27. bis 29. November 2016 – Preston Beach

Preston Beach

Preston Beach

Wieder stehe ich früh auf, jedoch einiges nach erfolgtem Sonnenaufgang, welcher hier bereits um 5:00 Uhr über die Bühne, resp. den blauen Himmel geht. Es geht weiter, leicht ungern verlassen wir diese wirklich schöne Wohnung und versuchen unser Glück auf den betriebsamen Strassen des Grossraumes Perth. Ein Stück der Autobahn ist gesperrt und eine Art Umfahrung ausgeschildert, wir sind verwirrt! Das Kartenmaterial auf meinem Tablet erneut nicht mit der aktuellen Strassensituation übereinstimmend, müssen wir uns an die kleinen gelben ‘Detour’ Täfelchen halten. Man schickt uns durch endlose Industriequartiere, doch endlich finden wir den Weg zurück auf die Autobahn und können aufatmen. Die Luft wird immer schlechter, dies sieht mir sehr nach einem Wald/buschbrand aus. Die Innenstadt umfahren wir zum Glück in einem weiten Bogen und alsbald sind wir südlich der grossen Stadt, der Verkehr immer angenehm dicht, aber es ist auszuhalten. Etliche Kilometer vor der Rentnerstadt Mandurah (immerhin 80,000 Einwohner) machen wir einen Einkaufsstopp bei Woolworths. Der Laden sehr neu und sehr schön eingerichtet und natürlich auch gut ausgestattet. Nun ist die Luft noch schlechter, man riecht das Feuer, aber niemand scheint dies zu stören. Auch hier unten haben die Alkoholläden am Sonntag geschlossen. Doch wir haben ja noch einige Flaschen YT. Die Fahrt kann weitergehen. Die Strasse sehr gut ausgebaut, der Verkehr nun immer spärlicher, allerdings erst südlich von Mandurah. Von der Stadt kriegen wir nichts mit, wir passieren nur unzählige Shopping Center, die Leute hier scheinen ja noch kaufwütiger als ihre amerikanischen Cousins zu sein. Mittagspause ist angesagt, ziemlich unzeremoniell im Auto findet dies dann statt. Noch sind es 25 Kilometer bis zu unserem Ziel, Preston Beach. Hier hat es vor einiger Zeit ziemlich gebrannt, die Bäume sind allesamt schwarz, doch auch grünes Laub ist im Überfluss vorhanden. Das kleine Dorf liegt abseits der Durchgangsstrasse und kommt sehr verschlafen daher, was uns aber nur recht sein kann. Der Schlüssel sei in einem Safe an der Haustüre, so die Managerin. Aber wir irren uns in der Hausnummer und versuchen, ergebnislos natürlich, die ‘Villa’ 15 zu öffnen, unsere wäre Nummer 10. Wir finden diese auch und hier ist das Öffnen nun kein Problem. Das Chalet (von Villa kann keine Rede sein) kommt sauber, wenn auch leicht abgekämpft daher. Knappe CHF 300 sind für drei Tage fällig. Die halbüberdachte Terrasse jedoch ein Renner, ebenso die Aussicht von dieser. Erneut hat es Lounge Furniture, diese nun noch bequemer als gehabt. Am späteren Nachmittag machen wir einen längeren Fussmarsch in die einsame Umgebung. Das Meer allerdings erreichen wir nicht, trotzdem mag die Landschaft zu gefallen, einfach anders als in Amerika oder der Schweiz, etc.. Auch stolpern wir fast über Mutter und Kind Känguru, welche ganz in der Nähe unserer Villa friedlich äsen. Der Abend wird angenehm ruhig, das Essen heute fleischlos: Spaghetti mit einer Chili Pesto von Jamie Oliver, nicht ganz den überrissenen Preis von AUD 6 für das kleine Glas Sauce wert. Viel scheint hier nicht los zu sein, die meisten ‘Villas’ sind nicht bewohnt, vielleicht wird sich dies in zwei Wochen (Beginn der Schulferien) radikal ändern.

Noch einmal die Preston Beach

Noch einmal die Preston Beach

Die Nacht war schön ruhig, keine (leider?) startenden Flugzeuge in den frühen Morgenstunden. Frühstück natürlich draussen, es ist bereits heiss, aber auszuhalten. Heute machen wir einen Ausflug ins nahe (>50km!) Städtchen Pinjarra. Die Strassen sind sehr gut, alles ist flach und der Verkehr spärlich, so, wie es immer sein sollte. Das Ziel ist erreicht und wir finden unverhofft eine kleine, aber sehr gute Shopping Mall mit Coles, Target und Konsorten. Dieser Coles hier mag als erster zu überzeugen, wie einst unten/drüben in Tasmanien! Doch wir kaufen (noch) nichts, zuerst müssen wir Frottetücher bei Target erwerben, diese sind nämlich in unserer Villa nicht vorhanden. AUD 6 das Stück (Made in Bangladesh) sind gut zu verkraften. Danach schlendern wir durch das wirklich hübsche Dorf runter zum Murray River. Dieser fliesst sehr träge mitten durchs Städtchen, die Ufer wild und einsam, kaum zu glauben dass es in der näheren Umgebung eine menschliche Ansiedlung hat. Nach einer beschaulichen halben Stunde Flusswanderung sind wir wieder in der Shopping Mall und jetzt statten wir Liquorland einen Besuch ab. Immer noch ist Yellow Tail (YT) im Angebot: AUD 8. So füllen wir unsere schwindenden Vorräte wieder auf. Auch ein Shiraz von Two Churches aus dem Barossa Valley (AUD 10) leisten wir uns. Dieser dann, ich nimm es vorweg, ein echter Renner! Dann noch weitere Lebensmitteleinkäufe im sehr schönen Coles und wir treten die Fahrt nach Hause an. Diesmal nehmen wir die mehrspurige Autobahn namens Forrest Highway, Grösse, resp. Breite  der Strasse steht in keinem Verhältnis zum spärlichen Verkehrsaufkommen. In der allzu weiten Ferne entdecke ich ein grösseres, was wohl…..Buschfeuer! Zuhause dann ist Ausruhen angesagt, später eine kurze Fahrt runter zum Strand. Wie bisher immer angetroffen, ist auch dieser riesengross und menschenleer. Leider hat der Wind einmal mehr seine Tätigkeit aufgenommen und so belassen wir es mit einer halben Stunde Fussmarsch dem schönen Strand entlang, es kann nach Hause gehen. Hier oben nun hat der Wind ebenfalls angefangen sich sehr unangenehm bemerkbar zu machen. Es ist richtig kühl/kalt geworden. Doch Apéro und dann auch Abendessen wird ohne mit der Wimper zu schlottern draussen eingenommen. Nur den Verdauungsspaziergang lassen wir ohne schlechtes Gewissen aus, sind ja heute bereits ein paar Meter marschiert.

Die Tierwelt um uns herum....

Die Tierwelt um uns herum….

Die Tierwelt um uns herum....

Die Tierwelt um uns herum….

Die Tierwelt um uns herum....

Die Tierwelt um uns herum….

