr ab. Heaty Logan hat ebenfalls um diese Zeit begonnen unser Heim aufzuheizen. Erneut schlafen wir wieder in den Tag hinein…….um 9:00 Uhr erst stehen wir auf. Drinnen ist es nun 20°, draussen gerade mal 6°. Doch der Himmel zeigt sich mehrheitlich blau. Aufbruch, es soll/muss weiter nordwärts gehen, Ziel ein Dorf mit dem merkwürdigen Namen Maupin, etwa 100 Meilen gen Kanada rauf. Ein erster kurzer Halt gilt nochmals dem Fred Meyer, hier gibt’s auch noch günstiges Benzin, USD 2.32. Wie so üblich in Oregon, ist keine Selbstbedienung, ein Attendant erledigt die ‘Benzinerei’ für uns. Es kann los gehen, die Fahrt zuerst noch eher hektisch, beginnt sich die Verkehrssituation zu beruhigen, wir sind auf dem Land und hier läuft nicht sehr viel. Doch zu früh gefreut, bald schon taucht Redmond (pop. > 27,500, elev. 3,077’) auf, eine verdünnte Ausgabe von Bend. Danach wird’s wieder ländlich bis wir in Madras (pop. 6,500, elev.2,242’) einfahren, dies eine verdünnte Ausgabe von Redmond. Hier machen wir, wie letztes Jahr bereits, einen Stopp bei Safeway. Der Laden gross, schön und eher teuer. Doch nun geht’s definitiv raus in die Pampa. Linkerhand verschneite, doch in Wolken gehüllte Berge, rechterhand Sagebrush verzierte High Desert. Auf dem Criterion Summit (3,360’) machen wir Rast, resp. ein Mittagessen wird serviert. Nun sind es nur noch wenige Meilen bis zu unserem Ziel Maupin (pop. 420, elev. 1,340’), die Landschaft nun recht ansprechend, es geht immer in die Tiefe, links und rechts herrliches Nichts. Das Dorf am Deschutes River gelegen ist erreicht. Den Maupin City Park finden wir problemlos, da ausgeschildert. Unser reserviertes (!) Site Nummer 19 ist dann etwas gar nahe beim 5th Wheel Nachbar und so bitten wir um Site 18, etwas weiter entfernt. Kein Problem, der kleine Platz ist ja fast leer. Dank Seniorenrabatt kommt die Zeche auf USD 38.50 zu stehen. Als Gegenleistung werden altersschwache Facilities und exorbitant teure Showers (USD 2.50) geboten. Dafür ist die Lage gut: direkt am Deschutes River und das WiFi von allerbester Qualität. Alles kann man/frau nie haben. Was auch noch zu erwähnen ist: es herrscht hier Ruhe, ausser natürlich wenn ein lauter Güterzug praktisch durch die Stube schnauft. Der Schienenstrang versteckt auf der anderen Flussseite gelegen und zuerst gar nicht von uns wahrgenommen…doch der Verkehr ist sehr schwach. Wir sitzen draussen und geniessen die momentan scheinende Sonne, auch ist es angenehm warm, hier unten auf etwas mehr als 300 Höhenmetern. Doch leider wird das Wetter schlechter, es soll ja in den nächsten Tagen noch einiges kälter und garstiger werden. So verziehen wir uns in unsere warme Stube und geniessen den Rest des Tages. Abends erneut ein selbstgemachter Hackbraten, sehr fein, dazu Ratatouille und Couscous. Es folgt ein Musikabend, allerdings nur mit den Miniboxen, die ja auch nicht soooo schlecht sind.

