12. und 13. Oktober 2019 – Gilbert Ray CG, Tuscon, AZ

Etwas wärmer heute: 12° draussen, trotzdem ein kurzer Griff zur Heizung, 14° in der Stube ist etwas frisch für uns. Heute kurven wir rüber gen Westen in den Gilbert Ray Campground. Als verabschieden wir uns von unseren Freunden und die Reise kann losgehen. Erster Stopp: Trader Joe’s im nahen Oro Valley. Der Laden ist sehr gut besucht, es ist Samstag und hier hat man/frau meist Geld und ernährt sich (hoffentlich) auch gesünder. Die Fahrt über Nebenstrassen und eine kleineren Pass (nicht der Gates Pass) dauert seine Zeit, die Strassen meist eng und sehr kurvig, müssen doch die Tucson Mountains überwunden werden. Das Gewichtslimit über eben diesen Pass wäre 12,000 lbs, da sind wir wohl leicht drüber…… Endlich sind wir auf dem altbekannten Camping und suchen uns ein Site, einer der grossen Loops ist geschlossen, so ist die Auswahl merklich kleiner und alleine sind wir auch nicht hier. C4 unsere Wahl, gleich neben einem stattlichen Saguaro. Es ist heiss: 35°, so muss erneut die A/C beansprucht werden. Diese verrichtet ihren schweren Dienst sang-, aber leider nicht klanglos. USD 20 immer noch der Preis, die Facilities immer noch ‘brauchbar’, aber nicht überragend, vergeblich sucht der verschwitzte Reisende hier eine Dusche, doch zumindest ist eine Dump Station im Angebot. Strom wird natürlich geliefert, ohne wäre der Platz wohl kaum so gut belegt. Die A/C muss wieder her, es ist heiss! Die treue Klimaanlage verrichtet ihren Dient ohne zu murren, nur halt leider etwas laut. Zwischen Apéro und Abendessen mache ich meine üblichen Kaktusaufnahmen, immer noch habe ich keinen besseren Standort gefunden, als den seit nun etlichen Jahren benutzten. Die Sonne geht perfekt unter, doch es schient etwas Schmutz in der Luft zu haben, die Farben werden nicht knallig, eher ‘verhalten’. Ich passe heuer sehr gut auf, wohin ich trete, die Klapperschlange letztes Jahr war mir eine Lehre. Nach Sonnenuntergang gibt es dann noch eine Zugabe, der Himmel verfärbt sich in den knalligsten Farben, keine Fotos, aber mit Augen und Herz genossen. Es kühlt hier oder heute nur langsam ab, 20:00 Uhr und immer noch 25°, aber wir wollen uns nicht beklagen.

 

15°, drinnen und draussen. Der letzte Campingtag dieser Saison! Viel unternehmen wir nicht, Aufräumarbeiten stehen an, eine oder auch zwei Runden durch den grossen Campingplatz, das wär’s auch schon. Auch heute ist es unangenehm heiss: 36°, so muss die A/C wieder für ein paar Stunden in Betrieb genommen werden. Am späteren Nachmittag ziehen unerwartet Schleierwolken von Südwesten heran, da wird wohl nix mit Kaktus im Abendlicht. Morgen um 10:00 Uhr geht’s in die Garage, Ölwechsel und andere ‘autotechnische’ Dinge müssen erledigt werden. Trotz der Wolken wäre der Sonnenuntergang mittelprächtig bis gut geworden, doch ich habe ja schon eine ganze Menge von Saguros im Abendlicht, also kann ich meine Zeit voll und ganz dem Apéro und dann dem letzten Abendessen im Camper widmen. Wie alle die Jahre zuvor schleicht sich ein komisches Gefühl ein, ist halt doch unser Zuhause, das Wohnmobil, wenn’s auch zwischendurch einmal eng wird und wir uns nach mehr Platz sehnen.