Die Nacht war kühl, ich stehe um 6:15 Uhr auf und schaue gen Südwesten in eine schwarze Wolkenwand. Davon war nicht die Rede! So klemme ich mich hinter meinen Computer und übe mit einem neuen Programm (Photo Director) herum, mal mehr, dann mal weniger erfolgreich. Die schwarzen Wolken verziehen sich langsam, doch es ist einiges kühler als gehabt. Trotzdem wird das Morgenessen draussen serviert und auch verspiesen. Danach haben die Kängurus ihren Auftritt, leider etwas arg weit weg für mein schwachbrüstiges Teleobjektiv.Wir warten noch eine Stunde auf Wetterbesserung, aber dann kurven wir in den nahen Yalgorup National Park, wirklich nur ein paar Kilometer von Preston Beach auf einer anständigen Sandstrasse zu erreichen. Die Gegend macht mächtig Eindruck, wie ein überdimensionierter Botanischer Garten. Die Vegetation immer noch für mich völlig exotisch! Auch einen Campingplatz (Martins Tank, ein Übernachten nur über online Reservation möglich) findet sich hier in üppigstem Grün. So wandern wir anderthalb Stunden durch diese sehr, sehr eindrückliche Landschaft und ich knipse, als hätte ich noch nie Bäume und/oder Sträucher gesehen. Das Wetter für dies Art von Knipsen perfekt, tiefhängende Wolken, keine Sonne, was will die Kamera mehr! Die eindrücklichste Pflanze/Baum hier wohl die imposante Banksia Grandis, siehe Bild:

Banksia Grandis

Banksia Grandis

Im Yalgorup National Park I

Im Yalgorup National Park I

Im Yalgorup National Park II

Im Yalgorup National Park II

Im Yalgorup National Park III

Im Yalgorup National Park III

Zufrieden fahren wir nach dieser Halbanstrengung zurück in unsere ‘Villa’ und frönen dem Nichtstun. Edelweiss schickt mir ein e-mail, ich hätte einen Flug für zwei Personen gewonnen, hat man noch Töne! Hoffentlich können wir diesen für Teneriffa verwenden.

24. bis 26. November 2016 – Swan Valley

Roadhouse Romantik nördlich von Perth

Roadhouse Romantik nördlich von Perth

Um 6:00 Uhr stehe ich auf, die Sonne scheint seit einiger Zeit direkt ins Schlafzimmer und somit fällt mir das Aufsehen recht leicht. Die Temperatur bereits angenehm hoch, es soll nun wirklich Sommer werden. Ein letztes frühes Morgenessen und wir räumen das Feld, die vier Tage hier waren sehr angenehm, einmal vom ekligen Wind abgesehen. Die heutige Fahrt wird lang, 350 Kilometer! So kurven wir zusammen mit zahlreichen Road Trains durch praktisch menschenleere Gegend. Viel Platz hat es hier, aber wer will schon hier draussen in der Einöde wohnen und Wasser scheint es auch nicht gerade im Überfluss zu haben. Es fallen wieder die leuchtend orangen Sträucher/Bäume auf, Westaustralischer Weihnachtsbaum genannt, Bild siehe weiter unten. Wir legen diverse Kurzstopps ein, auch zwei Roadhouses sind dabei, diese sind jedoch nicht ganz so abgekämpft wie die vor Jahren weiter nördlich ‘inspizierten’. Mittagspause machen wir in einen sehr verschlafenen, aber aufgeräumten Dorf mit Namen Gingin, etwas über 500 Menschen sollen hier leben. Noch sind es knappe 100 Kilometer bis zu unserem Ziel im Swan Valley.

Nochmals ein Roadhouse

Nochmals ein Roadhouse

Ein letzter Halt gibt’s im Walyunga National Park, wenige Kilometer östlich des Brand Highway. Doch was man hier genau besichtigen kann und was geschützt werden müsste bleibt uns verborgen. Der 1,800 ha grosse Park hat so ziemlich die gleiche Vegetation wie seit ein paar Stunden durchfahren. AUD 12 Eintritt wären theoretisch fällig, aber wir haben unseren Pass. Das Eintrittsgeld doch eher eine Verschwendung, aus unserer Sicht zumindest. Nun wird der Verkehr stärker, wir näheren uns dem Swan Valley, keine eigentliches Tal, eine weite Ebene eher, aber bestanden mit zahlreichen Reben. Wir finden unser ‘Zuhause’ für die nächsten drei Tage, das schöne Haus liegt inmitten einer neuen Einfamilienhaussiedlung mitten im eigentlichen Nichts, kein Baum oder Strauch spendet Schatten von der nun unbarmherzig auf uns niederbrennenden Sonne. Die Besitzerin ist anwesend, schnell wird alles erklärt und die lebhafte Dame lässt uns allein in einem sehr schönen und geschmackvoll eingerichteten Haus. Eine verdiente Pause ist angesagt. Dann kurven wir zum nahen Woolworth rüber, knappe 5km, vorbei an einem Sikh- und einem anderen, ‘normalen’ indischen Tempel. Neben dem sehr schönen Wooly lacht uns ein Asia Store entgegen, also zuerst diesen geentert. Red Curry, Kokosmilch und Kaffirlimonenblätter sichern uns ein Thai-Nachtessen. Bei Wooly dann den Rest eingekauft uns es kann zurück in unsere Reihenhaussiedlung gehen. Der Verkehr enorm stark, muss ich noch anmerken, sind uns die Hektik nicht mehr gewohnt. Wieder in der sehr schönen Bleibe, machen wir es uns sehr gemütlich. Trotz Hitze ist es im Innern angenehm kühl, dies ohne Klimaanlage. Aber wir sind natürlich draussen (im überdachten Innenhof) auf den Lounge Möbeln und verträumen unsere Zeit. Abends ein Thai Red Chicken Curry: wunderbar! Es lebt sich hier sehr bequem, die Nachbarn sind jedoch etwas arg nah, trotzdem herrscht angenehme Ruhe. Lärm produzieren nur die zahlreichen Flieger welche über unsere Köpfe hinwegdonnern.

Nuytsia Floribunda

Nuytsia Floribunda

So machen wir die nächsten zwei Tage ziemlich viel Nichts! Es ist heiss: 37°! Der Midland Gate Mall statten wir nochmals einen Besuch ab und durchs Quartier wandern wir jeweils nach dem Abendessen. Auch Arbeit steht an, es müssen diverse Unterkünfte gebucht werden, die Schulferien nahen unerbittlich und dann wird’s gemäss Reiseliteratur eng, vor allem an der Küste. Es gelingt uns jedoch ein für alle Reiseteilnehmer passendes Arrangement zusammenzustellen. Die diversen Bleiben nicht eben günstig, aber nicht überall auf der Welt hat man südafrikanische Preise. Auch dort ist es übrigens teurer geworden, der Rand hat um freche 10% zugelegt. Nochmals muss die sehr schöne und geschmackvolle Inneneinrichtung erwähnt werden, hier wird primär gewohnt und ab und zu fremdvermietet, so scheint es zumindest. Auch ohne grosses Programm vergehen diese drei Tage im Nu und bald schon muss/soll es weiter südwärts gehen.

