6. Februar 2015 – Melbourne

Erneut ein Prachtstag, aber natürlich noch etwas frisch! Die eindeutig der Beweis, dass es hier auch zwei Tage am Stück schön sein kann, nur nützt uns der heutige in touristischer Hinsicht nichts, wir verlassen die kleine Insel am unteren Ende Australiens und übersiedeln auf die Südinsel von Neuseeland. Die Cabin muss erst um 11:00 Uhr geräumt werden, wir haben Zeit in Hülle und Fülle, auch wen man/frau bis 8:00 Uhr pfuust. OK, Aufbruch, der Airport ist in kürzester Zeit erreicht, vorher noch ein Tankstopp, erst der dritte und letzte, Benzinverbrauch bei diesem Auto kein Thema (irgendwo bei 5.5 l/100km). Auf der Festland wäre, gemäss Internet, das Benzin für knapp einen AUD zu haben, hier ab AUD 1.18 bis zu AUD 1.35 je nach Isoliertheit der Zapfsäule. Natürlich herrscht auf dem Internationalen Flughafen von Hobart keine übertriebene Geschäftigkeit, eingecheckt ist in zwei Minuten und nun beginnt die Warterei, der Virgin Australia Flieger fliegt erst um 15:00 Uhr, drei Stunden sind rumzubringen, gar nicht so einfach, gibt es doch so gut wie gar nichts zu tun/anzuschauen. So schauen wir einfach dem bunten, doch gemächlichem Treiben hier zu. 35 Minuten vor Abflug trudelt die Maschine endlich ein, dies nun eine brasilianische Embraer E190. Die ankommenden und abfliegenden Reisenden geben sich quasi die die Türklinke in die Hand und innert kürzester Zeit hebt die Maschine, wir natürlich mit an Bord, ab und schwingt sich in den immer noch stahlblauen Himmel von Hobart. Flugdauer eine Stunde und wir landen im nun endlich heissen (35°) Melourne. Hier zieht sich dann die Warterei in die Unendlichkeit. Es ist kurz nach 16:00 Uhr in die Maschine von Jet Star soll Melbourne um 23:45 Uhr verlassen. Eichecken kann man erst drei Stunden vor Abflug und s hängen wir umgeben von unserem doch ansehnlichen Haufen Gepäck hier und da in den meist unbequemen Sesseln herum und töten die Zeit. Zumindest wird Gratis WiFi geboten und so können wir schon etwas sondieren was den Mietwagen in Südafrika (Januar 2016!) angeht. Die Preise sehr zivil, ab EUR 2,000 ist man, resp. frau für drei Monate ‘im Geschäft’. In einer mittelprächtigen Bar schlürfen wir ein Glas Weisswein und leisten uns dann auch noch einen Teller ausgezeichneter Salt & Pepper Calamari (AUD 19). Eine Stunde später ein Noodle Gericht (AUD 13.90) asiatischer Provenienz, gleich nebenan im Nööödles. Geniessbar. Es geht einen Schritt weiter, das erniedrigende Prozedere des Durchleuchtens will erledigt werden, dann Ausreisekontrolle und wir sitzen im Niemandsland des ziemlich geschäftigen Flughafens. Hier ein weiterer Barbesuch, diesmal ein Glas Rotwein (AUD 9), es ist ja bereits 22:00 Uhr. Ein nächster Schritt, es geht ans Gate, der Kahn scheint ja ziemlich voll zu werden, muss ein grösseres Fluggerät sein. Ist es zu meinem Erstaunen aber nicht, eine simple A320 muss all die Leute in ihrem Bauch unterbringen. Alle haben  Platz, es bleibt sogar der eine oder andere Sitz leer. Ziemlich pünktlich hebt die Billigairline ab und schraubt sich in den nächtlichen Himmel von Melbourne hoch, Ziel: Christchurch. Flugdauer etwas über drei Stunden. Wir möchten gerne ein Minifläschchen Rotwein, kein Problem, aber bitte die Bordkarte präsentieren (??). Eine können wir auf die Schnelle ausfindig machen, wo sich die zweite versteckt hat, wissen wir nicht. Der Stewart beharrt auf eben diesem dummen Stück Weichkarton. Aha, dies Ding ist AUD 10 wert, daher sein Insistieren. So bezahlen wir die geforderten AUD 4 (AUD 7 mal zwei minus meine Bordkarte = 4). Nach einer Viertelstunde suchen und ziemlich ‘G’schnorr’ ist auch die zweite Bordkarte ausfindig gemacht und der Stewart rück die zuvor einkassierten AUD 4 wieder raus. Welch Theater! Andere Reisende haben anscheinend gar kein Guthaben auf ihrer Karte, andere sogar noch mehr, kriegen diese doch noch ein Tablet ausgehändigt worauf sie frech Spielfilme etc. schauen können und sich so vom Proletariat mächtig distanzieren können. Es lebe die Klassengesellschaft (und dies in einer Billig-Airline)!

