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8. bis 16. Januar 2020 – Adelaide, SA

Der Himmel ist wieder blau, der Wind hat gedreht, glaube nämlich kaum, dass alle Feuer plötzlich aus sind. Heute sind wieder etwas über 200 Kilometer angesagt, unsere letzte Etappe, morgen geben wir den Bishi zurück. Die Fahrt wieder ähnlich wie gehabt. West-Kanada und Süd-Australien seien die grössten Weizenanbaugebiete, habe ich gelesen. Wir machen zwei Stopps, den ersten in Tailem Bend, der alte Bahnhof soll fotogene sein. Mittelmässig, leider nur..… Murray Bridge dann die Nummer 2. Hier hat es alles, natürlich auch den nun recht breiten Murray River, so kühlen wir uns in einem riesigen Coles etwas ab und essen dann, eher unzeremoniell, im Auto einen kurzen Lunch. Die Parkfläche ist netterweise überdacht, so ist die Temperatur recht gut zu ertragen. 19,000 Einwohner soll es hier haben, Haupteinnahmequelle, einmal mehr die Landwirtschaft. Noch sind es 80 Kilometer bis zum Ziel. Die Gegend nun anders, hügliger, erinnert an Südkalifornien, auch was die Temperatur anbelangt. Es geht in die Höhe und bald erreichen wir das bekannte Hahndorf, wollte schon immer einmal hierhin. Erinnert stark an Franschhoek vor den Toren Kapstadts, dieses hier halt vor den Toren Adelaides. Ein mächtiger Rummel herrscht hier. Es wird, logischerweise, auf Deutsch gemacht. Doch dies hat auch seine Vorteile, wir kriegen Leberkäse zu kaufen! Nach einer halben eher hektischen Stunde fahren wir weiter. Nun geht runter von den Adelaide Hills in die Grossstadt, 1,316,000 Einwohner stark. Die Strasse führt mächtig in die Tiefe, hatten den Aufstieg gar nicht so richtig mitgekriegt. Dann sind wir unvermittelt unten und im dichten Verkehr. Doch nicht mit Melbourne oder gar Sydney zu vergleichen, wohl eher ein grösseres Zürich. Die Bleibe ist schnell gefunden und liegt an einer ruhigen Seitenstrasse im Stadtteil Unley. Das Haus schon älter, aber die Wohnung sehr schon eingerichtet und blitzblank. Alt muss nicht heruntergekommen bedeuten, ich erinnere an Echuca. Der Schlüssel liegt zwischen zwei Schirmen vor der Eingangstüre. Nach obligatem Einräumen erscheint die Vermieterin, welche gleich nebenan wohnt. Frau plaudert eine längere Weile mit der sehr sympathischen Dame. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Auch ein anständig grosser Aussenbereich ist mit im Angebot und so sitzen wir zur Apérozeit unter zwei grossen Sonnenschirmen und schlürfen zur Feier des Tages einen Pink Bubbly von YT. Die Nachbarn sind nah, aber bis jetzt ruhig, den Strassenverkehr hören wir nicht, da gering und die Klimaanlage läuft ja auch ununterbrochen. Verdauungsspaziergang runter an die eher noble King William Road, Beizen hat es hier und dort, die meisten servieren Essen von Bella Italia, dabei suchen wir eigentlich einen Vietnamesen. Morgen…..