'Unser' Haus im Swan Valley

‚Unser‘ Haus im Swan Valley

20. bis 23. November 2016 – Port Denison, WA

Südlich von Port Denison, WA

Südlich von Port Denison, WA

Haben trotz der eher fettigen Speisen wunderbar geschlafen. Das Wetter ist gut, der Wind leider auch. Kurz vor ‘Türschluss’ (bereits um 9:00 Uhr!) ergattern wir noch Reste des inbegriffenen Continental Breakfast. Es kann losgehen, die Fahrt gerade einmal 70 Kilometer lang, das Ziel die Doppelstädtchen Dongara/Port Denison. Es ist Sonntag, die meisten Läden haben geschlossen, sehr unamerikanische, eher europäische Verhältnisse. Zumindest sind die Tankstellen geöffnet und so bunkern wir dank unseres Einkaufs bei Woolworths 4 Cents günstigeres Benzin, der Liter zu AUD 1.16 (oder schlappe 90 Schweizer Rappen). Die Landschaft meist Weizenfelder oder Rinderweide, nicht sehr appetitlich fürs verwöhnte Auge. Doch bald ist das Ziel erreicht, vorher donnern allerdings noch etliche kleine Road Trains in unerhörtem Tempo an uns vorbei. Zum Glück sind hier nur 36.5 Meter Maximallänge erlaubt, an anderen Orten ist erst Schluss bei 53.5m! Dongara dann eine Oase der Ruhe und Gemächlich- & Gemütlichkeit. Das kleine Städtchen kann mit richtig, für hiesige Verhältnisse, historischen Häusern aufwarten. Zusammen mit dem benachbarten Port Denison sollen hier 3,100 Menschen leben. Wir statten dem gut bestückten, aber etwas engen IGA einen Besuch ab. Fast alles wäre käuflich zu erwerben, wie immer sind die Preise etwas hoch für uns verwöhnte Walmart Shopper. Dann kurven wir durch die verschlafenen Strassen und Strässchen bis wir unsere Bleibe für die nächste vier Tage finden. Port Denison Holiday Units, so der nüchterne Name. Doch der Name täuscht, die Anlage ist blitzsauber, sehr gut eingerichtet, alles ziemlich neu. Ein krasser Gegensatz zur ‘Villa’ oben in Kalbarri. AUD 500 für vier Nächte erachten wir mehr als fair. Einziger Spielverderber erneut der orkanartige Wind, welcher uns unablässig um die Ohren pfeift. Hier lässt es sich nun sehr gut Urlaub machen, wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Am Nachmittag machen wir trotz Starkwind einen längeren Spaziergang zum nahen Strand runter und natürlich auch diesem entlang. Kaum eine Menschenseele begegnet uns, alles ist sauber aufgeräumt und die Häuser sehen ordentlich aus. Unten am Hafen dümpeln zahlreiche Lobsterboote, sind Hummer doch eine wichtige Einnahmequelle hier. Der Wind lässt nicht nach und so geht’s zurück in unsere warme Stube. Alsbald ist Apéro angesagt, dieses schlürfen wir jedoch draussen bei untergehender Sonne und mittelstarkem Wind. Ein gesundes Abendessen mit viel Gemüse und ohne frittierte Ware folgt etwas später. Der Abend wird trotz Nachbarn links und rechts sehr ruhig und entspannend. Nochmals: hier gefällt es uns!

Mündungsgebiet des Irwin River, Port Denison

Mündungsgebiet des Irwin River, Port Denison

Die nächsten drei Tage verlaufen ähnlich, der starke Wind bleibt leider, doch es wird jeden Tag wärmer. Am zweiten Tag spazieren wir nach Dongara rüber, immerhin eine (stürmische) Stunde, der Weg zuerst der einsamen Küste und dann dem träge dahin fliessenden Irwin River entlang, recht eindrücklich und menschenleer. Ausserhalb des Dorfes entdecken wie das Priory Hotel, laut Reiseführer soll es einen ‘Picnic at Hanging Rock’ Charme ausstrahlen. Tut es auch! Das Restaurant hat leider zu, Lunch nur Mittwoch bis Sonntag, Dinner jedoch täglich. Auch die Bar ist noch geschlossen und so machen wir uns auf den Rückweg, nun der anderen Flussseite folgend und danach am Strand entlang. Der Wind, der Wind, der Wind……. Abends dann ein anständiges nicht übermässig üppiges Essen, der Apéro vorgängig natürlich draussen, trotz Starkwind.

Wir machen eine Ausflug südwärts, die Strasse  folgt zeitweise dem Meer und die eine oder andere Stichstrasse bringt uns an jeweils praktische menschenleeren Strände. Western Australia soll 12,500 Kilometer Küstenlinie haben, kann ich glauben. Die Strände scheinen wirklich endlos zu sein. Der Wind hat sein unangenehmes Treiben noch nicht aufgenommen und so marschieren wir dem Strand entlang, nicht oberspektakulär, aber wirklich einsam. Der Wind kommt und wir drehen um. Hier könnte man übrigens 72 Stunden gratis campieren, Toiletten sind vorhanden. Wir checken noch einen anderen solchen Platz ab, aber dieser mag nicht so sehr zu gefallen. Es geht nach Hause. Wir schmieden, einmal mehr, Zukunftspläne, die Sache mit einer Mittelmeerkreuzfahrt ist halt so eine Sache(!). Ich habe eine Alternative gefunden: Rumänien mit Aldi! Wieso eigentlich nicht, wir wollten schon vor Jahren in dieses für uns völlig unbekannte Land. Doch nichts überstürzen, Apéro ist angesagt und danach ein eher zähes Stück Kalbfleisch. Wie immer nach verspiesenem Mahl machen wir unsere Verdauungsrunde, dies trotz Orkan.

Hausdetail, Dongara, WA

Hausdetail, Dongara, WA

Erneut ein wunderschöner Tag, der Wind scheint noch zu schlafen. Heute soll es einiges wärmer werden, kann uns nur recht sein, so ist der Sturmwind wohl besser auszuhalten. Gemütlichkeit, was sonst, ist angesagt. Wir fassen uns ein Herz und buchen die Rumänienreise bei Aldi (28. April bis 5. Mai), der Preis CHF 650 pro Nase, einziger Haken: der Flug ist ab Genf. Gegen 11:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Dongara rüber, wollen wir doch im Priory Hotel lunchen. Es ist heiss, der Wind scheint heute Pause zu machen und so schwitzen wir vor uns hin, der Weg ist lang, fast eine Stunde. Das Restaurant im sehr pittoresken Hotel dann eine herbe Enttäuschung. Die Bedienung sehr, sehr unfreundlich, die Speisekarten, fettig, speckig, die Tische nicht sehr sauber…..Nach einem verdienten Bier (AUD 5.40!) retournieren wir die Speisekarten und verlassen diesen ungastlichen Ort. Der Weg ist eigentliche Dorf nur noch ein paar heisse Minuten. So versuchen wir unser Glück im Dongara Hotel. Dieses macht einen weitaus gastfreundlicheren Eindruck, wenn auch die Architektur eher als zweckmässig zu bezeichnen ist. Man/frau bestellt an der Bar und das Essen wird später an den Tisch gebracht. Wir bestellen Snapper, Barramundi und Salt & Pepper Calamari, mit von der Partie natürlich Chips. Die Speisen kommen sehr reichlich daher und schmecken dann aber auch vorzüglich. Auch die Flasche Chardonnay mundet allen Reiseteilnehmern nur allzu gut. Sehr zufrieden machen wir uns auf den Nachhauseweg, zuerst wieder dem Irwin River entlang bis zu seiner Mündung in den Indischen Ozean, dann diesem entlang nach Port Denison, erneut fast eine Stunde. Der Wind hat nun wieder seine übliche Tätigkeit aufgenommen, doch heute ist es so heiss, dass dieser sehr gerne gesehen, resp. gespürt wird. Das Essen übrigens AUD 105 teuer, aber sicher seinen Preis wert. Natürlich ruhen wir am Nachmittag von den Strapazen aus. Es folgt ein ausgedehnter Apéro draussen, es ist immer noch angenehm warm, der Wind erträglich. Das Abendessen dann leicht, der Lunch war mehr als üppig. Nach dem Verdauungsspaziergang noch etwas Brahms und der Tag wäre auch erledigt, morgen soll es runter ins Swan Valley gehen, 350km sind angesagt.