5. Februar 2015 – Cambridge II

Ein Wunder ist eingetreten: blauer Himmel und KEIN Wind! Natürlich ist es noch etwas frisch, doch die herrlich scheinende Sonne wird das mit der Temperatur schon richten. Heute versuchen wir mit den ÖV in die nahe Stadt zu kommen. Es halte hier, nur auf ausdrückliches Verlangen, ein Bus, welcher uns nach Hobart bringen soll. Um 9:55 Uhr soll er kommen, oder auch ein bisschen später, meint eine Dame, die ebenfalls auf eine öffentliche Fahrgelegenheit aus ist. Na ja, mit 15 Minuten Verspätung trudelt tatsächlich ein Bus ein, der Fahrer sehr höflich und urgemütlich, als gäbe es keinen Fahrplan einzuhalten, verkauft uns zweien ein Rentnerticket für AUD 4.40 pro Nase (retour!). Der Chauffeur chauffiert (was sonst?) uns durch die halbe Insel, so scheint mir, macht da und dort noch einen Bogen, aber niemand will einsteigen. Eigentliche Haltestellen sieht man (ausser in der Stadt) keine, ist wohl so etwas wie ‘Halt auf Verlangen’. Nach 40 Minuten Sightseeing mit dem doch recht leeren Bus sind wir mitten in der Stadt und bedanken uns, wie dies hier jeder tut, beim Busfahrer, der jedem ein saloppes, ‘No Worries, see’ya later’ zurückgibt. Wir marschieren frohen Mutes durch die lebhafte Stadt, ohne Sinn und Ziel (natürlich haben wir ein geheimes: Asia Gourmet Restaurant unten am Pier). Es ist wunderschön warm und fast WINDSTILL, so kann Tasmanien also auch sein. Viel Neues sehen wir nicht, aber es geht ja in erster Linie ums Bewegen. Gegen 12:00 Uhr sitzen wir dann unten am Pier in besagter Taverne, natürlich draussen und schlemmen alsbald ausgezeichnetes Seafood Chinese Style (Szechuan und Cantonese), dazu eine Flasche Chardonnay und die Welt ist in bester Ordnung. Mit dieser schönen Erinnerung an Tasmanien/Hobart im ‘inneren Gepäck’ können wir die Insel morgen frohen Mutes verlassen und uns auf Neuseeland freuen. Nach einem längeren Verdauungsspaziergang entern wir wieder den Bus, dieser kommt ziemlich pünktlich angebraust, und lassen uns nach Cambridge raus schaukeln. Ein wenig Zeugs zusammenpacken und Tagebuch schreiben und flugs ist es Apérozeit. Wir schlürfen unser Glas Weisswein DRAUSSEN, kaum zu glauben, aber es ist angenehm windstill und auch ansprechend warm. Keine grosses Dinner dann am Abend, ein Teller Spaghetti reicht. Auch heute, mehr noch als gestern, scheint recht viel los zu sein, hier auf dem Campingplatz. Was all die Leute hier eigentlich wollen, Sehenswürdigkeiten gibt es keine, ist mir ein Rätsel.

4. Februar 2015 – Cambridge

…Oh nein, nicht das altehrwürdige englische Cambridge, dies ist lediglich ein etwas entfernterer Vorort von Hobart. Nach sehr gemütlichem Frühstück, 6 Eier gehen für ein Rührei drauf, fahren wie die wenigen Kilometer Richtung Hobart. Aber wir wollen nicht in die Stadt, ein erster Versuch gilt dem historischen Städtchen Richmond, etwas nördlich der Hauptstadt, mitten im (Landwirtschafts-)Grün gelegen. Tatsächlich finden sich einige ansprechende Gebäude und eine wohl sehr berühmte Steinbrücke. Um die Brücke wimmelt es erneut von Asiaten, ein Bild ohne Touristen zu schiessen erfordert Geduld, die ich natürlich habe. Aber das Sujet mag nicht restlos zu begeistern, aber immerhin habe ich den eigentlich immer vorhandenen, düstern/dunklen daherkommenden Himmel gut getroffen, das Steingemäuer wohl Nebendarsteller. Nach einer Stunde kamerabewaffnetem Umherirren, habe ich ‘es’ gesehen und wir halten Kriegsrat. Wollen wir hier übernachten, der Möglichkeiten gäbe es viele oder doch weiter, resp. näher zum Flughafen. Wir stimmen für Aufbruch, doch zuerst noch schnell rüber ins nahe Sorell, soll heissen: zum dortigen Coles. Allerletzte Einkäufe werden getätigt, unter wenigem ein, wie sich kurze Zeit später herausstellt, sehr gutes Kalbsfilet, das kg für bescheidene AUD 35. Natürlich kaufen wir nicht einmal ein halbes Kilo, so kommt die Zeche auf AUD 13 zu stehen. Es windet wieder, wie gehabt! So steuern wir auf den nahen Flughafen zu und versuchen unser Glück im eingangs erwähnten Cambridge, in der Einflugschneise des Hobart (International!) Airport. Der Barilla (keine Pasta Werbung) Holiday Park überlässt uns dann eine eher unterdurchschnittliche Cabin für einen eher überdurchschnittlichen Preis von AUD 135/Nacht. Der Laden scheint sehr voll zu sein, dabei haben wir gedacht, die Schulferien seien zu Ende. Wir ruhen aus und danach führe ich das vernachlässigte Tagebuch nach, sortiere meine Bilder und bereite mich auf den Apéro vor. Leider erneut nicht draussen, der WIND! Nach dem exzellenten Kalbsfilet mit frischem Olivenbrot geht es auf eine Campingplatzrunde. Es ist allerhand los und man sieht allerhand interessante Reisemobile, auch hier ist man auf den Slide-Out Zug aufgesprungen, man will ja nicht weniger protzen, als die Amerikaner.