Maupin City Park, OR

Maupin City Park, OR

13. und 14. Juni 2016 – Bend, OR

Die Nacht war erneut eher auf der kalten Seite. Das Wetter bis jetzt noch gut, es sollten gemäss Prognosen Wolken auftauchen. Nach obligatem Frühstück verlassen wir diesen schönen Ort. Ziel heute soll das 120 Meilen entfernte Bend sein. Nochmals geht die Fahrt rauf zum Kraterrand doch nun hat es diverse Wolken und ein heftig Lüftchen weht, der See sieht ganz anders aus, die tiefblaue Farbe ist weg…..da hatten wir ja zwei ganz tolle Tage erwischt! Weiter geht die Fahrt dem Westrand entlang, da und dort hat es noch mächtige Schneemauern. Die Fahrt runter auf der Nordseite dann eher sanft, keine Serpentinen, immer schön gemütlich in die nicht sooo tiefe Tiefe. Wieder durchfahren wir Wald, Wald und nochmals Wald. Hier allerdings eher kommerzieller Natur, Forstwirtschaft ein wichtiger Geldbringer und Arbeitgeber hier in Oregon. Wir schwenken im Niemandsland vom 138er in den geschäftigen 97er ein, dieser beginnt beim imposanten Mount Shasta (4,322m) und führt bis weit nach Kanada rauf. Die Gegend wird nun recht flach und auch langweilig. Schnell ist Bend (pop. 87,000, elev. 3,623’) erreicht, linkerhand sähe man, hätt es denn keine tiefhängenden Wolken, diverse Schneeberge in den Himmel ragen, wohl die drei ‘Sisters’ und der ‘Husband’. Der Verkehr nimmt nun unglaubliche Ausmasse an, Bend gibt sich wie eine Grossstadt, hatte aber 1990 noch bescheidene 20,000 Einwohner. Der Sprung dann innert 10 Jahren: 50,000 waren es in 2000. Tendenz stark steigend. Die Stadt wurde kürzlich in die Top 10 der lebenswertesten Städte der USA gewählt, von uns sicherlich nicht! Etwas Gutes hat der Boom, es gibt einen Trader Joe’s, diesem machen wir unsere Aufwartung. Schwer bepackt verlassen wir den schönen Laden. Der Food4Less nebenan konnte ganz und gar nicht überzeugen. Es geht ein paar hektische Meilen südwärts bis zum Scandia RV Park, mitten in der Stadt, aber wir wollten dies ja so. Für fast schon freche USD 50 (USD 45 netto Good Sam & Lodging Tax) wird uns ein Mini-Site Tür an Tür mit einem eben sehr nahen Nachbarn zugewiesen. Die Facilities wohl sauber aber nur gerade in doppelter Ausführung vorhanden (WC und Dusche kombiniert!) Nun aber ab in den Car Wash und nach einer anstrengenden Stunde und USD 17 ärmer glänzt unser Mobil wieder. Dann ein Besuch bei Fred Mayer, dem Platzkönig hier (und in Idaho). Der Laden sehr gross und eher edel/teuer, aber wir brauchen ja nichts mehr. Gehört mittlerweile auch zum Riesenkonzern Kroger (USD 110,000,000,000 Umsatz, Migros: 27 Mia.) mit Sitz in Cincinnati, Ohio, gegründet 1883. Nun geht es auf den recht lauten und eben engen Camping zurück. Es ist übrigens recht kalt geworden, eine Kaltfront ist im Anzug, gut also, wenn man/frau Strom hat. Der Laden wird hier voll, kaum zu glauben, die meisten natürlich tauchen mit riesigen Freizeitfahrzeugen auf, wir einmal mehr praktisch die ‘Bewohner’ mit der kleinsten Unterkunft. Abends brutzle ich wieder einmal ein Stück NZ Beef von TJ, wieder nicht sehr zart, das Ding, aber geniessbar allemal. Es ist nun noch kälter geworden, wir machen die Schoten dicht und geniessen den Abend bei Wein & Musik.