Strand in (nicht bei) Port Denison

Strand in (nicht bei) Port Denison

Port Denison Holiday Units

Port Denison Holiday Units

19. November 2016 – Geraldton, WA

Gallahs - Störefriede erster Güte!

Gallahs – Störefriede erster Güte!

Ich stehe um 5:15 Uhr auf, die Gallahs (australischer Slang: Idiot) machen einen unglaublichen Lärm. So spaziere ich zum nahen Strand runter und geniesse den Sonnenaufgang, die Temperatur im T-Shirt gut auszuhalten. Heute ist Reisetag, wir wollen wieder gen Süden, Geraldton, erneut, der Etappenort. Wir hinterlassen unsere ‘Villa’ sauberer, als wir sie übernommen haben. Dann kann die Fahrt losgehen, die Gegend haben wir ja bereits ‘gemacht’ und so bleibt nicht viel zu berichten. Einen Stopp gibt’s erneut an der Hutt Lagoon, doch heute hat es weniger Wasser und die rosa Farbe will auch nicht so recht leuchten. Das Wetter übrigens gut, ein paar Schleierwolken sind zwar am Himmel, aber nicht weiter störend. Wir näheren uns dem heutigen Ziel und sind plötzlich von einer ungewohnten Hektik umgeben. Es ist ja Samstag und jederman/frau muss einkaufen, die Parkplätze vor den diversen Supermärkten zum Bersten voll, aber Geduld trägt Früchte, resp. beschert uns eine freie Parklücke. Im Liquorland ist nun plötzlich YT im Angebot, der Preis ist von AUD 10 auf AUD 8 gerutscht, also greifen wir zu. Mittagspause machen wir ziemlich unromantisch im Auto auf dem Parkplatz von Woolworths, aber einen einmal ergatterten Parkplatz so einfach wieder preiszugeben…..Nein! Es geht in die gehabte Unterkunft, African Reef Hotel, eine Fahrt von wenigen Minuten. Wir erhalten einen ‘Upgrade’, der Room sei ganz neu, versichert uns die freundliche Empfangsdame. Dies stimmt schon, jedoch hat sie von der Grösse, resp. Kleine, nichts gesagt. Wir quartieren uns ein, das Zimmer ist wirklich sehr klein, nicht einmal einen Kleiderschrank gibt es, der einzige Stuhl viel zu niedrig für den kleinen Schreibtisch, so verbringe ich zumindest nicht eine Ewigkeit hinter, fast wohl schon unter dem Computer. Abends gehen wir aus! Das hoteleigene Restaurant soll einen guten Ruf geniessen und tatsächlich um 18:30 Uhr sind bereits praktisch alle Tische besetzt. Die Speisekarte verspricht viel, die Preise halt eben australisch, aber nicht unverschämt. Wir einigen uns auf Fried Snapper & Chips, AUD 26 die Portion, dazu ein Glas Chardonnay aus Denmark, an der hiesigen Südwestküste gelegen und nicht mit Dänemark zu verwechseln. Unerwartet, fast schon phänomenal gut schmeckten dann unsere Speisen. Edel Fish & Chips! Die geforderten AUD 70 bezahlen wir anstandslos. Allerdings hätten wir auch gerne einen schönen Sonnenuntergang gehabt, doch der Westhimmel ist ziemlich wolkenverhangen und so war das Spektakel eher schwach. Danach folgt, Schande über uns, ein Fernsehabend. Die Temperatur übrigens etliches tiefer als auch schon, nur der Wind tobt immer noch mit unverminderter Stärke draussen vor sich hin. Die Sache mit dem besten Klima der Welt muss ich leider hinterfragen….Ein Bild von unserer ‚Loge‘ gibt’s nicht, dafür eines von unterwegs, typisch australische Landschaft.

Zwischen Geraldton und Kalbarri

Zwischen Geraldton und Kalbarri

15. bis 18. November 2016 – Kalbarri, WA

Pink Lake (Hutt Lagoon) bei Gregory, WA

Pink Lake (Hutt Lagoon) bei Gregory, WA

Die Nacht war etwas auf der warmen Seite, aber wir beklagen uns nicht, es ist ja Mitte November und an anderen Orten auf der Welt schon schw…kalt und trist. Die heutige Etappe ist nur gerade 150km lang, so haben wir Zeit ausgiebig zu shoppen. Natürlich bei Woolworths. Der Supermarkt ist bereits sehr gut besucht, wie gestern schon, ist ein Parkplatz zu kriegen nicht ganz einfach. Auch sind die Parklätze europäisch eng nicht amerikanisch breit. Danach Benzin bunkern, von gestern auf heute ist der Saft um satte 10 Cents pro Liter teurer geworden! AUD 1.30 nun der Preis an praktisch allen Tankstellen. Die Bier-Wein-Schnaps-Läden machen erst um 10:00 Uhr auf, aber Wein haben wir ja bereits gestern gebunkert. Die Fahrt kann losgehen. Wir kurven durch ausgedehnte Vororte von Geraldton und finden uns dann in der Pampa wieder. Die Vegetation anfangs ziemlich landwirtschaftlich, Viehweide und Weizenfelder, dann wieder wie gehabt, dicht und grün. Doch die Landwirtschaft holt uns wieder ein, woher nehmen die Grossbauern auch nur das Wasser? Es bietet sich eine Scenic Route über Port Gregory an, wir sagen zu und kurven Richtung Meer. Es ist wieder heiss, 34°, doch je näher wir ans Meer kommen, desto kühler/angenehmer wird es. Beim Minidorf Port Gregory dann eine Kuriosität: ein rosafarbener See, eher eine Lagune (Hutt Lagoon), lacht uns entgegen. Die Farbe wirklich nicht von dieser Welt! Ein längerer Fotostopp wird eingelegt.

Die Fahrt kann weitergehen, nun wieder in schönster, dichter Vegetation. Die Farbe der Lagune stammt übrigens von Algen (Dunaliella salina), welche im Salz eingelagert sein sollen. Wir nähern uns dem Kalbarri National Park und auch endlich wieder dem Meer. Es findet sich eine 4km lange Stichstrasse runter an die Steilküste. Zwei Felsformationen unten im tosenden Meer gilt es hier zu fotografieren: Island Rock und eine Natural Bridge, ganz eindrücklich, wenn auch das Licht nicht sehr aufregend ist. Ein kleiner Lunch gibt es hier mit Aussicht auf das unendlich scheinende Meer.