Die Nacht war ruhig und temperaturmässig gut auszuhalten. Das Wetter ist gut, der Himmel blau und die Temperatur, wie erwartet, im Steigflug. ‘Maximale Reiseflughöhe’: 40°! Nach einem Frühstück in unserem kleinen Garten machen wir uns auf zum Flughafen, eine knappe halbe Stunde Fahrzeit. Der Verkehr stark, aber ohne Stau. Bei Europcar sind alle drei anwesenden Damen nicht in der Lage, mir die Schlussrechnung zu erklären. Wir sollten uns an den Hauptsitz in Melbourne wenden, dafür sind die Damen sehr freundlich. Der Wagen ist weg, wir brauchen einen neuen fahrbaren Untersatz. Uber bietet sich an, zwei Minuten nach Bestellung ist der Wagen da, AUD 24 kostet der Spass zurück zu unserer schönen Bleibe. Es ist mächtig heiss geworden. Trotzdem marschieren wir rüber ins nahe Shoppingcenter. Coles, Woolies, BWS…….. alles ausser ALDI ist vor Ort. Wir erwerben eine grillierte Bibe, zwei Flaschen Wein und spazieren sehr langsam nach Hause, nur nicht unnötig Schweiss vergiessen. Das Huhn wird auf dem Weg nicht kalt, ganz im Gegenteil, die knapp 40° Temperatur lassen das Federvieh praktisch weiter garen. Momentan (13:30 Uhr) ist die Luft in Bern schlechter als in Sydney. In den Top (oder besser wohl Worst) 10 sind drei europäische Städte: Sarajevo (#4), Belgrad (#6) und Pristina (#10), bin sehr erstaunt. Wir bleiben bis auf weiteres in unserer sanft gekühlten Stube. 40.9° um 16:10 Uhr, ich hoffe, die Klimaanlage hält noch ein paar Stunden durch, habe sie gnädigerweise auf 26° eingestellt, etwas Wärme sollten wir schon abbekommen. Die Luftqualität hier gleich auf mit Dübendorf und dort lodern keine Buschfeuer. 41.5° um 16:50 Uhr….habe ja nichts Besseres zu tun. Der Verdauungsspaziergang wie ein Vorgeschmack auf das Fegefeuer! Es ist sehr heiss, immer noch, der Asphalt strahlt die gespeicherte Hitze schamlos zurück auf uns ahnungslose Fussgänger. Wir hoffen auf den angekündigten Temperatursturz. Wir lassen die AC in der Stube über die Nacht an, ebenso dreht der Ventilator über unseren Köpfen, so ist es recht gut auszuhalten, ein Fenster öffnen wir (temperatur)sicherheitshalber nicht.

Endlich: alles grau in grau und angenehm frisch! Immer wieder unglaublich diese Wetterveränderungen hier in Australien. Es beginnt leicht zu regnen, doch das Frühstück wird trotzdem draussen serviert. Danach wird etwas nasser und wir warten einige Minuten, bis wir uns auf in die Stadt machen. Ohne Regenschirm, wir sind Optimisten, geht’s dann los, immer auf der King William Road Richtung Innenstadt. Richtig eindrücklich ist es (noch?) nicht, aber die Städte-Messlatte hängt nun leider sehr hoch. Wir schlendern bei recht frischer Temperatur (jawohl, wir tragen beide eine Jacke) bis zur Tramstation City South (eine vorher, South Terrance, wäre auch gegangen….), ab hier sind in der Innenstadt die Trams kostenlos. Es kommt eins der roten modernen Dinger (gebaut von Alstom), die älteren Modelle (gelb) sind von Bombardier. Dank des schlechten Wetters wird es ziemlich eng im Tram. Aber es ja nur eine Station bis Victoria Square. Hier will natürlich die ganze ‘Traminsassenschar’ auch raus und rüber zum Central Market. Ich sag’s wie’s ist: kein Vergleich mit Melbourne! Unsere Wege trennen uns für eine halbe Stunde, bald ist ja Lunch angesagt. Wieso hat es so viele Leute hier? Halb Südaustralien scheint sich hier versammelt zu haben. Ich bin etwas überfordert, weiss nicht mehr genau, ob ich die Zeit am Telefon umgestellt hatte und so bin ich zu früh oder zu spät zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort. Meine Beste Hälfte taucht nicht auf, ich warte, warte, werde immer nervöser. Telefon! Doch ich habe nur die CH und USA Nummern gespeichert. Panik steigt in mir auf, es hat immer mehr Leute, ich meine, kaum Luft zum Atmen zu kriegen. Was muss/soll ich tun. Ich kann nicht mehr klar denken, muss wohl am fortgeschrittenen Alter oder so liegen. Ein Versuch eine Text Message an die Australien Nummer (nach langem Suchen doch noch gefunden) zu senden, gelingt zu meiner grossen Erleichterung. ‘Bin