 

24. Mai 2018 – Gilbert Ray CG, Saguaro West NP

 

Heute geht’s nun auf die Reise, Tucson werden wir erst wieder Ende Oktober sehen. Nach gemütlichem Frühstück und Geplauder reinigen wir unser Zimmer, es könnten ja kurzfristig Gäste für Gail’s AirBnB kommen. Um 10:00 Uhr sind wir startklar, ein erster Stopp bereits beim nahen Albertsons. Noch fehlen diverse Lebensmittel und natürlich auch Wein. Zweiter Stopp: Arizona Propane, etliche Meilen südlich der Stadt. Etwas über 10 Gallonen kosten hier etwas über USD 25. Das U-Haul Depot beim Storage will weit über USD 3 pro Gallone, nicht mit uns, einmal sind wir auf den irreführenden Spruch ‘Propane for Less’ reingefallen. Nun aber raus zu den Saguaros, der Weg lediglich ein paar Meilen, die ersten jedoch meist Stop and Go. Man/frau werkelt da und dort an den Strassen, der Zustand dieser verbessert sich langsam. Draussen auf dem Gilbert Ray Campground (immer noch USD 20 pro Nacht) herrscht gähnende Leere, lediglich eine Handvoll Extrem-Camper harren aus, darunter auch zwei Europäer: ein Camper aus München und einer aus Basel. Wie immer haben wir Mühe, einen uns beiden genehmen Platz zu finden, die meisten sind ja bekanntlich schief. Ich beharre auf wenigstmöglich Sonne am Alkoven, sonst wird ein Schlafen zur Tortur. Endlich steht der Camper ziemlich schief auf einem Site (A57) und scheint tatsächlich vorne wenig Sonne ‘abzukriegen’. Es ist HEISS: 40° C. Die Klimaanlage muss ihren schweren Dienst antreten und dies für die nächsten paar Stunden. Erst um 21:00 Uhr entlassen wir das laute aber hier sehr nützliche Ding in den Ruhestand. Nach Sonnenuntergang sitzen wir natürlich draussen, es kühlt langsam ab, doch um 21:00 Uhr haben wir immer noch knappe 30°, drinnen kühle 22°. Alle Fenster auf und ab ins warme Alkoven-Bett. Der erste Campertag der Saison 2018 findet sein verdientes Ende.

19. und 20. Mai 2017–Gilbert Ray CG, Tucson

Es soll/muss weitergehen. Wir verabschieden uns von den Boys, von Lee leider definitiv. Keine Details hier. Ziemlich traurig und wortkarg dann die kurze Fahrt in den Gilbert Ray Campground, draussen im Saguaro National Park. Mit ungeahnter Routine richten wir unser Mobil wohnlich ein, alles scheint noch zu funktionieren. Hauptsache wir sind beschäftigt, ansonsten würden sich unsere Gedanken immer noch um die schlimme Situation drehen. Es ist schönstes Sommerwetter, aber ein angenehm kühler Wind weht von Norden, perfekt! Weiter oben im Norden hat es nochmals kräftig Schnee gegeben, der Yellowstone NP wurde kurzfristig dichtgemacht. Am Grand Canyon sind die Nachttemperaturen weit unter den Gefrierpunkt gesunken. Wir versuchen so gut es geht, das Camperleben zu geniessen. Apéro natürlich draussen, dann aber mache ich mich ‘uf u dervo’, einmal mehr möchte ich Saguaros und die Tucson Mountains im letzten Abendlicht ablichten. Der Standort ist immer der gleiche, es gibt (meines Wissens!) keinen anderen/besseren. Die Berge werden ansprechend rot, die Kakteen natürlich schon längst im tiefsten Schatten, aber Photoshop wird’s schon richten. Es folgt eine Abendessen: grosse Pork Chops vom alten Grill mit neuer Grillplatte. Dies Ding brachte uns um USD 25 und wiegt gut und gerne 2kg, sollte eine ein paar Jahre halten. Danach ist bei mir ziemlich schnell Sendeschluss, ich bin hundemüde. Auch nach einer Woche wache ich regelmässig um 4:00 Uhr auf und ein erneute Einschlafen fällt mir den Umständen entsprechend sehr schwer.