Steilküste südlich von Kalbarri

Steilküste südlich von Kalbarri

Noch sind es 12km ins Städtchen mit dem gleichen Namen wie der National Park. Auch diese menschliche Ansiedlung ist recht gewachsen, vor elf Jahren war noch nicht so viel Zivilisation vorhanden. Unsere Unterkunft befindet sich gleich an der Durchgangsstrasse, doch der Verkehr ist nicht Zürich-Rosengarten-mässig. Die kleine Anlage nennt sich Sunsea Villas, das Office ist nicht besetzt, ein Umschlag mit unserem Namen hängt an der Tür, der Schlüssel steckt, alles sehr locker hier in Australien. Die Villa Nummer vier dann nicht wirklich eine Villa im eigentlichen Sinne, eher eine grössere Ferienwohnung, aber sauber, sieht man einmal vom Fettgeruch ab. Wir öffnen Tor und Tür und versuchen die Bude durchzulüften. Hier bleiben wir nun für vier Tage, mir gefällt’s!  Nach längerem Ausruhen und Einräumen machen wir uns um 17:00 Uhr auf den Weg zu den roten Klippen. Bei zweiten Anlauf finden wir den Ort, resp. den kleinen Parkplatz unten am Meer. Es ziehen dichte Wolken heran, wird wohl nix mit einem schönen Sonnenuntergang, ich schultere trotzdem mein ‘Gepäck’ und klettere über Stock und Stein, meist Stein, in die Höhe. Doch der Aufstieg lohnt nicht, die Aussicht runter an die Küste mager und natürlich im fahlen Gegenlicht. Also wieder runter zu den roten zerfressenen Steinen/Felsen, ich versuche mein Glück mit Nahaufnahmen, nicht all zu nah jedoch. Die Foto-Muse küsst mich jedoch nicht, bin sehr uninspiriert, aber knipsen tue ich trotzdem. Die Sonne ist schon längst hinter dicken Wolken verschwunden, definitiv nichts mit phänomenalem Sonnenuntergangslicht an roten Felsen. Es kann nach Hause gehen, eine Grillarbeit wartet noch auf mich. Die Brutzlerei dauert weit länger als erwartet, der australische Barbie wird nicht richtig heiss, so sieht das Filet ziemlich grau aus, ist aber bereits mehr als medium durch! Da sehe ich noch Verbesserungspotenzial! Das Kilogramm Rindsfilet hier anständige AUD 20 teuer (oder billig) und die Qualität kann sich auch sehen lassen. Den Rest des Abends hängt jeder auf seinem Sofa rum, Platz haben wir hier wirklich genug.

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Ein ziemlich laute Nacht mit Wind und Regen findet ihr (für mich) frühes Ende. Ich stehe um 5:30 Uhr und erledige Computerarbeiten. Nun ist das schlechte Wetter also eingetroffen, es ist etliche Grade kühler als auch schon. Der Himmel ist dick mit dunkeln Wolken überzogen und der Wind tobt immer noch. Nach einem gemütlichen Morgenessen, leider drinnen, spazieren wir, so zumindest unser Wunsch, zum Büro des National Parkes, etwas ausserhalb des kleinen Städtchens. Viel läuft hier nicht, es ist Zwischensaison, ab Mitte Dezember jedoch soll sich die Bevölkerungszahl von 1,900 auf 7,500 erhöhen. Leider stimmt die Skizze des Fremdenverkehrsamtes nicht mit der Realität überein, wir erreichen unser Ziel nicht, das National Park Hauptquartier ist einiges zu weit draussen im Busch, von Trottoir kann keine Rede mehr sein. Wir drehen um und statten dem kleinen, aber ausreichend bestückten IGA einen Besuch ab. Die Preise einiges höher als weiter unten in der Zivilisation. So klein das Dorf ist, kann es dennoch mit drei recht grossen Caravan Parks aufwarten. Doch wir vermissen das Camperleben (hier) nicht, fühlen uns ganz wohl in unserer Wohnung. Die unerwartet lange Dorfwanderung nehme ich zum Vorwand für einen längeren Mittagsschlaf, das Wetter ist ja nicht besser geworden. Auch am späteren Nachmittag ist nix mit einem Fotoausflug in die nähere Umgebung. So machen wir halt vorgezogenen Apéro und alsbald wird ein schmackhaftes Filet Stroganoff serviert. Danach machen wir noch unsere Verdauungsrunde, warm eingepackt, der Wind ist ziemlich kühl.

Frühsommer im Kalbarri National Park

Frühsommer im Kalbarri National Park

Wir schlafen bis um 8:00 Uhr! Das Wetter ist einiges besser, ein paar Wolken lümmeln am sonst blauen Himmel herum. Heute wollen wir nun in den Kalbarri National Park, resp. eine Wanderung beim Nature’s Window unternehmen. Also kurven wir nach dem draussen verspiesenen Frühstück in den National Park raus. Nach 11km durch sehr ansprechende Landschaft (wieder die Ähnlichkeit mit der Kap Region) biegen wir links weg in den eigentlichen Park, an der Zahlstation ist kein Mensch zu sehen, Selbstbedienung, resp. –zahlung ist angesagt. Doch wir haben unseren AUD 44 teuren Eintrittspass ja vorgestern erworben. Die Landschaft wird nun botanisch noch schöner! Nach 12km endet der Teerbelag und eine staubige Sandpiste beginnt. 17km sind abzuspulen, die Strasse mal recht, dann recht schlecht. Der Parkplatz für die Wanderung zum Nature’s Window ist erreicht, vor 11 Jahren gab’s diesen noch nicht in dieser Form. Der Weg runter zum berühmten Natur Fenster ist fast durchgehend rollstuhlgängig, nur die letzten paar Meter erfordern etwas Kletterarbeit. Für ein Foto muss ich natürlich anstehen, etliche Selfies werden vor mir geschossen. Jetzt bin ich an der Reihe, muss aber weiter warten, die Leute hängen halt so um mein Fotosujet rum, endlich habe ich für eine Minute freie Bahn und kriege hoffentlich ein Panorama hin. Nun machen wir uns auf in die wilde Natur die ganzen acht Kilometer machen/schaffen wir nicht, doch je eine Stunde hin und zurück durch wirklich schöne und fremdartige Landschaft liegen allemal drin.

Nature's Window, Kalbarri NP

Nature’s Window, Kalbarri NP

Murchison River, Kalbarri NP

Murchison River, Kalbarri NP

Der unter uns dahinfliessende Murchison River scheint sehr wenig Wasser zu haben, hatten dies Fliessgewässer mächtiger in Erinnerung,  aber damals war’s auch Winter. Nach diesen zwei schönen Wanderstunden sind wir zurück beim ‘Naturfenster’ und ich wage nochmals einen Fotoversuch. Nach nur wenigen Minuten bin ich dran und habe das steinerne Fester für mich. Das Licht ist nicht überwältigend und die Muse küsst mich auch nicht, so mache ich ziemlich bald einmal Schluss. Noch sind es 500 Meter bis zum Parkplatz hoch, dieser ist nun gut ausgelastet, natürlich auch mit Miet-Wohnmobilen. Eigentlich ist das Fahren auf nicht asphaltierten Strassen untersagt, aber wenn kümmert’s schon! Die holperige Fahrt kann zurückgehen, zum Glück wird die Strasse ja bald wieder ‘anständig’. Nach obligatem Ausruhen fahren wir nochmals an den Red Bluff Beach, das Wetter ist heute perfekt und so hänge ich für knapp zwei Stunden am ziemlich stürmischen Beach herum, immer auf der Suche nach Sujets. Trotz skurrilen  Felsen und Farben habe ich Mühe mit der Knipserei. Kurz vor Sonnenuntergang bin ich zurück auf dem Parkplatz und die 5.5km Fahrt nach Hause kann losgehen. Abends dann erneut Rindsfilet, diesmal in Medaillon Form, schmeckt auch sehr gut. Noch haben wir die anderthalb Kilo Filet nicht vertilgt, morgen soll’s nochmals Strognoff geben. Den Verdauungsmarsch schenke ich mir heute, bin vorne am Beach genügend gewandert/geklettert.