an der Rolltreppe’, die erlösende Antwort. Meine Uhr war richtig, bin einfach zu früh am vereinbarten Ort wieder aufgetaucht. Ich muss 10 Minuten ausruhen, bin erleichtert, aber immer noch ziemlich durcheinander. Dann sehe ich meinen Bubentraum in einem Schaufenster eines, nein des ältesten Fotofachgeschäftes von SA eine ‘P2’. Was soll ich sagen, dies Bijou bringt mich wieder zu Verstand, wenn auch ins Träumen. Aber was soll ich mit einer riesengrossen Sinar P2 in der heutigen Zeit noch anfangen? Aber dies ist ein Schweizer Präzisionsinstrument, eine technische Meisterleistung, zumindest seinerzeit (1984). AUD 1,200 will der Laden für die Kamera. Aber wie soll ich dies Schmuckstück in die Schweiz bringen? So träume ich noch eine ganze Weile bis der Hunger sich meldet und wir in diesem Ameisenhaufen auf Futtersuche gehen müssen. Der Andrang unglaublich, aber wir kämpfen uns durch, jeder bestellt an einem anderen Ort, doch beide warten ein halbe Ewigkeit auf das Essen. Und für meinen Teil hat es sich nicht einmal gelohnt, das Laksa fast an der Grenze zu ungeniessbar, AUD 13.80 der Preis. Zumindest waren die Dim Sum meiner wieder gefundenen Besten Hälfte sehr gut. Draussen regnet es in Strömen, gut für die Natur und die vielen Feuer. Für uns bedeutet dies 17°, nass und kalter Wind! 25° Temperaturunterschied, einmal mehr! Der Regen lässt etwas nach, wir schlendern zur Tramstation und lassen uns ein paar Stationen weiterbefördern, genauer gesagt: es geht zur Rundle Mall. Auch in Adelaide ist Shopping eine der Lieblingsbeschäftigungen der Leute in Australien. Ich finde, ich hätt es fast vermutet, nichts Brauchbares, die Sinar schwirrt mir immer noch im Kopf herum. Nach einer Stunde haben wir genug Leute gesehen, es geht zurück zur Tramstation und diesmal runter bis South Terrance. Von hier sind es immer noch 30 Minuten per pedes, bis nach Hause. Der Abend wir, trotz der Nachbarsnähe recht ruhig. Es lebt sich gut in unserem kleinen Häuschen.

Immer noch Wolken und angenehm kühl bis fast kalt. Doch die Sonne kommt und wärmt uns etwas auf. Frühstück natürlich draussen. Dann geht’s ab in die Stadt, erstes Ziel der Bahnhof. Dort wollen wir einen 3 Tages ÖV-Pass lösen, AUD 25 pro Stück, gilt für Tram, Bus und Bahn. Nach einer halben Stunde Fussmarsch sind wir an der Tramstation und alsbald kommt eine Trämli daher. Heute hat es trotz Samstag nicht so viel Volk im Tram, aber die Sonne scheint ja auch und es ist einige Grade wärmer als gestern. Wir steigen an der Rundle Mall Station aus und schlendern die restlichen Meter rüber zum Bahnhof. Nie und nimmer so schön und imposant wie sein Cousin in Melbourne….Die Tickets sind gekauft, brauchen werden wir sie allerdings erst ab morgen, heute bleiben wir in der Innenstadt und dies geht sehr gut zu Fuss. Wir schlendern der Hindely Street entlang, ziemlich abgekämpft, leider, erinnert an die Langstrasse in Zürich vor der Gentrifizierung. Adelaide kann architektonisch nicht mit meinen beiden Favoriten S und M mithalten, nie und nimmer. Eher der etwas weniger begüterte Cousin auf Platz drei. Die Verlängerung gen Osten dann eben wieder die Rundle Street/Mall, hier kommt langsam Leben in die Bude, resp. die Strasse. Es findet sich da und dort auch ein klein Wolkenkrätzerchen für ein paar Fotos. Nach einer Solostunde treffen wir uns wieder, heute ohne Panik meinerseits. Essen soll es beim Vietnamesen geben. Doch auch heute ist mir der Gourmet-Gott nicht hold, meine sehr scharfe Pho eher mittel- bis unterklassig. Das Fleisch Siedfleisch…… Wieder ein kulinarischer Ausrutscher! Noch einer Stunde Soloflanieren und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Nun hat es mächtig Volk auf der Gasse, die Temperatur angenehme 24° mit kühlendem Wind. Der Wind wird immer stärker, trotzdem werden Apéro und Abendessen draussen serviert, allerdings sind wir mit Faserpelz ausgestattet. Der Verdauungsspaziergang eher knapp gehalten, der Wind und so…. 18° ist es noch um 20:00 Uhr, Zeit für ein Glas Rotwein und zwar in unserer warmen Stube.