Die Nacht war unerwartet kühl, aber ideal um zu Schlafen, wenn man denn könnte, wieder bin ich sehr früh wach…..Heute soll es in eine Urgent Care Klinik gehen, meiner besten Hälfte müssen die Fäden gezogen werden. Die Reise dauert knappe 45 Minuten. Das Etablissement gleich neben einer Autogarage, aber es werden ja wohl nicht dieselben Leute in der Klink arbeiten, die nebenan Reifen wechseln. Natürlich will man sofort Geld sehen: USD 150 ‘Eintrittsgebühr’ werden fällig. Danach verziehe ich mich in den nahen Fry’s Supermarkt (zum Kroger Imperium gehörend). Nach einer halben Stunde ist mein Patient entlassen, es blieb bei den anfangs geforderten USD 150. Schnell ein nochmaliger Besuch bei Fry’s und bei Walmart (dies ein ‘kleiner’ Neighborhood Store). Der Laden führt hauptsächlich Lebensmittel, keine Kleider und auch keine Elektronik. Auch eine Garten- oder Autoabteilung sucht man vergebens. OK, es geht zurück auf den Camping. Die Temperatur meint es heute sehr gut mit uns. Der Wind hat von Norden auf Südwest gedreht, die 100° Marke könnte geknackt werden. Doch im Camperinnern herrschen ‘erträgliche’ 31°, diesmal Celsius. Ich widme mich meiner gestrigen Fotoausbeute, werde aber nicht ganz so glücklich, das Motiv ist schon etwas arg abgegriffen.

Es wird immer heisser, Blasi Boise muss seinen schweren Dienst verrichten, viel Kühlung kann er jedoch nicht liefern, Hauptsache eine leicht kühlende Brise. Heute etwas früher Apéro, ich möchte eine halbe Stunde eher bei den Saguaros draussen sein. Auch dieses Mal finde ich keinen besseren Standort und muss mich mit dem üblichen abfinden, zumindest sind die wunderschönen Saguaros noch im Licht, wenn es auch nicht das beste ist. Weit vor Sonnenuntergang bin ich zurück und mache mich gleich an die Arbeit. Ein Stück Flank Steak soll geniessbar gemacht werden. Die neue Grillplatte auch diesmal sehr brauchbar. Es folgt ein Thai Beef Salad, lecker! Danach eine Campingplatzrunde und die wohlverdiente Flasche YT. Nun kommt doch noch etwas kühlender Wind auf, doch im Camper drinnen bleibt es warm bis heiss. Es ist übrigens herrlich ruhig, alle Mitcamper in unserer unmittelbaren Umgebung verhalten sich still, kommt nicht all zu oft vor!