 

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Red Bluff Beach, Kalbarri NP

Wieder ist das Wetter wunderbar, so lass ich mir den November gefallen. Nach Outdoor Morgenessen machen wir uns nochmals auf in den National Park, es hat noch zwei andere Aussichtspunkte, welche abzuhaken wären. 35 Kilometer, diesmal alles auf ‘normaler’ Strasse sind zurückzulegen. Die Landschaft sehr schön, pflanzlich gesehen. Erinnert wieder, dank der vielen Banksias (gehört zur Protea Familie), an die Kapregion. Es ist sehr einsam hier draussen, kaum ein Auto kommt uns entgegen. Mitten in diesem Nichts folgt die Abzweigung zum Hawks Head und Ross Graham Outlook. Ersterer sehr schön, unter uns natürlich wieder der träge und wasserarme Murchison River, diesmal sind wir jedoch näher am Wasser. Noch näher dann ist der zweite Aussichtspunkt, so nah, dass wir praktisch im seichten Wasser stehen. Aber richtig fotogen ist es nicht, nur eben recht einsam. Der eine oder andere Tourist kommt ebenfalls angeschnauft, müssen noch ein paar heisse und steile Höhenmeter überwunden werden. So, es kann nach Hause gehen. Es folgt, wie üblich, ein Ausruhen bevor es wiederum an den roten Strand, der eigentlich eine Steilküste ist, gehen kann. Doch heute bin ich noch weniger inspiriert als gestern und so gelingen mir keinen brauchbaren Bilder, wie sich kurze Zeit leider zeigt. Doch auch ohne Knipsen ist es einfach schön draussen an der Wärme und Einsamkeit zu sein. Nach Sonnenuntergang werde ich freundlicherweise abgeholt und kurze Zeit später frönen wir bereits dem Apéro. Es folgt, wie erwähnt, das letzte Stück Rindsfilet in form von Stroganoff. Draussen krächzen, wie auch bei Sonnenaufgang unzählige rot-grau Gallahs um die Wette. Ein Papagei zu sein heisst nicht auch, eine schöne Stimme zu haben, diese Viecher sind schon fast lästig bis extrem störend. Es ist Freitagabend, in leider allzu naher Ferne lässt ein Watering Hole (auf Deutsch wohl Kneipe) Musik durch das ganze Dorf scheppern, auch ziemlich unangenehm. Der Krach endet glücklicherweise um 22:30 Uhr und wir können einschlafen.

Sunsea 'Villa' Nummer 4, Kalbarri

Sunsea ‚Villa‘ Nummer 4, Kalbarri

14. November 2016 – Geraldton, WA

Der 'Supermond' über Geraldton (10% grösser als normal)

Der ‚Supermond‘ über Geraldton (10% grösser als normal)

Um 5:40 Uhr stehen wir auf, die Sonne ging bereits um 5:15 Uhr auf! Nach einem starken Kaffee machen wir aus auf die kurze Reise. Wieder tote Kängurus…… Noch sitzt niemand an der Zahlstation, wäre auch ein Wunder. Nun hat es sehr wenige Mitknipser hier und es gefällt mir einiges besser als gestern. Der Wind ist schwächer, dafür die Fliegenplage einiges schlimmer als gehabt. Wirklich schwer bis gar nicht auszuhalten! Ich halte es heute kaum eine Stunde aus, dann flüchte ich mich in unseren kleinen Mitsubishi und wir können die Rückreise beginnen und langsam an ein Frühstück denken.

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Danach räumen wir unsere Bude und kurven weiter gen Norden. Die Landschaft immer recht ansprechend, erinnert vegetationsmässig an die Kaphalbinsel. Der Indian Ocean Drive bietet leider nur selten Blicke auf das Meer, so nehmen wir eine Stichstrasse runter in eines der wenigen, einsamen Dörfer hier und geniessen den Anblick des unendlichen Indischen Ozeans. Es ist übrigens heiss, nein: sehr heiss! Um 9:00 Uhr ist es bereits feuchte 34°. 40° sind angesagt, kann ja heiter werden. Die 220km sind schnell abgespult, viel müssen wie unterwegs nicht anschauen, lauter nichts halt, aber trotzdem nicht übermässig langweilig. Das 40,000 Seelen starke Geraldton (eine Rentner Hochburg dank des angenehmen Klimas) hätten wir nicht wiedererkannt, richtig grossstädtische kommt es daher. Doch zuerst versuchen wir im African Reef Hotel einzuchecken, wir sind noch etwas früh dran, es ist kurz nach 11:00 Uhr. No worries, wie alles hier, fünf Minuten später räumen wir bereits unsere Siebensachen in Zimmer Nummer 43 ein. Nicht die neueste Anlage, doch für AUD 105 (inkl. Frühstück) kann man nicht viel sagen. Das Zimmer wohl eher ein kleine Wohnung, mit Schlafzimmer, Stube, Küche und Gartensitzplatz. Es geht in die nahe Stadt, ein Lunch ist fällig. Richtig fündig werden wir in der Beizenszene nicht, das angepeilte Thai Restaurant hat seine Pforten, wie es scheint, auf unbestimmte Zeit geschlossen. So müssen wir mit dem Hog’s Breath Cafe vorlieb nehmen. Dies eine Kette, spezialisiert auf Steaks und recht amerikanisch aufgemacht. Es ist nun brüllend heiss, die 40° Marke wurde erreicht. Drinnen ist es jedoch fast schon wieder kühl. Wir laben uns kurze Zeit später an Barramundi und Salat, anders das junge Ehepaar mit Kind hinter uns: ein Teller Frittiertes zur Vorspeise, danach eine Riesenportion Fleisch und nochmals etwas im Fett gesottenes…… Die Leute hier, so bisher beobachtet, können sich gut mit ihren amerikanischen Cousins und Cousinen messen, sehr viele sehr dicke Menschen wohin das strapazierte Auge reicht. AUD 65 ärmer, aber zufrieden geht’s nach Hause. Wir legen uns für eine bessere Stunde aufs Ohr, als Vorwand muss der Jet Lag hinhalten. Aber danach ab ins Städtchen, es müssen Einkäufe getätigt werden. Zur Auswahl stehen ein Woolworths und sein Konkurrent Coles. Ersterer macht einen weit besseren, aufgeräumteren Eindruck, in Tasmanien war die Sache umgekehrt, Coles eher nobel, Wooly eher Walmart-mässig. Auch einen Bottle Store, nein, deren zwei, sind auf dem Programm. Interessant oder eher unverständlich ist, dass ‘unser’ Yellow Tail hier zwischen AUD 10 und AUD 13 kostet, in den USA jedoch meist für USD 5 bis USD 6 zu haben ist. Ende der Einkäufe! Ein Wetterphänomen muss hier noch erwähnt werden: vor unserem Mittagsschlaf stand das Thermometer bei 40° und blauer Himmel lachte auf uns herab, anderthalb Stunden später ist es noch knapp 30° und derselbe blaue Himmel lacht immer noch auf uns herab! Bei diesen Temperaturen kann man leben, wir sitzen auf unserem Sitzplatz und schlürfen den kustomaren Apéro. Leider schrillt bereits seit längerem ein Alarm vorne an der Hotelréception, kein Mensch scheint dies zu stören uns nervt es jedoch gewaltig. Der Sonnenuntergang (18:53 Uhr) wird wunderbar, keine Wolke am Westhorizont, perfekt, doch einen grünen Blitz gibt’s nicht. Es folgt ein kleines Abendessen, untermalt mit den erwähnten, ekelhaften Alarmtönen.