3. Februar 2015 – New Norfolk

Wir nehmen Abschied von diesem schönen Studio, das Wetter (resp. der fehlende Wind) erlaubt uns sogar, draussen zu frühstücken. Der Hausherr gibt uns noch diverse Tipps, was es unterwegs zu sehen gibt und ab geht die Post. Die Landschaft baummässig aufgelockert, schön anzuschauen. Ein kurzer Halt gilt Tarraleah (pop. 10) hier hat es einzig eine sehr noble Ferienanlage, die aber ziemlich leer dreinschaut, ein Zimmer in der Lodge käme auf AUD 1,000 zu stehen (Essen allerdings inkludiert). Nichts für unser Reisebudget, die Fahrt kann weiter gehen, wir müssen das Hochplateau (750 Meter oder so) verlassen und ins Tiefland runter, Ziel wäre der Mount Field National Park. Im Minidorf Ouse (pop. 137, elev. 150m) ein Shoppinghalt, ein der Grösse des Dorfes angepasster IGA bietet sich an. Erneut muss man sagen, dass diese Läden sehr gut bestückt und stets sauber aufgeräumt daher kommen. Nach wenigen Kilometern dann rechts weg Richtung Westerway, resp. dem erwähnten National Park. Hier herrscht Landwirtschaft vor, aber nicht von amerikanischer Dimension, wieder der Grösse der Insel angepasst. Natürlich windet es mittlerweile wieder s..stark und auch diverse Wolken lachen hämisch  auf uns herab. Mount Field ist erreicht und es herrscht eine Jahrmarktstimmung, Tokyo Hauptbahnhof lässt grüssen! Alles voller Asiaten und alle wollen im kleinen Restaurant im Visitor Center etwas Essbares bestellen. Was machen nur all die Touristen hier, gemäss Reiseführer soll es hier Alpine Scenery haben, wir sehen nur dichten Wald, spüren heftigen Wind und erleben enorm viel Volk. Nach verspiesenem Lunch geht’s zurück auf die Haupttrasse, Fernziel für heute: New Norfolk und vorher noch eine Stadtbesichtigung von Hamilton (pop. 150). Angeblich ein historischen Städtchen, aber wir kriegen nicht viel davon mit. Weiter geht die Fahrt nach New Norfolk (pop. mit Vororten: 9,000), die Einheimischen nennen diese Stadt salopp Norfick, natürlich kommt keinem deutschsprechenden Urlauber in den Sinn, den Namen so vulgär auszusprechen. In der Tourist Info hilft man uns eine Bleibe zu finden, die Besitzerin sei zwar noch irgendwo unterwegs, aber wir könnten das Cottage schon mal besichtigen (Schlüssel im Blumentopf, wie clever) und wenn’s uns dann gefällt, häuslich einrichten. Es gefällt ungemein, die beste Loge bis anhin, richtig gediegen und mit AUD 145 (Frühstückseier, Milch, O-Saft, Müesli, etc, inbegriffen) nicht einmal sehr teuer. Leider stellt sich dann heraus, dass wir nur eine Nacht bleiben können, schade…..Es geht auf einen Sprung ins nahe Dorf, keinen Kilometer vom Cottage entfernt. Ein Woolworth bietet hier seine Waren feil. Viel brauchen wir ja nicht mehr, am Freitag geht’s ab nach NZ. Wieder zurück in unserer Bleibe, versuchen wir den Apéro draussen zu schlürfen, doch der ver… Wind vermiest uns erneut dies Unterfangen. Drinnen ist ja eigentlich viel bequemer und wir können erst noch einen Not/Ersatzplan für die zwei letzten Tage ausarbeiten. Abendessen besteht aus Porterhouse Steak mit Mexican Rice und ‘Salaut’.

2. Februar 2015 – Derwent Bridge II

Gemütlichkeit ist heute angesagt, draussen hat es noch etliche Wolken oder Hochnebel und die Temperatur lädt nicht zum Draussensein ein. Wir haben ja unsere Heizung hier in unserem gemütlichen Studio. Doch um 10:30 Uhr geht’s los, wie fahren an den Lake Saint Clair, montieren unsere Wanderschuhe und raus in die Natur. Wir folgen immer dem berühmten Overland Track (Cradle Mountain bis Lake Saint Clair oder umgekehrt) aber natürlich nur einem kleinen Teil davon. Zuerst geht es durch lichten Eukalyptuswald, dann wird die Vegetation immer dichter und undurchdringlicher, ohne schmalen Wanderweg wäre kaum ein Durchkommen möglich. Doch der meist düstere Wald mag nicht so recht zu überzeugen, alles ziemlich chaotisch, überall umgestürzte Bäume, zum Teil riesige Kaliber….nicht zuletzt dem auch heute wieder dienstverrichtenden Wind zu verdanken. In unerhörtem (wieso auch?) Tempo hetzen wir durch den dunkeln Wald, da und dort recht sumpfig, aber es soll sich hier ja um einen temperierten Regenwald handeln, also muss es nass sein. Nach anderthalb Stunde denken wir an eine Mittagspause, doch wir können unmöglich runter zum See, das Unterholz zu dicht. So geht es zurück, immerhin eine halbe Stunde, bis wir die Möglichkeit haben, runter an den Lake Saint Clair zu kraxeln. Natürlich bläst ein unangenehm kalter Wind, doch die Sonne brennt auch stark, so dass es auszuhalten ist.