Die Nacht war kalt, doch Heaty Logan ist wacker an der Arbeit und beim Aufstehen haben wir bereits 18°, draussen jedoch einiges weniger. Etwas unschlüssig diskutieren wir, was heute auf dem Programm stehen soll. Wir einigen uns, nochmals eine Nacht hier zu bleiben, die Wetteraussichten leider alles andere als rosig, die Temperaturen sollen noch weiter sinken. Eher widerwillig trennen wir uns von weiteren ungerechtfertigten USD 50 für diesen Stellplatz. Ein Vorteil hat es jedoch: WiFi ist sehr gut und auch recht zügig. So kümmern wir und endlich etwas intensiver um unsere Kanadapläne, wir können uns gegen Abend sogar durchringen eine Reservation für die Fähre zu machen. Allerdings ist noch nichts garantiert, haben wir noch drei mögliche Daten angegeben, eine fixe Reservation ist NICHT möglich, Kanada, in welchem Internet-Jahrhundert lebst Du? Heaty Logan muss praktisch den ganzen Tag über unsere Stube bei angenehmer Temperatur halten, draussen ist es zwar eingermassen schön, doch sehr, sehr kalt. Unten am Crater Lake sind für die nächsten DREI Tage Schnee angesagt. Viel frische Luft gibt es heute leider nicht für uns, doch haben wir zumindest reiseadministrativ Fortschritte gemacht. Abends Nürnberger Bratwürstchen und Rösti, wieder draussen gebrutzelt, die Rösti eher fade und pappig, die deutsche Würstli (Trader Joe’s, oder eben: Aldi Nord) dafür recht schmackhaft. Das Thermometer soll diese Nacht auf den Gefrierpunkt (oder sogar darunter) fallen, wir sind vorbereitet. Im Death Valley, als Gegensatz, soll das Quecksilber morgen bei 123°F (oder 50°C) stehen.

Scandia RV Park, Bend, OR

Scandia RV Park, Bend, OR

11. und 12. Juni 2016 – Crater Lake NP, OR

Die Nacht war auszuhalten, am frühen Morgen jedoch hat der Verkehr wieder recht zugenommen. Verlängerung geben wir hier nicht ein, wir wagen den Sprung zum relativ nahen Crater Lake National Park. Die Fahrt zuerst dem Rogue River entlang passiert das grosse Lost Creek Reservoir, Boating ist hier angesagt. Die gute Strasse führt immer durch dichten Wald, wir haben keine Orientierung, wäre die Strasse nicht. Bei Union Creek tauchen etliche Forest Campgrounds auf, die meisten zu nahe an der Strasse und in zu düsterem Wald. Wir biegen auf die Strasse Nummer 62 ab, auch diese führt durch dichten Wald und stetig in die Höhe. Schneereste entlang der Strasse tauchen auf, wir sind bereits auf 1,800 Meter über Meer, der höchste Punkt 6,200 Füsse hoch, dann geht es wieder zu Tale und der National Park ist erreicht. Das Mazama Village dann nur noch 6,000 Fuss hoch. USD 30 wären an Eintritt abzudrücken, etwas deftig, finden wir, gibt es doch ausser dem Krater See herzlich wenig im Angebot. Unser Access Pass ist noch bis September gültig, schauen wir einmal, ob er dann immer noch bescheidene USD 80 kosten wird. Einchecken für den 219 plätzigen Campground kann man erst ab 12:00 Uhr und so kurven wir halt die letzten sieben, zum Teil sehr steilen, Meilen zum Kraterrand hoch. Die Fahrt hat sich gelohnt, der Anblick des tiefblauen Sees ist einfach überwältigend!! Sofort renne ich los, ein paar Bilder müssen her. Doch die Euphorie ist grösser als mein Können, wie sich später herausstellt, fallen die meisten Bilder leider der Delete Taste zum Opfer. Doch es macht trotzdem Spass hier oben rumzurennen, die frische Luft tut gut, das Wetter könnte schöner nicht sein. Natürlich hat es auch noch Schnee hier oben, nicht auf der Strasse jedoch. Die Schneemenge diese (resp. vergangene) Saison anderthalb Meter weniger als üblich (statt 13 nur 11.5 Meter!). Langsam müssen wir zurück und uns um eine Unterkunft bemühen. Ohne Probleme kriegen wir ein Site, sogar mit Strom/Wasser für bescheidene USD 31. Die Sites sind relativ weit auseinander, die Facilities sauber und gut in Schuss, Duschen vorhanden und gratis. Eine Dump Staion gibt’s auch noch. Der Konzessionär (Xanterra) versteht sein Handwerk eben doch. Am Nachmittag sitzen wir draussen an der kräftig brennenden Sonne und geniessen den Vorfrühling, links und rechts neben uns noch grössere Schneereste doch da und dort bereits ein paar Blümchen. Am späteren Nachmittag dann nochmals rauf zum Kraterrand, 20 Minuten Fahrzeit, doch ein anständiges Bild gelingt wieder nicht, zu viel Wind oder zu wenig Inspiration. Um 18:00 Uhr sind wir pünktlich zurück zum Apéro, eine Stunde später folgt eine meiner Leibspeisen: Ratatouille mit Spätzli! Die Sonne verabschiedet ich langsam und die Kälte macht uns ihre Aufwartung, doch wir haben unsere Wunderwaffe: Heaty Logan! Der brave Heizstrahler schnurrt vor sich hin und hält die Stube angenehm warm. Erneut ein Abend mit schöner Musik und einem  YT. Fast hätt ich’s vergessen: es ist wunderbar ruhig hier, einmal von unserer Musik abgesehen.