Das Wetter perfekt, noch leicht kühl, aber es geht stetig in die Höhe. So blau war der Himmel schon lange nicht mehr, was ist los mit all den Feuern? Hoffentlich im Regen ‘ersoffen’. Nach dem Morgenessen geht’s los, Ziel Port Adelaide. Verkehrsmittel: Bus und Bahn. Wir zücken unseren Dreitagespass und entern den Bus Nummer 200, 100 Meter von unserem schönen Stübli entfernt, sehr praktisch. In der Stadt heisst es dann rüber zum Bahnhof, ein Spaziergang von nur wenigen Minuten. Der Zug ist bereits da und wir setzen uns rein. Natürlich nicht elektrifiziert sondern Diesel, aber immerhin öffentlicher Verkehr. Wir zuckeln, wie in Melbourne, durch endlose Vororte, da möchte ich doch lieber in der Stadt selber wohnen. Port Adelaide ist in 20 Minuten erreicht, den Hafen erreichen wir dann nach 15 Minuten Fussmarsch. Sehr schön anzusehen, wenn auch keiner ‘richtiger’ Hafen. Etwas touristisch kommt die Sache daher, aber für das eine oder andere Bild reicht es allemal. Unsere Wege trennen uns, hier hat es keine Menschenmenge, ich finde mich nicht eingeengt, habe Zeit und Treffpunkt im Griff. Es folgt die übliche Suche nach etwas Essbarem. Viele Möglichkeiten bieten sich uns nicht, wir schwanken zwischen Griechenland und, erneut, Vietnam. Der Ferne Osten siegt, es gibt eine weitaus bessere Pho als gestern. Nicht Vancouver Niveau, aber durchaus befriedigend. Dann geht es auf eine Schiffsreise, den Port River runter und wieder rauf, zwei Stunden lang für sehr anständige AUD 10 pro Nase. Das Geld wird wohl mit der Masse gemacht, eine Unmenge von Menschen drängt sich aufs Schiff. Es geht los, immer dem Port River flussabwärts, wohin sonst…. Die Landschaft, ich muss es sagen, flach und langweilig. Ein kleiner Mangrovenwald rechterhand, eine Fabrik linkerhand, ein (stillgelegtes?) Kraftwerk wieder rechterhand, dann lauter Nichts….. In der Ferne die Stadt Adelaide, dahinter die Adelaide Hills, das Wetter perfekt blau, die Temperatur zu ertragen, wenn auch je nach Wind etwas kühl. Nach einer Stunde, kurz vor einem imposanten Hafenkran dreht der Kahn um und die Heimreise kann angetreten werden. Diese dann so langweilig wie die Herreise, aber allemal die AUD 10 wert. Das Ausschiffen dann chaotisch, jederman/frau drängt über die einzige, schmale Gangway, keine Disziplin! So, nun zurück zum Bahnhof mit einem kurzen Abstecher zu Coles. Wir brauchen Lebens- und Trinkmittel. YT bei Coles Liquor unverschämte AUD 10 teuer, ein Skandal (Dan Murphy’s: AUD 7.49, BWS: AUD 8. Ein Flasche reicht. Ein Dieselzüglein kommt bald und ebenso bald sind wir wieder in der Stadt. Vom Bahnhof rüber zur Busstation ein Katzensprung, ein paar Minuten auf den 200er gewartet und ab geht’s nach Hause. Das ÖV Netz hier recht gut ausgebaut, soweit ich dies als Laie beurteilen kann. Trotzdem hat natürlich der Privatverkehr Vorrang, es finden sich nur wenige Zebrastreifen, das Überqueren der Strassen auf eigene Gefahr, so die Devise. Es ist warm geworden, doch es ist ja auch Sommer und da wird’s sogar auch in der CH warm bis heiss. Es folgt in strikter Reihenfolge: Apéro, Abendessen und Spaziergang.