Lake Saint Clair

Lake Saint Clair

Der ‘obere’ Teil des Cradle Mountain – Lake Saint Clair National Parks gefällt uns einiges besser. Wir treten die Heimreise an, ein letzter Stopp dem Visitor Center, resp. der Lodge. Hier leisten wir uns für die erduldeten Strapazen zwei Pagan Cherry Cider, stattliche AUD 18 der Preis. Wir sitzen an der kräftige brennenden Sonne, dann und wann ein kalter Luftstoss und geniessen das Leben. Bevor wir definitiv zu unserem Studio zurückkurven, fahren wir noch die wenigen Kilometer zur neuesten Luxusunterkunft in Tasmanien: Pumphouse Point. Gemäss Internetauftritt: ‘die Aussicht wird Sie aus den Socken hauen’, doch unsere Socken bleiben dran, was einem aus den Socken hauen würde, wäre die Rechnung für eine Aufenthalt hier zu begleichen. Zurück im hübschen Studio genehmige ich mir einen klitzekleinen Power Nap. Dann Bilder sichten/bearbeiten und bald ist schon wieder Apérozeit. Natürlich schlürfen wir unseren Weisswein draussen, die Sonne scheint immer noch wunderbar und der Wind hält sich in Grenzen. Abends dann eine Hühnerbrust mit Couscous. Morgen soll es weitergehen, wohin, wissen wir nicht, wir werden uns einfach treiben lassen.

Tasmanien Bilder auf Smugmug sind endlich raufgeladen!

1. Februar 2015 – Derwent Bridge

…wie doch die Zeit vergeht, schon haben wir Februar, nur noch dreieinhalb Monate und wir sind wieder in unserem amerikanischen rollenden Zuhause. Die Nacht war heiss, aber der Bettheizung zuzuschreiben, nicht etwa anderen Aktivitäten. Das Wetter ist wie gehabt: viele Wolken und vor allem viel Wind.  Wir brechen auf, Ziel wäre eine windärmere Gegend ausfindig zu machen. Natürlich führt der Weg nach Queenstown (pop. 3,400) in endlosen Kurven durch dichten Wald, langsam habe ich eine Grünübersättigung! Nach 3,456 Kurven ist das Minenstädtchen (Gold und Kupfer, auch heute noch der grösste Arbeitgeber) erreicht. Es ist Sonntag und dementsprechend wenig los. Die Landschaft um das eigentlich ganz hübsch anzusehende Dorf dann eher kahl und trist. Es findet sich ein anständig grosser IGA, aber ich mache mich lieber mit der Kamera auf Sujetjagd. Alte Häuser etc. sind etliche vorhanden und wollen abgelichtet werden. Verkehr hat es kaum in der Innenstadt, so dass Autos nicht gross störend im Bild erscheinen.

Die Post von Queenstown

Die Post von Queenstown

Das Empire Hotel

Das Empire Hotel

Noch ein Besuch bei Thirsty Camel, einem Bottle Store, ich bin auch diesmal leider verhindert, finden sich doch auch hier Fotogelegenheiten zu Hauf. Die Fahrt kann weitergehen, etwas weniger Kurven, Gott sei Dank. Wir haben eine Art Hochebene erreicht, die Landschaft wird offener, nicht mehr dichter Wald rechts und links der Strasse. Bei recht grossen Lake Burbury machen wir einen kurzen Halt, doch der Stausee ist nicht umwerfend schön, der Camping, AUD 5 pro Site, eher primitiv. Weiter geht die Fahrt, wir sind nun im Franklin-Gordon Wild Rivers National Park und es wären wieder AUD 24 Eintritt fällig. Den Mittags-Halt verbinden wir mit einer Miniwanderung zum Franklin River runter, eine bessere Viertelstunde und die Gegend halt wie gehabt, dichter Wald und ein kleiner Fluss, Höhepunkt dann eine schwankende Brücke, nur eine Person darf jeweils auf der Brücke sein. Diese ist eng und schaukelt eben recht stark, doch die Landschaft wird dadurch auch nicht interessanter.