African Reef Hotel, Geraldton, WA

African Reef Hotel, Geraldton, WA

13. November 2016 – Cervantes, WA

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Haben erneut sehr gut geschlafen. Das Wetter erneut perfekt, blauer Himmel und kräftig steigende Temperaturen sind angesagt. Bis anhin wäre der Frühsommer viel zu kalt(!) gewesen, wird uns erzählt. Nach interessantem Frühstück, mit von der Partie ein Ehepaar aus Rostock und nicht gerade die grössten Fans von Mutti Merkel, packen wir unsere Siebensachen und verabschieden uns von den guten Gastgebern hier. Die Fahrt nordwärts kann angetreten werden. Der Weg ist leicht zu finden, der Verkehr, auf der Gegenseite, enorm stark und tempomässig im oberen Bereich anzusiedeln. Wir durchfahren unzählige Vororte der grossen Stadt Perth (1,750,000 Einwohner!), überall wird gebaut, Wachstum ungehemmt, wie im Rest der Welt. Die gutausgebaute Strasse (etwas eng, wenn man von Amerika kommt) bringt uns endlich raus aus der Zivilisation. Die Vegetation ähnelt sehr stark derer Südafrikas! In Lancelin dann ein erster Halt, dies Kaff wird wohkl nie Weltgeschichte schreiben, ziemlich verschlafen und langweilig kommt es daher. Nur Kitesurfer wird es hier wohl nie langweilig, es bläst ein enorm starker Wind, dieser macht jedoch die Wärme erträglich, im Schatten jedoch ist es fast kühl. Weiter geht die rasante Fahrt, 110km/h wären erlaubt, was die meisten Einheimischen wohl als absolute Mindestgeschwindigkeit empfinden, man rast hier frisch und fröhlich. Die Strasse nun in Sichtweite des indischen Ozeans, die Vegetation immer üppiger, das Wetter immer noch wunderbar. Wir erreichen Cervantes (pop. 490) und haben eigentlich mehr erwartet, doch es präsentiert sich erneut ein ziemlich verschlafenes Kaff, nur marginal grösser als letzteres. Nach einer ersten Durchfahrt kehren wir wieder zum Dorfeingang zurück, hat es hier wohl die einzige vernünftige Bleibe der weiteren Umgebung. Cervantes Pinnacles  Motel heisst dieser Laden und kommt doch etwas altersschwach einher. AUD 110 will der gute Receptionst für ein einigermassen sauberes Zimmer. Es erinnert uns an unsere Zigeunerzeit von 1980 durch die USA, wo wir jeweils im billigen ‘Motel 6’ abstiegen. So, nun zwei Stunden ausruhen, dann geht es zurück zu den passierten Pinnacles, 16 km südlich. Die skurrilen Felspfosten im gelben Sand sind schnell erreicht, Eintritt AUD 12 pro Fahrzeug, es gelingt uns nicht um 16:15 Uhr einen Monatspass (AUD 44) für alle Park zu erwerben, das Büro habe schon geschlossen. Wir kurven den Scenic Loop ab, sechs relativ enge Kilometer Sandpiste, die Gegend, resp. die Pinnacles wirklich eine Reise wert und höchst fotogen, wären da nicht auch noch andere Touristen mit von der Partie. Vertreter aus dem grossen Reich der Mitte sind ebenfalls zahlreich & lautstark anwesend. Ich versuche meine Bestes, aber Myriden von Fussspuren sind einfach störend, übertroffen nur noch von den gefühlten Millionen von überaus lästigen Fliegen. Aber das gehört ja zu Australien….Ohne den überaus kräftigen Wind wäre die Fliegenplage wohl kaum auzuhalten. Nach einer Stunde haben wir ‘es’ gesehen und aus kann nach Hause gehen.

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Pinnacles Desert, Nambung NP, Cervantes

Wieder sehen wir tote Kängurus an und auf der Strasse liegen, kein schöner Anblick. Abendessen genehmigen wir uns im Cervantes Bar & Bistro, ein ziemlich nüchterner Zweckbau, aber die Speisekarte klingt einiges interessanter als die in unserem Motel. Der Laden ist recht gut besucht und die vollen Teller die aus der Küche kommen, sehen alle sehr lecker aus. Wir einigen uns auf 1kg Chili-Muscheln pour Madame et un Steak Sandwich pour moi. Beide Gerichte schmecken vorzüglichst, eine wahre Perle haben wir hier gefunden. Knapp AUD 80 sehr gut investiert! Viel mehr läuft heute nicht, eine frühe Nachrtuhe ist angesagt, möchten wir (ich?) doch morgen nochmals zu den Pinnacles raus. Das Motel unten sieht von aussen schöner aus als innendrin……

Cervantes Pinnacles Motel, Cervantes

Cervantes Pinnacles Motel, Cervantes

12. November 2016 – Perth, WA

Wir haben sehr gut geschlafen, das Bett ist riesig. Natürlich sind wie früh wach und so turnen wir halt noch etwas im….Internet herum. Um 8:15 Uhr gibt’s Frühstück unten bei Hilary und Jim, es wird viel geredet, hauptsächlich über das südliche Afrika. Leider sind auch diese beiden ziemlich desillusioniert was Südafrika, geschweige den Zimbabwe angeht. Dann machen wir uns auf den Weg, diverse Einkäufe stehen an. Man schlägt und das Midland Gate Shopping Center vor, wenige Kilometer entfernt, doch der Verkehr ist dicht, es ist ja auch Samstag. Jedermann/frau scheint sich in diesem Shopping Center aufzuhalten. Die versammelten Läden sind erfrischend anders als in den USA, soll aber nicht heissen interessanter oder brauchbarer. Wir kaufen dies und das, eine Eisbox natürlich das Wichtigste, wollen wir uns doch in den nächsten zwei Monaten möglichst selbst verpflegen. Danach ist langsam Zeit ans Essen zu denken. Wir fahren ins ‘Nachbardorf’ Guildford mit Namen, dies ein historisches Dorf mit recht pittoresken Häusern. Im Visitor Center bitten wir um Essensrat und man verweist uns ins nahe Rose & Crown Restaurant im gleichnamigen Hotel. Das Etablissement ist sehr gut besucht (Samstag) und macht einen gepflegten Eindruck. Die Preise im oberen Bereich, können sich an Schweizer Niveau messen (ohne Berücksichtigung des momentanen Wechselkurses zu unseren Gunsten). Das Essen fein, wenn auch das Fleisch nicht auf der butterzarten Seite ist. Sirloin zu AUD 39, Beilage zu vernachlässigen, der Wein hingegen ein absoluter Renner: Talijancich Shiraz, das Glas zu AUD 9! Danach machen wir einen nötigen Verdauungsspaziergang. Der Lunch brachte uns immerhin um AUD 100, nicht ganz billig, hier in Australien!  Es folgt ein Besuch im weitläufigen Whiteman Park, ein paar Kilometer weiter der Strasse folgend. Hier dann Samstag-Familien-Entspann-Ess-Stimmung. Erneut marschieren wir, diesmal etwas intensiver, der Lunch war eher reichlich. Es geht nochmals zum Midland Gate Shopping Center zurück, etwas bräuchten wir noch um auch den Abend zu überstehen. Coles hat nicht sehr viel im Angebot, zumindest nicht das, was wir uns wünschen. So laben wir uns abends an Brot und Hühner-Aufschnitt, nicht ein Gourmet-Mahl, aber es reicht allemal.