23. und 24. Oktober 2016 – Gilbert Ray CG, Tucson

Es ist bereits warm, eigentlich ganz angenehm so zu leben, wenn die Temperatur nicht bald über 30° steigen würde. Wir verlassen diesen Ort mit gemischten Gefühlen… Es geht weiter gen Süden Tucson entgegen. Wir nehmen nicht den Freeway, sondern die gemütliche Nebenstrasse 79 South über Florence und Oracle Junction. Die Gegend ist weiter nicht spektakulär, Wüste halt. Wir nähern uns den ersten Vor-Vororten von Tucson, mitten in der Wüste wird hier gebaut als gäbe es Wasser im Überfluss. Wir machen Halt bei einem Bashas’, einem der letzten eigenständigen Supermarktketten (nur in Arizona vorhanden). Hier leiste ich mir, kann nicht widerstehen, ein Stück Pizza, USD 1.99 & Tax. Das Ding schmeckt wunderbar, die Kruste genau, wie ich sie mag. Nach diesem unerwarteten kulinarischen Höhenflug geht die Reise weiter, nun westwärts, wir wollen nicht durch die grosse Stadt, lieber weiter auf Nebenstrassen. Auch hier draussen, weit weg der Grossstadt wird überall gebaut, wer soll/will auch hier wohnen? Tucson hat bereits 520,000, der Grossraum gar 1,020,000 Einwohner, Tendenz natürlich stark steigend. So kurven wir gemächlich durch Saguarolandschaft, immer unserem Ziel, dem Gilbert Ray Campground, entgegen. Der Platz, wenige Meilen südlich des bekannten Arizona Sonora Desert Museum gelegen, präsentiert sich als praktisch leer. So haben wir die Qual der Wahl, einigen uns aber schnell auf Site C-2, auch schon einmal in Beschlag genommen, Die Aussicht hier auf weite Kaktuslandschaft schon imposant. Der Preis dafür immer noch USD 20, die Facilties klein, aber sauber, Dumpstation ist ja auch vorhanden. Wir richten uns ein und ruhen aus. Der Himmel überzieht sich mit immer mehr Schleierwolken, an ein abendliches Fotoabenteuer zwischen den Kakteen ist wahrscheinlich nicht zu denken. So erledigen wir kleinere Aufräumarbeiten, es geht ja bald ans Einmotten unseres treuen Gefährts. Trotz Wolken ist es ziemlich heiss, 33° mögen’s schon sein, aber wir beklagen uns nicht. Die Klimaanlage kommt nur kurz zum Einsatz, das ohrenbetäubende Geräusch ist wirklich nicht lange zu ertragen. Der Platz füllt sich auch gegen Abend nicht mehr, so hätten wir eigentlich unsere Ruhe, wäre da nicht eine Veranstaltung drüben auf dem Old Tucson Gelände. Musik und Geschrei hallt zu uns rüber, aber bereits vor 22:00 Uhr ist zum Glück Schluss mit dem Lärm.

Gilbert Ray CG, Tucson, AZ

Gilbert Ray CG, Tucson, AZ

So müssen die Morgen sein: beim Aufstehen um die 20° und der Himmel blau und wolkenlos. Es geht auf einen Spaziergang durch die spärlich belegte Anlage. Dann ein Morgenessen und ich klemme mich erneut hinter den Computer, Aufräumarbeiten sind angesagt. An ein Wandern ist nicht zu denken, die Temperatur ist im Steigflug. Doch wir lassen die Finger von der Klimaanlage, Ventilator Blasi Boise reicht mir auch. Erneut ziehen, wie gestern bereits, mächtige Wolken heran. Heute machen wir wirklich nichts bis sehr wenig. Sind, kaum zu glauben, aber wahr, etwas traurig. Das halbe Jahr hier ging viel zu schnell rum, aber es wird wohl hoffentlich wieder eines folgen, wenn auch erst in sieben Monaten. Der heutige Abend wird dann wirklich ruhig, abgesehen von kräftigen Donnern und Regen auf dem Dach. Es geht ein veritables Gewitter auf uns nieder, überall zucken Blitze, der Himmel pechschwarz, aber wir sind ja drinnen in der trockenen, sicheren Stube.