Franklin River, Tasmania

Die Minibrücke über den Franklin River

 

Und weiter geht’s, Ziel der Lake Saint Clair, die südliche Fortsetzung des Cradle Mountain National Parks. Die Gegend nun für mich sehr ansprechend, offene Graslandschaft und nicht dichte, aber schöne Eukalyptuswälder. Derwent Bridge ist erreicht (137km von Strahan entfernt). Das angepeilte Etablissement Derwent Bridge Chalets & Studios öffnet die Reception erst um 15:00 Uhr. So fahren wir die 5km bis zum See, resp. dem Eingang zum Park. Ein nobles Visitor Center und eine Lodge, welche noble Cabins im Angebot hätte, erwartet den unwissenden Reisenden. Doch zuerst an den ach so berühmten Lake Saint Clair runter, eine Sache von lediglich einer Minute. Der See und die Umgebung ansprechend, doch es fehlt das gewisse Etwas, ein markanter Berg oder ähnliches. So schaut die Sache nur schön, aber nicht grandios (wie es einem die Tourismusindustrie weissmachen will) aus. Die billigste Cabin (ohne Küche und TV) wäre für AUD 200 zu haben, eine mit Kochgelegenheit dann gleich satte AUD 320, die anderen Cabin im Preis nach oben offen. Eindeutig zu teuer für die gebotene Landschaft. So schlendern wir eine halbe Stunde am See entlang und leisten uns dann ein Bier und einen Pagan Cherry Cider (AUD 17) im grossen Restaurant, welches gähnend leer daherkommt, wohl kein Wunder bei den Preisen. Es geht nach Derwent River zurück, mittlerweile ist die Reception besetzt und wir bekommen ein sehr schönes Studio für AUD 175 zugeteilt, nicht ganz billig, aber wirklich sehr gepflegt und neu. Das Wetter zeigt sich nun plötzlich von seiner besten Seite: blauer Himmel, angenehm warm und KEIN Wind. So sitzen wir draussen und schlürfen ein Gläschen Port, Courtesy of the House. Die Sonne brennt und unsere Köpfe werden rot, doch nicht vom Portwein! Abends dann ein Nam Prik Ong mit Fusili, ein Gedicht. Danach noch ein kurzer Spaziergang der Strasse entlang, der spärliche Verkehr ist nun ganz zum Erliegen gekommen, viel läuft hier draussen nicht.

31. Januar 2015 – Strahan II

Um 7:00 Uhr geht der Wecker, das Boot wartet nicht! Das Wetter zeigt sich von der eher schlechten Seite, inklusive verd…. Wind. Nach dem Morgenessen spazieren wir die 20 Minuten bis zum Hafen, der rote Katamaran bereits zum Einsteigen bereit. Wir setzen uns an die beiden uns zugeteilten Plätze 133 und 134 und harren der Dinge, die da kommen mögen, es sind die in erster Linie weitere Passagiere. Doch der Kahn wird bei weitem nicht voll, ja nicht einmal halbvoll, doch dies kann mir Menschenmassenscheuem Geschöpf nur Recht sein. Um 9:00 Uhr heisst es Leinen los, doch der Leinenboy (keine Ahnung, wie der Beruf im Fachjargon heisst) bekundet seine liebe Mühe, die Taue zu lösen. Der Cat nimmt ziemlich schnell Fahrt auf, 45 km/h (laut Kapitän). Maximal wären 60km/h drin. Der Himmel ist total verhangen, aber die dunkeln Wolken bringen eine eindrücklich düstere Stimmung aufs Bild. Es geht durchs Devil’s Gate, keine 70 Meter breit, raus, auf die offene (aber ruhige!) See. Dies nun die Roaring Forties, zum Glück scheinen sie heute nicht zu Roaren. Ein Stopp gilt dem Cape Sorell Lighthouse (45 Meter hoch, das zweithöchste ganz Australiens). Kurz kommt die Sonne hinter den dicken Wolken hervor und zaubert eine interessante Lichtstimmung in mein Bild.

der Cape Sorell Leuchtturm

der Cape Sorell Leuchtturm

Es geht wieder zurück durch Hell’s Gate, dies war ein ausserordentlicher Abstecher, nur dem guten (?!) Wetter zu verdanken, so der redselige Kapitän.

Aquakultur - ein Millionenbusiness

Aquakultur – ein Millionenbusiness

Das Cat pfeilt auf den nächsten Stopp zu: Sarah Island, die gefürchteste/brutalste Strafkolonie der Engländer, noch vor Port Arthur. Eine Stunde Aufenthalt auf der einsamen/abgelegenen Miniinsel sind veranschlagt, eine Tour wird angeboten, doch ich irre lieber selber etwas kopflos durch dichten Wald und knipse, was mir so vor die Linse kommt.