Aarn House B&B, Perth

Aarn House B&B, Perth

 

10. und 11. November 2016 – Flug nach Perth

Das neuste Apple Modell - entdeckt in Westaustralien

Das neuste Apple Modell – entdeckt in Westaustralien

Nach der kurzen Pause in der CH kann unser Ferien/Rentner-Leben weitergehen. Wir werden freundlicherweise zum Flughafen gefahren, der Verkehr in Zürich brutal stark. Eingecheckt haben wir ja bereits per Internet, doch anstehen müssen wir allemal, viel Zeit spart der Kunde sicherlich nicht, nur Ärger gibt’s obendrauf, falls die Internetverbindung ausfällt oder hängenbleibt…. Die Einsteigezeit kommt und, oh Wunder, das Prozedere ist innert kürzester Zeit erledigt. Wir haben einen guten Platz ‘ergattert’, von der immensen Grösses des A380 kriegen wir nicht viel mit. Mehr oder weniger pünktlich schwingt sich der schwere (nur 415 Tonnen heute, so der Schweizer Pilot) in den grauen Himmel hoch. Endlich sehen wir die Sonne wieder, über den Wolken muss der Sonnenschein wohl grenzenlos sein! Auch der Ko-Pilot ist ein Schweizer, ebenso ein sehr freundlicher Flugbegleiter (oder Steward?). Der Service diesmal erstaunlich gut, der Wein kommt praktisch mit dem Essen und auch der Apéro wird zügig serviert und schmeckt auch noch. Die fünfeinhalb Stunden vergehen schnell, die Ladung in Dubai folgt, nun natürlich in tiefster Nacht, es ist bald Mitternacht!  Über den Flughafen von Dubai muss ich keine grossen (negativ wie positiv) Worte verlieren, wir steigen ja nur um. Der A380 nach Perth dann noch neuer, falls dies möglich ist, doch unsere Plätze weniger gut, da weiter hinten im Meer der Mitpassagiere gelegen. Der Abflug verzögert sich um fast eine Stunde, angeblich wegen sehr starkem Flugverkehr (es ist 3:00 in der Früh). Endlich oben, folgt leider wieder der bereits früher erlebte unterdurchschnittliche Service von Emirates. Das Essen sehr mager, qualitativ im unteren Bereich, mein Omlett kommt komplett kalt daher. Mein Reklamieren wird mit einen sehr bösen Blick und ohne Worte belohnt. Nach 10 Minuten ist das eigentlich ungeniessbare ‘Eierding’ dann wieder bei mir. Na ja, schauen wir halt ein paar Folgen der ‘Urknall Theorie’, so vergeht die Zeit schneller. Dreieinhalb Stunden vor der Landung wird ein Lunch serviert, Qualität auf gehabtem Niveau. Noch etwas Ausharren und dann sind wir in Australien! Das Immigration Prozedere dann Science Fiction mässig: kein Officer, alles erledigt eine Maschine und eine Kamera, fast schon unheimlich. Der Schock leider danach: Customs! Eine Schlange nie gesehener Länge wartet davor, das Gepäck wird hier durchleuchtet, man ist auf der Suche von Lebensmittel-Schmugglern und Leuten, welche kürzlich auf einem Bauernhof waren. Als wir endlich an die Reihe kommen, verschlechtert sich unsere Lage nochmals um zwei Stufen. Die Einreisekarte wurde uns von einer freundlichen Beamtin weggenommen, doch dieser Herr hier nun meint, ohne solche gebe es kein Weiterkommen! Wir werden aus aus der Schlange gewiesen und warten ganz alleine weit weg des Trubels. Nichts geht, so marschieren wir zurück und beschweren uns sehr sanft und siehe da, ein anderer Officer hat plötzlich Erbarmen und winkt uns durch, keine Gepäckkontrolle, nichts, einfach raus aus dem Tollhaus hier. Nun haben wir Hunger, ein einziges Restaurant bietet sich an, wir bestellen die Sache ‘zum Mitnehmen’, wohl nicht üblich hier. Zwei belegte Brote und eine Flasche Wein kosten stattliche AUD 65!!! Der Schalter von Europcar ist nicht bedient, alle anderen Mietwagenfirmen jedoch schon. Also raus und auf die Suche des Büros auf dem riesigen und natürlich dunklen Parkplatz. Nach einer Viertelstunde Fussmarsch mit Gepäck und durch die erstaunlich kühle Nacht finden wir unser Ziel. Der Papierkram ist zum Glück schnell erledigt und wir sitzen in einem SUV von Mitsubishi (10 Tage und 250km ‘alt’). Die Fahrerei durch unbekannte Gefilde und mit veraltetem Kartenmaterial gestaltet sich als herausfordernd bis nervig. Nur keine Panik, wir finden unser Ziel doch und bleiben halbwegs bei Sinnen und guter Laune. Das B&B dann (CHF 112 pro Nacht) sehr schön und die Gastgeber freundlich und interessant (aus Rhodesien/Südafrika stammend, woher sonst!). Viel mehr läuft heute nicht mehr, wir verdrücken die beiden erstaunlich guten Brote und den ebenso guten bis hervorragenden Wein.

Unser B&B in Perth

Unser B&B in Perth

1. bis 9. November 2016 – In der Schweiz

Es gilt die üblichen Sachen zu erledigen: Freunde und Verwandte besuchen, viel Essen und Trinken, das nasskalte November Wetter geniessen und warten, bis es wieder losgehen kann. Viel scheint sich im letzten halben Jahr nicht verändert zu haben, alles wie gehabt, nur ist’s wahrscheinlich menschenmässig noch enger geworden. Die wirkliche Überraschung jedoch: Donald Trump wird zum neuen Präsidenten gewählt, alle Prognosen, Prophezeiungen etc. lagen voll daneben. Hoffentlich lässt der poltrige Mann uns nächsten Mai wieder einreisen! Ich verkaufe in der Eile noch drei Objektive auf Ricardo, zwei praktisch nie benutzte und ein störrisches, welches ich loswerden möchte. Die Koffer sind schnell gepackt, da ja nur zur Hälfte ausgepackt. Etwas arg mager der Report hier über die 10 Tage, aber was soll ich berichten?