Gilbert Ray CG, Tucson, AZ

Gilbert Ray CG, Tucson, AZ

12. und 13. Mai 2016 – Gilbert Ray CG, Tucson

Heute nun nehmen wir Abschied von den Boys, wie immer, war die Zeit lustig, interessant und sehr angenehm. Ein letztes gemeinsames Frühstück und ein ebensolches Mittagessen und wir kurven los. Zuerst nur bis zum nahen Albertsons. Trader Joe’s, unsere ursprüngliche Wahl, liegt nicht so ganz auf unserer heutigen Reiseroute. Der Weg raus zum Saguaro West N.P., resp. den Gilbert Ray Campground kennen wir ja bereits fast im Schlaf. Tucson frisst sich weiter in die Wüste vor, überall neue Siedlungen, wo wird/kann dies enden? Der Camping ist, wie erwartet, sehr spärlich belegt, den C Loop haben sie gleich abgesperrt. So nehmen wir einmal mehr H24 in Beschlag, etwas schief, doch sehr gut zur Sonne ausgerichtet. Nach meinem Dafürhalten wird die Sonne bald nur unsere Stube aufheizen, das Schlafzimmer dann im Schatten (was nicht unbedingt kühl heissen soll bei 40°). Noch immer sind USD 20 zu entrichten, die Facilities sauber, wenn auch nicht übermässig gross. Zwei Deutsche Camper tummeln sich ebenfalls hier, wir können es ihnen nicht vergönnen. Die Ruhe hier draussen ist schon etwas wert und seien es nur sehr hohe Temperaturen, welche wir in Kauf nehmen müssen. Die Klimaanlage läuft auch Hochtouren und bis zur Apérozeit schafft sie es, das Camperinnere auf fast frostige 21° zu kühlen, alle Achtung! Nach einem Schluck Weisswein, im Schatten versteht sich, schultere ich meinen Rucksack und mache meinen gewohnten Abendspaziergang, den Brown Mountain Trail hoch. Es findet sich immer noch kein besserer Standort, so nehme ich halt den wirklich seit Jahren benutzten. Das Licht wird leider nicht speziell gut, aber es reicht, um das neue (25 jährige!) Objektiv besser kennenzulernen. Danach hetze ich zum Camper zurück, muss ich doch sofort die Grillmütze montieren und ein Stück Fleisch braten. Das New York Steak wird sehr gut, vielleicht etwas dunkel auf der einen Seite, ich habe die neue Grillpfanne noch nicht im Griff. Doch das Fleisch ist zart, das zählt, wie es daherkommt sekundär. Lange sitzen wir noch draussen, die Temperatur nun angenehm im hohen zwanziger Bereich, drinnen schnurrt immer noch die Klimaanlage, zum Schlafen hätten wir es gern doch etwas kühler. Unsere wenigen Mitcamper verhalten ich sehr leise, wie es eigentlich auf allen Plätzen sein soll.

Kurz vor Sonnenaufgang (offiziell 5:26 Uhr) stehe ich auf und mache mich auf einen Spaziergang durch den weitläufigen Platz. Die schönste Zeit des Tages: der frühe Morgen! Danach ein Kaffee und nochmals einen Spaziergang, diesmal zu zweit. Es folgt alsbald ein Outdoor Frühstück, so gefällt uns das Leben. Natürlich bleiben wir noch einen Tag, resp. eine Nacht hier, es ist einfach friedlich, schön und ruhig hier draussen. Es hat diverse Wolken am Himmel, kann uns nur recht sein, somit geht’s mit der Temperatur nicht so schnell in schwindelerregende Höhen. Ich habe genug mit meinen Bildern zu tun, so sitze ich drinnen und tue eben dies. Mit Wandern ist natürlich nicht viel, es ist einfach zu heiss, aber es ist ja eine trockene Hitze, wie man hier sagt. Doch verglichen mit der Hitze in Südafrika, ist diese hier wirklich viel besser zu ertragen, muss tatsächlich an der niederen Luftfeuchtigkeit liegen. Unweigerlich kommt die Apérozeit, diesmal etwas früher, ich muss bei Zeiten los, gestern war ich zu spät dran. Erneut versuche ich, einen anderen, vielleicht besseren Aufnahmestandort zu finden…..leider findet sich keiner. Die Wolken haben sich so ziemlich verzogen, das Licht recht gut, könnte interessant werden. Ich übe erneut und das Pentax Objektiv gefällt immer besser, ist es doch auch rasiermesserscharf. Die Tucson Mountains werden schön rot, ich packe zusammen und marschiere die Viertelstunde zum Camping zurück. Schweinefilet und Spiralen stehen auf dem Menu, schmecken sehr gut, weil natürlich auch draussen serviert. Wieder sitzen wir danach draussen und träumen in den Himmel hoch, leider nicht so sterneverhangen wie in Südafrika, dafür ist der Mond zu hell und die Stadt zu nahe. Unten ein Bild, resp. drei Einzelbilder mit verschiedenen Schärfeeinstellungen, kombiniert in Photoshop CC:

Und noch das übliche Kakteenbild:

12. und 13. Dezember 2014 – Saguaro West N.P.