Bootanlegestelle auf Sarah Island

Bootsanlegestelle auf Sarah Island

Auf Sarah Island

Auf Sarah Island

10 Minuten vor Abfahrt das Einsteigesignal, wer zu spät kommt, na ja……Ich bin einer der Ersten, möchte nicht hier vom ewigen Winde verweht werden. Mit an Bord sind unseres Wissen noch fünf andere Schweizer, ebenfalls zwei Franzosen, doch der Rest scheint Australisch zu sein, wenn auch die Sprache sehr schwer zu verstehen ist. Die Fahrt Richtung Gordon River kann in Angriff genommen werden. Immer in recht flottem Tempo kurvt der auch stets kommentierende Captain durch den Macquarie Harbour, doppelt so gross wie derjenige von Sydney. Die Flussmündung ist bald erreicht (kein Wunder, bei dem Tempo…) und nun geht es sehr gemütlich den erst noch breiten Fluss hoch in die Wildnis. Das Lunchbuffet wird eröffnet und man verpflegt sich gestaffelt in kleinen Gruppen an überaus reichlich und phantastisch schmeckenden Esswaren, Wein ist natürlich extra zu bezahlen. Doch für AUD 7 pro Glas Weisswein ist man dabei und dieser ist gar nicht mal so sauer wie die bis anhin verkosteten. Der träge Fluss wird jetzt schmaler, die dicht bewaldeten Ufer kommen immer näher, eine grandiose, wilde und urtümliche Landschaft! Früher hatte man hier die Huon Pine (extrem gutes, nicht rottendes Holz) geschlagen, nun aber seit längerer Zeit verboten. Wir geniessen unser Mittagessen und starren in die w…schöne Landschaft hinaus. Eigentlich die falsche Zeit, um so profanen Beschäftigungen wie Essen und Trinken nachzugehen. Es folgt ein Halt, weiter dürfen die Ausflugsboote nicht den Fluss hinauf. Wir steigen aus und sind sofort im dichtesten, je gesehenen Urwald. Ohne den sauber präparierten Holzplankenweg wäre ein Durchkommen absolut unmöglich. Ich bin sprachlos! Es erscheint ein kleine Lichtung, endlich etwas Licht. Hier sonnst sich ungeniert und ungestört eine giftige Tiger Snake, die selbe ‘Marke’, wie wir unten in Port Arthur bereits angetroffen hatten. Angeblich eine der 10 giftigsten Schlangen der Welt.

Tiger Snake

Tiger Snake

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…noch mehr Jungle

Tief beeindruckt marschieren wir zurück aufs Schiff und treten alsbald die Heimreise an. Dank des opulenten Mahles (oder war es der Chardonnay?) fallen mir bald, trotz immens eindrücklicher Landschaft, die Augen zu. Wir erreichen den Macquarie Harbour, noch immer sind es 40km bis Strahan, doch der Cat flitzt übers ziemlich braune (Tannin der vielen Bäume am Gordon River) Wasser und schnell schon erreichen wir unseren Ausgangsort. Hier noch ein Besuch in einer Sägerei, man zeigt dem wissbegierigen (ich: müden) Reisenden, wir man seinerzeit die Huon Pines zersägte. Natürlich kann man hier alles rund ums Holz auch käuflich, und nicht eben günstig, erwerben. Wir marschieren die zwanzig Minuten zurück zum Holiday Park. Ein überaus eindrücklicher Ausflug, der jeden Dollar wert war, müssen wir beide eingestehen, allein schon das exzellente Mittagessen….. Das Wetter hat sich mittlerweile ganz zum Schlechten entwickelt, nur der Wind ist der gleiche, ekelhafte Geselle geblieben. Abends dann ein weiterer Versuch, die australische Grillkultur zu üben: ein Lammnierstück soll daran glauben. Wunderbar zart, ich persönlich finde diese Art von Grillieren besser, als die amerikanische, aber ich will hier keinen Grillkrieg auslösen. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass hier Amerika nicht sehr hoch im Kurs steht. Dies hatten wir bereits bei den letzten drei (!) Australienbesuchen feststellen können. Was beide Nationen zu verbinden scheint ist ein sehr stark ausgeprägter Patriotismus. Wenn nicht auf einem Artikel Australian Made oder Australian Owned and Operated vermerkt ist, scheint ihn niemand zu kaufen. Beim Brot zum Beispiel: Made from 100% Aussie Flour. Ist dies ein Versuch eine Nation von Einwanderern aus aller Herren Ländern und Sträflingen zusammenzuschweissen? Was weniger ausgeprägt ist, ist die Privatsphäre, einem Amerikaner heilig, latscht man hier durch besetzte Campsites, als ob nichts wäre. Auch teilt man den Grill: Du kannst Dein Fleisch auch noch auf meine heisse Platte werfen, No Worries. So, Ende der lange Durchsage für heute.