Crater Lake National Park, OR

Crater Lake National Park, OR

Die Nacht war totenstill und kalt, dies ist es beim Aufstehen immer noch: 3°! Innentemperatur trotz Heaty Logan schlaffe 13°. Doch blauer Himmel lacht auf uns Weicheier nieder. Nach einem wärmenden Kaffee kurven wir die 7 Meilen zum Kraterrand hoch. Aber an ein Pano ist nicht zu denken, keine Spiegelung und die Hälfte des potentiellen Bildes im Gegenlicht. So platzieren wir unser Gefährt auf den grossen Parkplatz beim Rim Village, praktisch noch leer. So, nun gibt’s ein verdientes Morgenessen derweil ein Auto nach dem andern hier rauf karrt. Es ist Sonntag, doppelter Ausflugsverkehr garantiert und da und dort sind ja bereits Schulferien. So schauen wir dem bunten, fast schon hektischen Treiben zu. Ich erkunde die Gegend am Kraterrand in der Umgebung der alten, aber eher noblen Lodge und meine, einen guten Standort für ein Pano gefunden zu haben. Wieder zurück und den Rucksack montiert, mittlerweile herrscht hier eine Jahrmarktsstimmung sondergleichen. Es wird kreuz und quer parkiert, ob ein PW auf einem ausdrücklich angeschriebenen RV Platz steht, ist mehr als nur Wurst. Wie geht es hier wohl in ein paar Wochen zu und her? Ich mache mein Pano trotz der immer grösser werdenden Besuchermassen. Es geht zurück, etwas Ausruhen und zuerst natürlich ein Mittagessen stehen auf dem Programm. Dann rücke ich nochmals aus, die Spiegelung nun fast perfekt, also gibt’s noch ein paar Panos. Der Besuchersturm ist immer noch zunehmend…kaum zu glauben. Um 15:00 Uhr sind wir wieder unten auf den ruhigen Campingplatz. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang durch die diversen Loops, auffallend viele Zeltcamper sind anzutreffen, RV deutlich in der Unterzahl und dies bei den erlebten tiefen Temperaturen! Wir sitzen noch einige Zeit an der heute sehr kräftig brennenden Sonne, mein Kopf wird rot, ich ziehe mich ins Camperinnere zurück, meine Panos warten auf mich. Um 17:00 Uhr eine wohltuende Dusche, keine 20 Meter entfernt, die Anlage ziemlich sauber, es kommt genügend heisses Wasser aus dem anständigen Duschkopf, auch auf ‘privaten’ RV Parks leider eher selten anzutreffen. Abends erneut eines meiner Lieblingsgerichte: Hörnli und Nam Prik Ong. Die beiden Tage hier werden wir sicherlich in sehr guter Erinnerung behalten. Die Temperatur ist heute ein paar Grad höher als gehabt, trotzdem kommt unsrer guter Freund Heaty Logan später zum Einsatz.

