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5. bis 7. Dezember 2019 – Lakes Entrance, VIC

Das Wetter gut, was will frau/man mehr? Wir räumen das Feld hier, es soll etliche Kilometer südwestwärts gehen, deren 270 genau. Die rasante Fahrt führt grösstenteils durch dichten Wald, es macht sich langsam eine Übersättigung breit. Da und dort leider wieder überfahrene Wallabies und sogar ein Wombat, allerdings auch tot. Mitten im Wald überschreiten wir die Grenze zu Victoria. Fast sechs mal so gross wie die Schweiz, aber nur 6,500,000 Einwohner. Allerdings ist der Norden nicht sehr ‘lebenswert’, ziemliche Wüste halt.  5 Millionen leben in Melbourne, der Rest ist dementsprechend dünn besiedelt. Die Strasse, immer noch der Princess Highway, wird breiter, die Bäume stehen weiter weg. Wir fahren auf einer Schneise durch den Wald, vorher war es eher ein Tunnel. Dann und wann gibt es einen Toilettenstopp, auch hier draussen überaus zahlreich anzutreffen. 36 Kilometer vor Orbost kurven wir runter ans Meer, ein weiterer Tourist Drive ist ausgeschildert. Cape Conran unser Lunch Stopp, nur gerade ein paar Häuser und viel Wind erwarten uns. Ein nächster Halt am Beach, zumindest ein Versuch. Der Weg über die Dünen endet abrupt an einer Steilkante, alles weggespült, kein Zugang zum erneut langen und menschenleeren Sandstrand. Nächster Versuch und dieser klappt dann auch, doch dieser Abschnitt ist nicht soooo Scenic, es hat auch zu viele Leute, ganze Schulklassen oder Pfadfindergruppen tummeln sich hier. Es geht weiter, rauf zum Princess Highway und Lakes Entrance unserem Ziel entgegen. Der Wald ist Geschichte, hier ist alles ebenes Farmland, Kühe, Kühe, Kühe….. Doch hier wird wohl auch mein Lieblingsjoghurt produziert: Gippsland Dairy, Mango & Blutorange (AUD 7, wenn im Angebot AUD 5). Nach langer Fahrt erreichen wir Lakes Entrance, unsere Loge können wir erst um 15:00 Uhr beziehen, so verkriechen wir uns in den grossen Woolworths und danach rüber zu BWS, unser Wein ist alle. Die Zeit ist um, wir beziehen unser Quartier für drei Nächte. Das Haus gross, nicht das neueste Modell, aber es hat alles und noch viel mehr, was man braucht oder brauchen könnte. Der Wind, einmal mehr unser ungeliebter Freund. So bleibt das grosse Deck vor dem Wohnzimmerfenster unbenutzt. Den Blick aufs Meer haben wir auch von drinnen. Es gefällt! Apéro dann doch draussen, wir ziehen uns warme Sachen an und schlürfen zur Feier des Tages einen YT Pink Bubbly. Abendessen drinnen, Verdauungsspaziergang draussen. Ende des Tagesgeschehens.

Das Wetter ist sehr gut, der Wind noch stärker, wird wohl nichts mit dem Ausflug auf die ‘Koala Insel’ aka Raymond Island. Wir kurven kurz ins doch vier Kilometer entfernte Städtchen und schauen beim Visitor Center vorbei, ich kann nie genug Kartenmaterial haben. Leider haben sie die gesuchte Karte nicht. Also geht’s nebenan in eine grossen und sehr schönen Aldi. Ich kaufe einheimischen Wildschweinsalami, schmeckt nicht schlecht. Die Weinabteilung bei Aldi geradezu winzig, aber ich versuche mein Glück mit einem relativ teuren (AUD 13) Shiraz von Tudor. Zurück in unsere Loge geht’s, ein Mittagessen ist fällig. Der Wind wird immer stärker! Wieder können wir das grosse Deck nicht benutzen. Am Nachmittag: Stubenarrest! Draussen tobt der Orkan unvermindert weiter. Es gibt auch keinen Verdauungsspaziergang. Doch das Rindsfilet (AUD 40 das Kilo) vorher hat trotzdem geschmeckt. Wieder nix mit Vegetarier! Der Wein leider eher auf der harmlosen, ‘schwachbrüstigen’ Seite. Wir hoffen morgen auf weniger Wind, es wären Raymond Island und die dortigen Koalas auf der Wunschliste.

Der Wind hat sich etwas beruhigt. Frühstück leider, trotz der grossen Terrasse, nicht draussen. Wir wagen den Sprung rüber nach Bairnsdale, resp. Paynesville. Die Fahrt wie üblich durch Wald- und Weideland, wobei letzteres nun eindeutig überwiegt. Irgendwo müssen ja die Kühe grasen, die den wichtigsten Bestandteil meines geliebtes Joghurts produzieren. Wir sind am Ziel, immerhin 50 Kilometer von Zuhause entfernt. Nun unternehmen wir wohl die kürzeste Schiffsreise aller Zeiten. Die Fähre rüber nach Raymond Island ist für Fussgänger kostenlos, doch der Spass dauert nur eine knappe Minute! So, hier soll es also Koalas oben in den Bäumen haben, der Weg gut ausgeschildert, der Besucherandrang zu vernachlässigen. Schon taucht das erste Exemplar auf, natürlich hoch oben in einer Astgabel eingeklemmt und mit Schlafen beschäftigt. Auch einer weiterer Kollege übt sich schwer im Nichtstun. Leider sind die putzigen Tiere ziemlich weit oben in den Bäumen oder meine Linse ist zu kurz (bei 70mm Ist bei mir Schluss). Erst der vierte Kandidat macht einen nicht ganz so scheintoten Eindruck und bewegt auch schon mal den Kopf, aber natürlich in Zeitlupentempo. Dann folgt ein weiteres australisches Unikum: der Echidna. Dieser Kerl dann ganz munter, ist er ja gerade beim Fressen, Ameisen, wie es scheint. Das stachlige Ding lässt sich nicht stören, wir können knipsen, was die Kamera und das Handy hergeben. Es geht wieder rüber aufs Festland, der Fährbetrieb ist schon seit 130 Jahren in Betrieb, wieso keine Brücke über die 100 Meter Wasser gebaut wurde, weiss ich nicht. Dann Lunch an einem der immer irgendwo vorhandenen Picknicktische, leider windet es nun wieder unangenehm stark. Die Heimfahrt wartet auf uns, diese wird länger als angenommen, erwischen wir doch oben in Bairnsdale die falsche Strasse und kurven munter Richtung Berge. In der nicht sehr ferne Ferne sehen wir plötzlich eine Rauchsäule in den Himmel ragen, ein Buschfeuer, was sonst. Leider findet sich keine geeigneter Fotostandort, so lasse ich halt das ‘Sensationsbild’ sausen. Endlich wieder in Lakes Entrance dann noch einen Besuch bei Woolies und BWS. Abends panierte Kalbsschnitzel, diesmal selber gemacht, nicht das Fleisch, nur das drumrum. Die Loge hier war sehr gut, die Aussicht aufs tosende Meer noch besser, einzig (einmal mehr!) der Wind hat die Ferienstimmung etwas geschmälert.

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  9. 14. bis 18. Oktober 2019 – Tucson, AZ Kommentar verfassen