30. Januar 2015 – Strahan

Erneut hat uns unsere hauseigene Maus Unterhaltung geboten. War es letzte Nacht noch mein Müesli gewesen, so ist es diesmal ein offen herumliegender (!) Kit Kat Riegel, ein wahrlich gefundenes Fressen. Ich höre ein Knabbern, schalte blitzschnell meine Taschenlampe an und das ertappte Vieh rennt in unglaublichem Tempo über den langen Küchentresen und verkriecht sich hinter der Mikrowelle. Na ja, ich will das arme Tier ja nicht umbringen, doch der angeknabberte Schokoriegel wird konfisziert, resp, entsorgt. Nun ist Ruhe! Wir stehen erst gegen 8:00 Uhr auf, das Wetter ist durchzogen, etliche Wolken heissen uns Willkommen. Es geht ans Zusammenpacken, wir wollen weiter runter an die Küste nach Strahan (Strooh-n), 140 Kilometer und meist wohl kurvige. Kaum aus dem wunderschönen Park, wir die Gegend wieder ziemlich nüchtern. Landwirtschaft scheint doch zu rentieren, auch auf dieser Höhe und vor allem bei diesem recht rauen Klima. Langsam geht den Bauern die Puste aus und die Landschaft wird wieder urtümlicher. Es geht in die Tiefe, links und rechts zum Teil dichter Wald und Riesenfarne. Rosebery (pop. 1,500) ist erreicht, ein Stopp wird fällig. Im sehr gut bestückten IGA bekommen wir den eher schwer aufzutreibenden Lipton Light Peach Ice Tea, die Flasche für horrende AUD 4.79! Ein Sack Nüsse (320g) , ohne die ich nicht mehr leben kann/will trägt ebenfalls ein stolzes Preisschild: AUD 10.20! Es kann weiter Richtung Meer gehen, das Dorf Zeehan (pop. 900) streifen wir nur ganz am Rand, abseits der Touristenstrecke gelegen schlummert das Minendorf wohl im Dornröschenschlaf. Es ist endlich Schluss mit den ewigen Kurven, wir sind ‘unten’ und die Strasse hat dann und wann auch einmal gerade Abschnitte im Angebot. Der Verkehr hält sich sehr in Grenzen, obwohl dies eine der Hauptrouten sein soll. Strahan (pop. 700) ist erreicht, angeblich ‘the Best Little Town in the World’ (einem amerikanischen Reiseschriftsteller zufolge). Wir sehen nur ein mittelmässig heruntergekommenes Dorf hart am Meer gelegen, dafür aber mit reichlich Starkwind gesegnet. Lunch müssen wir im Auto erledigen, der Wind ist zu stark. Danach besichtigen wir zwei Cabins auf zwei verschiedenen Holiday Parks, aber von einer Firma gemanaged (Pure Tasmania hat angeblich fast das ganze (touristische) Dorf aufgekauft). Aber eine noble Geste, potentiellen Kunden ein Vorabaugenscheinnahe zu gewähren. Wir wählen den Discovery Holiday Park näher am Meer, das Strahan Holiday Retreat liegt schöner unter Bäumen, aber die Cabins sind abgekämpft und muffig, unsere Wahl jedoch scheint besser zu sein: kein Muff und recht neu kommen die zahlreichen Cabins daher. AUD 129 pro Nacht wollen rausgerückt werden. Die Bootstour auf, oder besser zum, Gordon River könnte auch gleich an der Reception gebucht werden, allerdings gingen dann die 10% Rabatt flöten, also selber ins Dorf gekurvt und direkt beim Office gebucht: AUD 130 pro Nase, minus 10%, für einen Fensterplatz, inklusive Lunch. Abfahrt morgen um 9:00 Uhr, bitte pünktlich erscheinen. Wir fahren ein paar Meter weiter zum Peoples Park, hier spazieren wir zu den Hogarth Falls, immer entlang eines kleines Flüsschens, in welchem Schnabeltiere zu sehen seien. Trotz intensivem Suchen erspähen wir keines dieser scheuen Kreaturen. Die Fälle dann nichts spektakuläres, doch ein paar Schritte zu Fuss tun immer gut. Einmal eingewandert, geht’s gleich weiter ins nahe beste Kleinstädtchen der Welt. Womit sich dieses Kaff (man entschuldige meinen Kraftausdruck) diesen Titel verdient haben soll, ist und bleibt uns schleierhaft. Schön anzusehen einzig das imposante Post & Telegraph kombiniert mit H M Customs Gebäude eingangs Dorf. That’s it. Wieder zurück auf dem nie und nimmer vollen Holiday Park geht’s ans Ausruhen und ziemlich bald ist Apéro Zeit. Danach versuchen wir unser Glück an den überall vorhandenen (Gas-)Grillstellen. Aufheizen, die (meist) blitzblanke Platte einölen und das Fleisch draufhauen, in unserem Falle 3 Stückchen Rindsfilet (total AUD 12), unsere Nachbarin brutzelt dann schon eher Aussie Fare: Würstchen, Gemüse und Sweet Potatoes. Unser Fleisch ist in sechs Minuten gar und ich hetze in die nahe Cabin zurück, den Barbie können wir auch nach dem Verspeisen des Fleisches noch reinigen. Butterzart, die Dinger! Dazu Reis und Kefen und einen Schluck Rotwein. Danach, wie versprochen, Reinigung des Grills und unsere obligate Campingplatzrunde. Bei den Rentals hat Maui eindeutig die Nase vorn, dann folgt Britz, Cruisin’ und Apollo. Nebenan steht vor einer Cabin ein Motorrad mit Zürcher Nummerschild, jedem das Seine. Der Abend wird ruhig, wenn wir auch nicht draussen sitzen können, Spielverderber, einmal mehr, der Wind.