Das Wetter erneut perfekt, die Temperatur bereits höher als gestern um die selbe Zeit. Es soll heute heiss werden, also ab ans Meer. Wir lassen uns, erneut mit dem 200er, in die Stadt bringen und dann geht’s mit dem Tram runter nach Glenelg. Die Fahrt dauert, es hat etliche bis viele Stationen, doch dies hier ist ja auch kein Express oder gar ein Shinkansen. Das Tram fährt fast bis ans Ufer. Hier unten ist mächtig was los! Unsere Wege trennen sich, ich schlendere dem Strand entlang immer mit Blick auf das wunderbar blaue (türkis auch schon…) Meer, im Auge behalte ich allerdings den nahen Flughafen. Dann und wann startet eine Maschine raus übers Meer, ein imposanter Anblick (falls man dies heute noch sagen darf….). Essensmässig werden wir leider nicht fündig und so geht’s zurück in die Stadt. Wir finden die anvisierte Thai-Beiz, sie macht einen ansprechenden Eindruck und heisst Star of Siam. Der hellste Stern wohl nicht von Thailand, aber das Essen schmeckt. Etwas viel Fischsauce wurde ins Curry gemischt…. So, ein Spaziergang ist fällig, doch es ist mittlerweile brüllend heiss geworden, also rüber in die kühlen Hallen des Central Market. Ich drücke mich erneut längere Zeit vor dem Schaufenster des Kameraladens herum und liebäugle mit der P2. Doch wie transportieren und wo aufstellen, brauchen kann ich sie ja sowieso nicht. Die Vernunft siegt, bin eigentlich kein richtiger Sammler und ein Kameramuseum habe ich auch nicht ‘in Arbeit’. Wir nehmen den 200er bis praktisch vor die Haustüre, sehr praktisch. Abends ein Lammnierstück der zartesten Art. Der folgende Spaziergang bei erhöhter Temperatur, aber gut auszuhalten, morgen soll es nochmals heiss werden, dann kühlt es merklich ab.

Wieder ein Traumtag und die Temperatur noch höher als gestern. also wieder am ans Meer, diesmal mit dem Bus und zwar an die Henley Beach, nördlich des Flughafens. Die Busse 200 und H30 kommen ‘zum Einsatz’. Die Fahrt dauert seine Zeit, doch wir haben sie. Leider werden die Busse stark, zu stark für uns, gekühlt, ein längeres Verweilen leider nicht ganz angenehm. Erneut hält der Bus kurz vor dem endlos langen Sandstrand. Hier ist nicht ganz so viel los, die Gegend eher gehoben, dem Strand reiht sich ein Ferienhaus ans andere. Wir spazieren südwärts, der Wind, nun gewünscht, hält sich sehr zurück, also schwitzen wir halt. Der Besucherandrang im Rahmen, doch im laufe der nächsten zwei Stunden wird’s dann etwas voller. Doch der Strand hat genug Platz für alle und noch viel mehr. Sehr schön anzuschauen! Australien hat wirklich Strände der 1A Klasse und davon eine unglaubliche Menge. Heute haben wir, so glauben wir zumindest anfänglich, das ‘Lunch-Problem’ im Griff. Doch leider hat der Fisch & Chips Laden Montag UND Dienstag seine Pforten geschlossen! Lange Gesichter bei allen Reiseteilnehmern. Es findet sich jedoch nach kurzem Umherirren Joe’s Kiosk, nicht Edelgastronomie, aber geniess- und bezahlbar und draussen sitzen können wir auch. Der Batter meines Fisches leider eine Spur auf der fettigen Seite, doch die Pommes erstklassig, klein und knackig. Es wird wieder marschiert, diesmal gen Norden. Nun hat es etliche Leute und die Temperatur bewegt sich im noch knapp erträgliche Hitzerahmen. Genug ist genug, wir warten ein paar Minuten auf den 30H Bus und lassen uns in die Stadt zurück chauffieren. Es wird immer kälter im Bus, doch wir schaffen es dem Erfrierungstod zu entrinnen. Buswechsel, kurz über die Strasse und erneut ein paar Warteminuten und es geht, wieder kühl/kalt weiter, runter nach Unley, soll heissen nach Hause.