Crater Lake NP, Mazama Campground, OR

Crater Lake NP, Mazama Campground, OR

10. Juni 2016 – Trail, OR

Welche Überraschung, es herrscht strahlender Sonnenschein! Natürlich sind unsere Pläne bereits gemacht, wir wollen weiter nordwärts, Oregon ruft. Nach einer Dusche und Zu- und Ablassen von diversen Wassern ist es soweit, wir kurven dem Smith River entlang Richtung Oregon. Die Strasse meist gut ausgebaut, dann und wann etwas eng und das Landschaftserlebnis immer noch sehr stark baumgeprägt. Der Smith River zwängt sich durch eine engere Felsschlucht, die Strasse muss dies auch, etwas eng an diversen Stellen. Die Redwoods weichen langsam normalen Nadelbäumen, der Dschungel aber immer noch recht dicht. Trotz der Abgeschiedenheit dieser Region herrscht Hochbetrieb auf der Strasse. Bei Elk Creek, nur eine Ansammlung von ein paar Behausungen, überqueren wir die Staatsgrenze und sind nun im Sales Tax-losen Oregon. Auch das Benzin soll einiges günstiger sein als gehabt, wir werden sehen. Nun wird es unvermittelt flach, dies wohl das Illinois Valley, es gilt, ein paar eher nichtssagende Dörfer zu durchfahren, so auch Wonder, welches aber seinem hochtrabenden Namen nicht gerecht werden kann. Nun aber präsentiert sich Grants Pass mit der impressiven Zahl von 35,000 Einwohnern. Der Verkehr enorm (es ist übrigens Freitag) und so kämpfen wir uns vor bis zu einem Supermarkt mit Namen Haggens. Der Laden gross, geräumig, keine engen Schläuche zwischen den Regalen, aber die Preise deftig hoch, da nützt auch die nicht existierende Sales Tax nichts (auf Lebensmittel, ohne Alkoholika, wird sowieso keine erhoben. Wir fahren weiter, immer Richtung Crater Lake. Die Strasse immer mehr oder weniger dem berühmten Rogue River entlang. Noch ein kurzes Stück auf dem Freeway Nummer 5 und dann geht’s auf die Strasse Nummer 234 durch eher langweilige Gegend. In der Ferne tauchen erste höhere Berge auf, das Wetter hat sich leider verschlechtert, sehr viele Wolken hängen am Himmel lustlos herum, so scheint es zumindest. Der 234er endet abrupt und wir biegen links weg auf den 62er, alles immer mitten in der Pampa. Nun folgt die Strasse dem anständig breiten Rogue River und wir erreichen Shady Cove, doch der RV Park mitten im Dorf und hart an der Durchgangsstrasse lädt nicht zum Verbringen der Nacht ein. Nach wenigen Meilen erscheint der Rogue Elk County Park. Leider auch an der Strasse, aber auch am hier nun breiten und recht reisenden Fluss gelegen. USD 24 für ein Site mit Strom und Wasser (Duschen vorhanden, aber extra $) scheinen uns angemessen und ein freies Site findet sich trotz Weekend auch noch. Der Strassenlärm ist jedoch an der Schmerzgrenze, bedenkt man, dass wir uns hier wirklich am A… der Welt befinden. Wir ruhen aus, ich übe an einem meiner Power Naps, gelingt ganz gut. Der relativ kleine Campground füllt sich zusehends, wohl dem, der bei Zeiten einen Stellplatz ergattert hat. Abends ein sehr guten Green Curry, die Kokosmilch von Trader Joe’s erweist sich als mehr als nur brauchbar. Der Tumult auf dem kleinen Camping zwischen Strasse und Rogue River wird immer grösser, wir verkriechen uns in unser Stübchen und hören Musik, andere tun dies ja auch, aber draussen….. Kaum zu glauben, was die Leute für ein Weekend auf die Campingplätze schleppen, der halbe, nein der ganze Hausrat inkl. aller Spielzeuge für Jung und Alt muss mit. Ein weiterer Grund für unsere Flucht in die Stube ist sicherlich auch die akute Erstickungsgefahr, da wird gefeuert (meist mehr geraucht) was das Holz ob nass oder trocken hergibt.

Rogue Elk County Park, Trail, OR

Rogue Elk County Park, Trail, OR

8. und 9. Juni 2016 – Hiouchi

…..nicht in Japan, sondern immer noch in Kalifornien!