In Ermangelung von wichtigen Ereignissen, fasse ich erneut zwei Tage zusammen. Der 12. Dezember ist wettermässig um Längen besser als der 13. Letzterer beachtliche 10° kälter als Ersterer und dazu noch massiv viel Regen. Am 12. wandern wir rüber zum 3 Meilen entfernten Arizona Sonora Desert Museum, immer zwischen unzähligen Kakteen und meist steil bergauf (zumindest der Hinweg). Lunch gibt es vor dem Museum, einen Eintritt können wir uns ob der geforderten $19.50 pro Nase seht gut verkneifen. Der Rückweg dann untenrum, die diversen Hügel müssen nicht nochmals erklommen werden. Es weht ein kühler Wind und Wolken ziehen von Westen heran. Trotz oder gerade wegen der vielen Wolken wird der Sonnenuntergang apokalyptisch rot!  An ein Bild ist leider nicht zu denken, es windet ungemein heftig und bis ich an einem geeigneten Standort wäre, ist das Schauspiel schon lange zu Ende. Alles eine Sache von nur wenigen Minuten. Mitten in der Nacht fängt der Regen an, nicht sehr heftig, doch stetig. Am Morgen ist es grau in grau in grau und nochmals grau! Der Regen beginnt wieder, diesmal etwas heftiger und länger. Wir beschliessen einen Einkaufsbummel zu machen. Bis wir endlich den besagten Walmart an der Valancia finden, vergeht eine kleine Ewigkeit und vom Himmel fallen derweil ein paar Tausend Hektoliter Nass. Der Walmart ist gestossen voll, Umgangssprache Spanisch. Viel brauchen wir ja nicht mehr einzukaufen, unsere Tage hier in Amerika sind gezählt in 9 Tagen ist Schluss! Danach leisten wir uns, immer noch im strömenden Regen, einen ausgiebigen Lunch im nahen Chili’s. Die Memphis Dry Rub Ribs sind ein Gedicht ($18, das Full-, $11das Half Rack) inkludiert sehr gute, da wenig fettige, French Fries. Nebenan sitzt eine fettleibige fünfköpfige Familie und jederman/frau drückt am Handy rum, geredet wird offenbar nicht. Um $53 ärmer verlassen wir diesen kulinarisch sehr ansprechenden Ort. Allein die zwei Glas Rotwein schlugen mit $15 zu Buche (die Waitress konnte die Gläser leider nicht selber an den Tisch bringen, ist sie doch noch under-aged….). Die Fahrt raus auf dem Gilbert Ray Camping kann angetreten werden, immer noch geht die Sintflut nieder, ob dies wohl die eher wasserscheuen Kakteen alles verdauen können? Es ist noch satte 14° ‘warm’, gestern über 25°! Der Regen lässt nach und, so man der Wettervorhersage Glauben schenken darf, morgen soll es wieder sonnig sein, kalt allerdings…..Tucson hat übrigens 8,000 Einwohner (Stand:1880!). Hier noch ein Bild der dramatischen Umgebung, erneut nur eine Sache von zwei, drei Minuten, dann war das Lichtspektakel vorüber:

Campsite H28 im Gilbert Ray Campground

Campsite H28 im Gilbert Ray Campground

Kurz vor Sonnenuntergang dann das ganz grosse Kino! Ich renne mit dem schweren Rucksack durch die Kakteenlandschaft, eine Minute zu spät und der ganze Aufwand wäre für die Katze. Die Zeit reicht doch zum kräftigen Durchatmen, dann aber ab an die Arbeit, die Sonne legt hier ein ungehöriges Tempo vor. Das Licht wird perfekt, die Saguaros und natürlich die Tucson Mountains werden in ein unbeschreibliches Licht getaucht! Ich bin im siebten Himmel….So klart es also tatsächlich auf und die angesagte tiefe Temperatur wird wohl erreicht werden, 37°F oder knappe 3° Celsius (für den Rest der metrischen Welt).

Tucson Mountains im letzten Abendlicht

Tucson Mountains im letzten Abendlicht