Das Wetter, ein Traum! Heute sogar richtig angenehm bis (halb)kühl, maximal 26° sind angesagt. Es geht erneut in die Stadt, unser Dreitagespass nun nicht mehr gültig, so lösen wir ein 2 Stunden Ticket für AUD 3.70. Aussteigen tun wir erst jenseits des Karriwirra Parri (früher auch bekannt unter dem Namen River Torrens) einer der eher kurzen Flüsse (85km) hier in Australien. Viel zu sehen gibt es nicht, aber auf der Hinfahrt habe ich eine imposante Kirche gesehen, die St. Peter’s Cathedral. Also zurück zum monumentalen Bauwerk, zumindest von aussen, drinnen eher schlicht ‘eingerichtet’. Dann schlendern wir wieder über den Fluss der hier sogar als Lake bezeichnet wird zum auffallenden(aber nicht schönen)  Convention Center. Wieder ein paar Bilder und der Marsch geht weiter, Ziel das vor ein paar Tagen ‘entdeckte’ koreanische Restaurant Mandoo. Der Andrang sehr strak, das Etablissement sehr klein, die Portionen sehr gross, die Preise gerechtfertigt (AUD 16 pro Nase). Die Dumplings schmecken recht gut, wenn sie auch etwas ‘trocken’ daherkommen. Habe ich mich zum Gastro-Kritiker erhoben oder was? Ein längerer Fussmarsch rüber zum Botanischen Garten ist angesagt. Vorbei geht’s vorbei an diversen imposanten Gebäuden der Adelaide University. Die Mehrheit der Studenten die wir sehen, kommen (oder kamen) aus Asien. Bildung ein einträgliches Geschäft für Australien (gilt natürlich auch für Kanada und die USA). Nach getanem Schlendern geht’s per Bus nach Hause, AUD 3.70 auch diese Fahrt. Es folgt das übliche Prozedere, wir haben Alltagsroutine und die ist nicht einmal so schlecht, wir könnten noch länger hier wohnen. Gegen Abend kommt Wind auf und es wird, wie immer aus heiterem Himmel, kühler, doch die Abkühlung soll erst in der Nacht erfolgen.

Ja, es ist schön kühl und der Himmel zeigt heute einige Wolken. Trotzdem wird das Frühstück draussen serviert, wir sind allerdings mit einem Faserpelz ausgerüstet. Heute machen wir keinen Ausflug in die Stadt, eine kurze Lunchexkursion an die King William Road soll genügen. Das Thema heute: Taiwan. Wir warten lange in der sehr kleinen Beiz und das Essen ist dann auch schmackhaft, wenn auch nicht denkwürdig. So muss sich Adelaide auch kulinarisch mit dem dritten Platz begnügen. Ein kleiner Trost: Perth ist auf Platz vier, zumindest bei uns. Es ist fast schön kühl heute, etwas über 20°, aber wenn ich an die Temperaturen für die kommenden Tage in der CH denke, bin ich mehr als zufrieden. Die Zeit hier in Australien ist um und sie war nicht die schlechteste, so ist ein Wiedersehen durchaus im Rahmen des möglichen. Wäre da nur nicht der seeeeehr lange Flug, den wir morgen in Gegenrichtung antreten müssen: 8:50h bis HKG und nochmals 12:50h bis ZRH. Zum Trost gibt es ein Rindsfilet, nicht bei Cathay, sondern zu Hause, in unserem ruhigen Reiheneinfamilienhäuschen. CHF 650 für 9 Nächte sind wirklich ein fairer Preis. Zum Wetter: drüben im Osten soll es regnen, natürlich nicht normal, sondern ‘Heavy’ begleitet von ‘Severe Thunderstorms’. Heutzutage ist alles immer im Superlativ, ansonsten gibt’s halt keine Klicks im Internet und weniger Werbeeinnahmen. Aktuell sind es 21°, 7 ° kühler als ‘üblich’, keiner berichtet von dieser ‘Kältewelle’!

  1. 6. und 7. Januar 2020 – Keith, SA Kommentar verfassen
  2. 3. bis 5. Januar 2020 – Glencoe, South Australia Kommentar verfassen
  3. 29. Dezember 2019 bis 2. Januar 2020 – Warrnambool Kommentar verfassen
  4. 23. bis 28. Dezember 2019 – Halls Gap, VIC Kommentar verfassen
  5. 18. bis 22. Dezember 2019 – Echuca, VIC Kommentar verfassen
  6. 11. bis 17. Dezember 2019 – Melbourne, VIC Kommentar verfassen
  7. 8. bis 10. Dezember 2019 – Cape Paterson, VIC Kommentar verfassen
  8. 5. bis 7. Dezember 2019 – Lakes Entrance, VIC Kommentar verfassen
  9. 1. bis 4. Dezember 2019 – Eden, NSW Kommentar verfassen