Um 6:15 Uhr rücke ich aus, Ziel, wie gestern, der Felsstrand. Nun herrscht Ebbe und die Sache, resp. die Seastacks sind praktisch mit dem Festland verbunden. Überhaupt nicht fotogen! Nach drei Versuchen breche ich etwas enttäuscht mein Zelt (oder besser: Stativ) ab und kraxle wieder zum Camping hoch. Ich mache nochmals, wie gestern, eine Extraschlaufe durch den dichten Wald, aber meine Muse schläft wohl noch, kein einziges Bild hier oben. Meine ‘richtige’ Muse ist eben im Begriff aufzustehen und so gibt’s bald ein gutes Morgenessen. Um uns herum rauchen/lodern wieder unzählige Lagerfeuer, sieht wohl aus der Ferne aus, als ob der ganze Wald in Flammen steht. Es ist dunkel hier unter den Bäumen! Wie verlassen diesen für mich nicht sehr ergiebigen Ort und fahren weiter nordwärts, Crescent City oder Umgebung wäre das Ziel. Die Fahrt dann wieder recht spektakulär, zuerst der wilden Küste entlang (kurzer Stopp im Nieselregen) und dann erneut durch prächtigen Redwoodbestand. Die Kleinstadt (pop. 7,500, elev. mehr oder weniger Null) ist schnell erreicht. Auch dies, pardon, Kaff mag nicht zu gefallen. Ein Safeway (etwas günstiger, als weiter südlich…) bietet sich als Stopp an. Auf dem Parkplatz (eigentlich ja im Camper) wird auch Lunch serviert. Dann kurven wir die paar Meilen hoch zum auserwählten Campground mit Namen Hiouchi RV Resort. Kaum aus der Stadt, sind wir erneut im dichtesten Redwood Wald, herrlich! Die Strasse Nummer 199 nun etwas eng und arg kurvig, der Verkehr ziemlich stark. Leider gibt es keine Möglichkeit hier anzuhalten, Fotomöglichkeiten gäbe es sehr viele. Wir passieren die Abzweigung zum Jedediah Smith State Park, wo wir einst im letzten Jahrhundert campiert hatten, lang ist’s her. Eine Meile weiter und wir sind aus dem Wald und mitten im Dörfchen Hiouchi und der Campground taucht ebenfalls unvermittelt auf. Dies ein RV Resort, etwas nahe an der Strasse gelegen, doch er Preis ist vertretbar, USD 40 (dank Good Sam). Die Facilities sauber, WiFi gut und kostenlos und unser Site abseits, fast schon lauschig an einem Minibächlein gelegen. Nur das Wetter ist etwas mies: Nebel, Nebel, Nebel, aber normal für diese Jahreszeit, der kalte Pazifik und das heisse Inland sind daran schuld. Wäschewaschen steht im heutigen Pflichtenheft. So vergeht auch hier die Zeit ganz gut und ohne grosse Hektik. Abends dann ein Flanksteak auf der neuen Grillpfanne. Gelingt! Das Fleisch (zart und aussen nicht schwarz) wird Bestandteil eines wunderbaren Beef Salads. Danach Musik hören und unsere Flasche YT geniessen.

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien I

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien I

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien II

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien II

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien III

In den Redwood Wäldern von Nordkalifornien III

Ich stehe um 7:00  Uhr auf und erledige Computer-Wartungsarbeiten. Draussen ist es wie gehabt: grau in grau. Wir geben einen Tag Verlängerung ein. So kurven wir nach dem Morgenessen ein paar Meilen zurück in die Redwood Wälder und ich übe mich an Baumfotos, nicht ganz einfach, muss ich zugeben. Nach anderthalb Stunden bin ich zurück auf dem ziemlich vollen, da kleinen Parkplatz, nicht ganz zufrieden, fotomässig, versteht sich. Nun kurven wir nochmals ein paar Meilen runter ins Dorf, resp. den dortigen, brandneuen Super Wal Mart. Das Publikum, na ja, ich enthalte mich einer genaueren Beschreibung, nur soviel: der Gene Pool ist hier wohl etwas arg ausgetrocknet. Den Nachmittag verbringe ich erneut mit Bilder löschen und Tagebuch schreiben. Abends, oh Schreck: eine Frozen Pizza, vorher natürlich im Ofen geniessbar gemacht. Morgen verlassen wir den Golden State und machen Oregon (No Sales Tax) unsere Aufwartung.

Hiouchi RV Resort

Hiouchi RV Resort