29. Januar 2015 – Cradle Mountain III

Wir schlafen heute bis kurz vor 8:00 Uhr. Draussen ist es grand beau, wettermässig! Doch die Temperatur lässt zu wünschen übrig, OK, wir sind ja auf 900 Meter über Meer, aber es ist auch Sommer, so könnte man eigentlich mehr erwarten. Genug des Mäckerns! Nach gewohnt gemütlichem Frühstück schlendern wir ins nahe Visitor Center rüber. Hier entern wir einen der zahlreich verkehrenden Shuttle Busse und lassen uns die knapp 10km bis zum Dove Lake chauffieren. Die meisten der Busse sind sehr gut ausgelastet, sei noch am Rande erwähnt. Am Dove Lake bläst, wie immer, ein ‘kalt Lüftchen’, wir lassen uns nicht beirren und machen uns auf Schuster’s Rappen ab in die w…. Natur. Der Weg ist steil, dafür die Aussicht auf den Dove und Lilla Lake recht eindrücklich. Immer weiter windet sich der gut ausgebaute Wanderweg, meist auf Holzplanken in die Höhe. Bei etwas über 1,000 Meter ist Schluss, wir biegen rechts weg Richtung Crater Lake, die ganzen eroberten Höhenmeter müssen wieder preisgegeben werden. Erneut: die Landschaft ist einmalig schön! Bald erreichen wir den Renny Creek Car Park, wo wir, wie gestern auch schon, unser Mittagessen verzehren. Der Wind ist heute ziemlich auf der kalten & störenden Seite, doch der Himmel ist immer noch grösstenteils blau, wenn auch diverse, schön anzuschauende Wolken mit von der Partie sind. Die Wanderei geht weiter, nächstes Ziel das Ranger Center, 1:45h, immer auf den erwähnten Holzstegen, auch hier geht es auf- und abwärts, doch die gebotene Landschaft entschädigt uns für diese Anstrengung allemal. Bei Ranger Center angekommen, hängen wir noch einen kurzen Jungle Walk dran, nichts absolut Spektakuläres, aber gemacht ist gemacht. Etwas abgekämpft warten wir auf den Nachhause-Bus, der kurze Zeit später eintrudelt und uns in wenigen Minuten beim Visitor Center wieder ausspuckt. In unserer warmen Cabin dann das ersehnte Ausruhen, ich natürlich inklusive Power Nap. Heutige Tierausbeute: Wombats, eine kleine Schlange, ein grösseres Echidna Exemplar, leider etwas scheu und die üblichen, lärmenden schwarzen Vögel (Black Currawongmit ihren beeindruckenden/furchteinflössenden Riesenschnäbeln. Abends dann Spaghetti und ein letztes Mal marschieren, unsere traditionelle Campingplatzrunde. Hier hüpfen uns drei Wallabies über den Weg, Wombat gibt’s aber keinen heute. Dafür noch ein paar Erinnerungsbilder an die wunderschöne Landschaft hier:

Cradle Mountain National Park

Cradle Mountain National Park

Cradle Mountain National Park

Cradle Mountain National Park

Cradle Mountain National Park

Cradle Mountain National Park

28. Januar 2015 – Cradle Mountain II

Wir stehen kurz vor 5:00 Uhr auf. Der See, resp. der Berg ruft. Es scheint sternenklar zu sein! Immer langsam, hat es doch etliche Viecher auf der Strasse, zuckeln wir zum 10km entfernten See. Wallabies und Wombats queren unseren Weg, doch mit 40km/h kann frau gut auf die Bremse treten, so gibt es keinen Wildschaden. Vorne am See dann die Bestätigung: keine einzige Wolke am Himmel! Doch windstill ist es leider nicht, keine perfekte Spiegelung der imposanten Berge im Dove Lake. Trotzdem versuche ich mein Glück, und, wie sich später herausstellt, kann man ein Bild als brauchbar einstufen. Es ist, ich muss es loswerden, gerade mal 1°! Trotz der Kälte und der Nicht-Perfekt-Spiegelung bin ich sehr zufrieden, das Gegend ist einfach umwerfend schön. Etwas unterkühlt melde ich mich zurück und die Fahrt zur hoffentlich warmen Cabin kann losgehen. Verkehr ist immer noch keiner, dabei ist es bereits 7:00 Uhr. Nach anderthalb Stunden ruft die Wildnis erneut, zurück zum See und diesen umrunden, dass die Ziele für heute Morgen. Die Umrundung dann ein weiterer Höhepunkt, hatte ich schon erwähnt, dass die Landschaft einmalig schön ist? Die etwas über 5km sind abgespult, ein paar Fotos habe ich auch geknipst und das Wetter ist immer noch perfekt. Es geht zum Ronny Creek, dort hat es zwei Tische, ist doch ein Mittagsmahl bald einmal fällig. Wir schnappen uns einen drei beiden und verzehren unser Essen immer noch bei perfektestem Sonnenschein. Von Westen her kommen jedoch die ersten (harmlosen?) Wolken angesegelt. Erneut machen wir uns ans Wandern: wir marschieren Richtung Visitor Center, 1:45h wären eigentlich zu machen, doch zurück sind es ja auch noch mal soviel. So geht’s eine Stunde durch, erneut, wunderschöne Gegend, dann kehren wir um und es geht, erneut, durch wunderschöne Gegend. Etwas erschöpft, man bedenke unseren frühen Start heute, kurven wir dann die paar engen km zu unserer Cabin zurück. Ich versuche mich an einem Power Nap, gelingt mit immer ganz gut. Es folgt bald ein gutes Abendessen: Angus Burger mit Ginger- Couscous. Natürlich gibt es auch noch einen Verdauungsspaziergang danach, dieser artet sich dann fast in einen veritablen Zoobesuch aus, es präsentieren sich: Echidna, Wallaby, ein ‘echtes’ Känguru und unser heimlicher Star, der Wombat. Sehr zufrieden lassen wir den Tag mit einem Yellow Tail ausklingen.

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Cradle Mountain N.P., Tasmania

 

5:55 Uhr , Dove Lake, Cradle Mountain

5:55 Uhr , Dove Lake, Cradle Mountain